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Veröffentlicht am 19. Februar 2026

Zentrum Energie für Verteidigung und Sicherheit ZEVS

Das Zentrum Energie für Verteidigung und Sicherheit (ZEVS) des Eidgenössischen Departements für Verteidigung und Sport (VBS) ist der kompetente Ansprechpartner für die Schweizer Armee und weitere Stellen in Fragen der Energieversorgung und
-technologie im Sicherheitsumfeld.

Ein Schweizer Militärfahrzeug wird auf einem Areal elektrisch betankt – mit Photovoltaik auf dem Dach,  im Hintergrund sieht man Windturbinen und eine Sustainable-Fuel-Anlage

Über uns

Als Teil des Kompetenzbereichs Wissenschaft und Technologie (W+T) konzentriert sich das ZEVS auf Innovation und den Transfer neuer Technologien in das militärische und sicherheitsrelevante Umfeld. Zudem bearbeitet es praxisrelevante Forschungsthemen gemeinsam mit Forschungspartnern.

Das Zentrum bearbeitet aktuell vier prioritäre Schwerpunkte. Diese leiten sich aus übergeordneten Vorgaben ab, darunter die Rüstungspolitik des Bundesrates, Grundlagen zur Fähigkeitsentwicklung der Armee, sowie nationale politische Vorgaben wie die Energiestrategie 2050 und das Klima- und Innovationsgesetz.

Handlungsfelder und Ziele

Autonomiefähigkeit von Arealen sicherstellen

Das ZEVS befähigt Partner wie die Armee, die Autonomiefähigkeit ihrer Areale gezielt zu stärken. Es berät bei der Auswahl und Umsetzung technologischer Lösungen wie Inselnetze, Energiespeicher und dezentrale Energieerzeugung.
In Forschungsprojekten mit akademischen Partnern analysiert das Zentrum die Energieversorgung von Militärstandorten, bewertet innovative Technologien und schafft eine fundierte Entscheidungsbasis für resiliente und robuste Energiesysteme. Die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Ansätze lassen sich auch auf zivile Infrastrukturen übertragen.

Resiliente Treibstoffversorgung SAF

Das ZEVS baut gezielt Kompetenzen auf, um Lösungen zur Absicherung der Kraftstoffversorgung der Armee zu entwickeln und fundiert zu beurteilen. Ein zentraler Ansatz sind synthetische und biogene Treibstoffe (auch bekannt als Sustainable Aviation Fuel, SAF), die aus regional verfügbaren Energiequellen hergestellt werden können, beispielsweise durch die Synthese von Flugtreibstoff aus lokal erzeugtem Strom und CO2.

Da solche Lösungen nur in Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung umgesetzt werden können, arbeitet das ZEVS eng mit Partnern zusammen. Es erarbeitet die notwendigen fachlichen Grundlagen, um Technologien und Kooperationen strategisch richtig auszurichten und Entscheidungen fundiert treffen zu können.

Mobile Stromversorgung

Das ZEVS stellt sicher, dass neue Anwendungen im Feld jederzeit mit Energie versorgt werden können. Kommunikation, Sensorik, Drohnen und KI benötigen Strom, der auch fernab stationärer Infrastruktur und unter schwierigen Einsatzbedingungen zuverlässig bereitsteht.
Das Zentrum identifiziert dafür robuste Lösungen und integriert diese konsequent in die militärische Gesamtplanung sowie in konkrete Beschaffungsvorhaben.

Mobile Brennstoffzelle und militärisches Kommunikationsmodul mit Antennen auf einer Wiese; im Vordergrund eine Drohne, im Hintergrund ein Gebäude mit Solarpanels in alpiner Umgebung.

Gesamtsicht Energiesystem schaffen

Das ZEVS macht die Wechselwirkungen zwischen militärischem und zivilem Energiesystem sichtbar und leitet daraus konkrete Technologielösungen für die Armee ab. Dabei klärt es zentrale Zukunftsfragen, etwa welche Rolle Wasserstoff in der Mobilität und als Energiespeicher einnehmen kann, und entwickelt darauf abgestimmte Lösungsvorschläge.

Nächste Schritte / Projekte

Im Jahr 2026 richtet das ZEVS seinen Fokus gezielt auf das Thema Autonomie von Arealen und den Aufbau von Fähigkeiten im Bereich alternativer Kraftstoffe. Es entwickelt praxisnahe Strategien und baut das notwendige Wissen systematisch auf, damit Lösungen unter realen Einsatzbedingungen umgesetzt werden können.

Geplante Feldversuche ermöglichen es, die Anforderungen der Armee gezielt zu testen, Erkenntnisse direkt in die Weiterentwicklung einfliessen zu lassen und Lösungen kontinuierlich zu optimieren.

Das ZEVS wirkt im Jahr 2026 zudem an den Arbeiten der Europäischen Verteidigungsagentur EVA, u.a. im Bereich der sogenannten Capability Technology groups (CapTech) mit. So können internationale Erfahrungen direkt auch für die Schweiz nutzbar gemacht werden.

Team

Der Fachbereich befindet sich derzeit im Aufbau und besteht aus einem kleinen engagierten Team.
Die Aufgaben realisiert das ZEVS in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von armasuisse, aus den Bereichen W+T, Immobilien und Beschaffung, sowie mit einem Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Industriepartnern. So werden wissenschaftliche Expertise, technologische Kompetenz und praktische Erfahrung wirkungsvoll gebündelt.

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