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Veröffentlicht am 11. Juli 2024

Biodiversität auf VBS Arealen

Auf den Arealen des VBS besteht grosses Potenzial für die Biodiversitätsförderung. Viele militärisch genutzte Flächen liegen in Landschafts- und Naturschutzgebieten. Armeeareale werden weniger intensiv genutzt als nicht-militärische Flächen, wodurch einzigartige Lebensräume entstehen. Seit über 20 Jahren fördert das VBS mit dem Programm Natur – Landschaft – Armee (NLA) die Artenvielfalt.

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Junge Rauchschwalben sitzen auf einer Kampfbahn des Schiessplatzes Altmatt in Rothenthurm (SZ).

Auf den teils ausgedehnten Arealen des VBS wird, je nach militärischer Nutzung, ein grosses Potenzial für die Biodiversitätsförderung genutzt. So befinden sich viele militärisch genutzte Flächen im Perimeter von Landschafts- und Naturschutzgebieten. Armeeareale werden, gegenüber zivilen oder landwirtschaftlichen Flächen, seit Jahrzehnten weniger intensiv bewirtschaftet. Das heisst, das Land wird weniger gedüngt, gepflügt, überbaut oder durch zivile Freizeitaktivitäten beansprucht. Dadurch entstehen besonders magere, feuchte oder trockene Lebensräume. Diese bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz einen Rückzugsort.

Damit die Armee ihren Auftrag für die Sicherheit der Schweiz erfüllen kann, müssen entsprechende Einsätze geübt werden. Dadurch können auch negative Effekte auf die Umwelt entstehen, wie beispielsweise Munitionsrückstände. Diese Auswirkungen gilt es zu finden und zu entschärfen.

Biodiversität im Visier

Aufgrund unterschiedlicher Massnahmen aus dem Programm NLA nimmt die Anzahl vieler bedrohter und seltener Arten auf den Waffen-, Schiess- und Militärflugplätzen wieder zu. Dies macht die Schweizer Armee zu einer wichtigen Akteurin des Aktionsplans Biodiversität Schweiz.

Bei der Biodiversitätsförderung geht es um den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt. Dies kann durch eine gezielt auf eine Art ausgerichtete Aufwertung geschehen. Oder durch die aktive Bewirtschaftung in einem bestimmten Gebiet. Im Insights Themenmonat «Biodiversität» werden drei konkrete Beispiele vorgestellt: Waffenplatz Chur, Übungsplatz Turtmann und Militärflugplatz Alpnach.

Die Sonnenseite des Waffenplatzes Chur

Durch die selektive Entfernung von brennbaren Wiesenpflanzen, wie zum Beispiel Adlerfarn, wird dem Grossbrandrisiko am trockenen Zielhang Calanda entgegengewirkt.
Auf dem Waffenplatz Chur führt die Infanterieschule regelmässige Schiessübungen durch. Unvermeidliche Funken erhöhen das Brandrisiko am trockenen Zielhang Calanda. Mit einer aktiven Bewirtschaftung kann die Brandgefahr erheblich minimiert und die Biodiversität erhöht werden.

Recycling auf dem Übungsplatz Turtmann

Blick auf den neu geschaffenen Schutzdamm.
Neue Schutzdämme sorgen auf dem ehemaligen Militärflugplatz Turtmann am Fuss der Walliser Alpen für zusätzliche Sicherheit vor Steinschlag. Nebst der Truppe profitiert auch die einheimische Fauna vom Projekt.

Bedrohte Gelbbauchunke auf dem Militärflugplatz Alpnach

Bedrohte Gelbbauchunke im neu erstellten Feuchtbiotop.
Acht neue Laichgewässer auf dem Militärflugplatz Alpnach schaffen idealen Lebensraum für heimische Amphibien. Darunter befindet sich die bedrohte Gelbbauchunke.

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