Zentrum Energie für Verteidigung und Sicherheit ZEVS
Das Zentrum Energie für Verteidigung und Sicherheit (ZEVS) des Eidgenössischen Departements für Verteidigung und Sport (VBS) ist der kompetente Ansprechpartner für die Schweizer Armee und weitere Stellen in Fragen der Energieversorgung und
-technologie im Sicherheitsumfeld.

Über uns
Als Teil des Kompetenzbereichs Wissenschaft und Technologie (W+T) konzentriert sich das ZEVS auf Innovation und den Transfer neuer Technologien in das militärische und sicherheitsrelevante Umfeld. Zudem bearbeitet es praxisrelevante Forschungsthemen gemeinsam mit Forschungspartnern.
Das Zentrum bearbeitet aktuell vier prioritäre Schwerpunkte. Diese leiten sich aus übergeordneten Vorgaben ab, darunter die Rüstungspolitik des Bundesrates, Grundlagen zur Fähigkeitsentwicklung der Armee, sowie nationale politische Vorgaben wie die Energiestrategie 2050 und das Klima- und Innovationsgesetz.
Handlungsfelder und Ziele
Autonomiefähigkeit von Arealen sicherstellen
Das ZEVS befähigt Partner wie die Armee, die Autonomiefähigkeit ihrer Areale gezielt zu stärken. Es berät bei der Auswahl und Umsetzung technologischer Lösungen wie Inselnetze, Energiespeicher und dezentrale Energieerzeugung.
In Forschungsprojekten mit akademischen Partnern analysiert das Zentrum die Energieversorgung von Militärstandorten, bewertet innovative Technologien und schafft eine fundierte Entscheidungsbasis für resiliente und robuste Energiesysteme. Die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Ansätze lassen sich auch auf zivile Infrastrukturen übertragen.
Resiliente Treibstoffversorgung SAF
Das ZEVS baut gezielt Kompetenzen auf, um Lösungen zur Absicherung der Kraftstoffversorgung der Armee zu entwickeln und fundiert zu beurteilen. Ein zentraler Ansatz sind synthetische und biogene Treibstoffe (auch bekannt als Sustainable Aviation Fuel, SAF), die aus regional verfügbaren Energiequellen hergestellt werden können, beispielsweise durch die Synthese von Flugtreibstoff aus lokal erzeugtem Strom und CO2.
Da solche Lösungen nur in Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung umgesetzt werden können, arbeitet das ZEVS eng mit Partnern zusammen. Es erarbeitet die notwendigen fachlichen Grundlagen, um Technologien und Kooperationen strategisch richtig auszurichten und Entscheidungen fundiert treffen zu können.
Mobile Stromversorgung
Das ZEVS stellt sicher, dass neue Anwendungen im Feld jederzeit mit Energie versorgt werden können. Kommunikation, Sensorik, Drohnen und KI benötigen Strom, der auch fernab stationärer Infrastruktur und unter schwierigen Einsatzbedingungen zuverlässig bereitsteht.
Das Zentrum identifiziert dafür robuste Lösungen und integriert diese konsequent in die militärische Gesamtplanung sowie in konkrete Beschaffungsvorhaben.

Gesamtsicht Energiesystem schaffen
Das ZEVS macht die Wechselwirkungen zwischen militärischem und zivilem Energiesystem sichtbar und leitet daraus konkrete Technologielösungen für die Armee ab. Dabei klärt es zentrale Zukunftsfragen, etwa welche Rolle Wasserstoff in der Mobilität und als Energiespeicher einnehmen kann, und entwickelt darauf abgestimmte Lösungsvorschläge.
Nächste Schritte / Projekte
Im Jahr 2026 richtet das ZEVS seinen Fokus gezielt auf das Thema Autonomie von Arealen und den Aufbau von Fähigkeiten im Bereich alternativer Kraftstoffe. Es entwickelt praxisnahe Strategien und baut das notwendige Wissen systematisch auf, damit Lösungen unter realen Einsatzbedingungen umgesetzt werden können.
Geplante Feldversuche ermöglichen es, die Anforderungen der Armee gezielt zu testen, Erkenntnisse direkt in die Weiterentwicklung einfliessen zu lassen und Lösungen kontinuierlich zu optimieren.
Das ZEVS wirkt im Jahr 2026 zudem an den Arbeiten der Europäischen Verteidigungsagentur EVA, u.a. im Bereich der sogenannten Capability Technology groups (CapTech) mit. So können internationale Erfahrungen direkt auch für die Schweiz nutzbar gemacht werden.
Team
Der Fachbereich befindet sich derzeit im Aufbau und besteht aus einem kleinen engagierten Team.
Die Aufgaben realisiert das ZEVS in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von armasuisse, aus den Bereichen W+T, Immobilien und Beschaffung, sowie mit einem Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Industriepartnern. So werden wissenschaftliche Expertise, technologische Kompetenz und praktische Erfahrung wirkungsvoll gebündelt.
