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Veröffentlicht am 19. März 2025

Taskforce Drohnen

Die Taskforce Drohnen (TFD) wurde 2024 vom Rüstungschef Urs Loher, Chef der Armee Korpskommandant Thomas Süssli, dem Generalsekretär VBS Daniel Büchel und der Direktorin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz Michaela Schärer ins Leben gerufen. Die Steuerung wird durch den Chef der Armee und den Rüstungschef wahrgenommen. Die Leitung liegt bei Thomas Rothacher, Stellvertretender Rüstungschef und Leiter des Kompetenzbereichs armasuisse Wissenschaft und Technologie.

Mehrere Drohnen fliegen über die aus den Wolken aufragenden Berggipfel.

Übersicht

Die Technologieentwicklung schreitet exponentiell voran: In immer kürzeren Zeitabständen werden stetig neue technologische Fortschritte erzielt. Bei der Drohnentechnologie wird dieses Phänomen noch prägnanter, da Drohnen von Fortschritten in anderen Bereichen wie der Künstlichen Intelligenz oder von additiven Fertigungsverfahren, zusätzlich profitieren.

Die zentrale Bedeutung moderner Drohnen, Drohnenbwehr und unbemannter Systeme für Aufklärung, Wirkung und Schutz wird zudem durch die sicherheitspolitischen Entwicklungen weltweit und in Europa – wie etwa der Krieg in der Ukraine – unterstrichen. Gleichzeitig nimmt auch ausserhalb aktiver Konfliktzonen die Zahl unerlaubter Drohnenüberflüge, beispielsweise über kritische Infrastrukturen, zu.

Unter Einbezug von Industrie und Akademie will die Taskforce Drohnen die Sicherheitsrelevante Technologie- und Industrie-Basis (STIB) stärken, Fähigkeiten im Bereich der (Angriffs-) Drohnen und deren Produktion aufbauen und so einen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit zu leisten. Ein besonderes Augenmerk der Taskforce Drohnen liegt auf einer möglichst autarken Umsetzung in der Schweiz, um Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten zu reduzieren.

Im Zentrum stehen kleine und mittelgrosse Drohnen. Die Taskforce soll bis einschliesslich 2027 als permanentes Testbed fungieren. Beschaffungen von sogenannten Military Off-the-shelf (MOTS) Systemen ist im Kontext der Taskforce Drohnen nicht vorgesehen.

Ziele

Mit Schweizer Drohnen die Verteidigungsfähigkeit stärken, indem ...

  • ... die Schweizer Armee für Versuche Drohnen erhält, um damit den Fähigkeitsaufbau zu beschleunigen.
  • ... Drohnen möglichst in der Schweiz entwickelt und hergestellt werden, um Abhängigkeiten zu reduzieren.

Fähigkeitsbereiche

Die Aktivitäten der Taskforce Drohnen unterteilen sich in zwei Fähigkeitsbereiche:

  • Wirkung gegen Bodenziele
  • Wirkung gegen Luftziele (Drohnenabwehr mit Drohnen)

Zusätzlich werden Mehrzweck-Drohnen, Trägerplattformen und Schwarmanwendungen betrachtet.
Die unterschiedlichen Anwendungen werden über verschiedene Distanzen bis zu 300 km+ untersucht.

Wirkung gegen Bodenziele

Angriffsdrohne

Zivile, kommerziell erhältliche Produkte mit Wirkmitteln erweitern, um diese über kürzere Distanzen (bis 15 km) transportieren oder abwerfen zu können. Der Fokus liegt auf Improvisieren und Innovieren und nicht der Produktentwicklung.

Trägerplattform

Auf der Basis bestehender Drohnenplattformen werden Trägerplattformen entwickelt. Diese können unter anderem Angriffsdrohnen oder andere Nutzlasten über grössere Distanzen (300km+) in die Nähe eines Zielgebietes und dort zum Einsatz bringen.

Wirkung gegen Luftziele

Drohnenabwehr

Schweizer Partner stellen Drohnen zur Abwehr von kleinen Drohnen her (Counter-Unmanned aerial vehicle, C-UAV). Diese wehren – ausgestattet mit oder ohne zusätzlichem Wirkmittel – anfliegende feindliche Drohnen auf kurze Distanz ab.

Weitere

Mehrzweck-Drohne

Stark spezialisierte Schweizer Firmen kreieren gemeinsam eine kleine Drohne, welche durch ihre geringen Abmessungen mitgeführt und für verschiedene Aufgaben im unmittelbaren militärischen Umfeld eingesetzt werden kann.

Swarming

Die starke technologische Basis der Schweizer Akademie nutzen, um neue technologische Ansätze für Schwarmverhalten zu untersuchen und verschiedene Einsätze solcher Drohnenschwärme zu testen.

Kurzreportage - Einblick in die Taskforce Drohnen

Mitglieder der Taskforce

Die Taskforce Drohnen ist ein ämterübergreifendes Projekt des VBS mit Mitwirkung weiterer Departemente.
An den Arbeiten primär beteiligt sind:

  • Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS
    • Bundesamt für Rüstung armasuisse: alle Kompetenzbereiche
    • Schweizer Armee: Kommando Operationen (insbesondere Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik Verteidigung), Armeestab, Kommando Ausbildung, Kommando Cyber, Logistikbasis der Armee LBA
    • Staatssekretariat für Sicherheitspolitik SEPOS
  • Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF
    • Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Medienberichte

Downloads

weitere Videos

Kontakt

Fragen können eingereicht werden unter: taskforce.drohnen@ar.admin.ch