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MitteilungVeröffentlicht am 13. Mai 2026

Job Rotation: Neue Perspektiven und stärkere Zusammenarbeit

Sebastian Vögele vom Fachbereich Systemtechnik in Bern arbeitete im Rahmen einer Job Rotation von Februar bis April 2026 im Fachbereich Künstliche Intelligenz & Simulations-Zentrum (KISI) in Thun, beide angesiedelt bei armasuisse Wissenschaft und Technologie. Im Interview berichtet er von seiner Arbeit und dem Nutzen dieser Entwicklungsmassnahme.

Interview mit Sebastian Vögele, Fachbereich Systemtechnik, geführt durch Anela Ziko, Stab, armasuisse Wissenschaft und Technologie

Gruppenbild von Sebastian Vögele, Adrian Schneider und Norina Michel vor einem Bildschirm

Was hat dich bewegt, eine Job Rotation zu absolvieren?

Ich bevorzuge es, anhand konkreter Anwendungsfälle aus dem Arbeitsalltag zu lernen. Deshalb haben mein Vorgesetzter, Gregor von Rotz, und ich beim Entwicklungsgespräch (MEG) die Angebote für Lernen «on the job» und insbesondere die Job Rotation ins Auge gefasst. Da meine angestammte Arbeit im Fachbereich Systemtechnik einige fachliche Berührungspunkte mit den Forschungsthemen des KISIs hat, haben wir den Fachbereichsleiter, Michael Rüegsegger, für die Job Rotation angefragt. Glücklicherweise waren sie seitens KISI von dieser Idee ebenfalls angetan. So kam der Stein, beziehungsweise die Job Rotation, ins Rollen.

Was waren deine Aufgaben während der Job Rotation?

Im Rahmen der Projekte der virtuellen und konstruktiven Simulationsplattform (VSP & KSP) überprüft das KISI, welche Möglichkeiten einer vernetzten Simulationsumgebung bestehen. Innerhalb dieser vernetzten Umgebung können die unterschiedlichen Simulatoren der Schweizer Armee zusammengeschlossen und teilweise dadurch abgelöst werden.
Ich habe an einem Anwendungsfall gearbeitet, bei welchem die zukünftige Luftverteidigung der Schweiz simuliert werden soll. Dabei ging es darum, die Simulationen zu verfeinern, aber auch die Einschränkungen und den weiteren Verbesserungsbedarf aufzuzeigen.

Eine Person zeig etwas auf einem Bildschirm mit einer Karte.

Welchen Mehrwert bietet die Job Rotation?

Die Job Rotation bot mir einen interessanten und gewinnbringenden Einblick in ein neues Themengebiet. Ähnlich wie bei einem Hochschulpraktikum konnte ich mich relativ unverbindlich und für eine klar begrenzte Zeit mit neuen Aufgaben befassen.
Weiter konnte ich das KISI besser kennenlernen und zu einem stärkeren Austausch zwischen den beiden Fachbereichen beitragen. Insbesondere in Bezug auf die potenzielle Überführung der Forschungsprojekte in Beschaffungen ist dieser Austausch von beidseitigem Interesse.
Für den «Gastgeber-Bereich» bietet die Job Rotation auch eine Gelegenheit, eine neue Perspektive auf ihre Themen zu erhalten.

Was braucht es für eine erfolgreiche Job Rotation?

Neben der Motivation, sich in ein neues Gebiet einzuarbeiten, braucht es vor allem eine solide Planung. Der angestammte Bereich muss für die Dauer der Job Rotation mit einer Arbeitskraft weniger auskommen und die Arbeit entsprechend planen. Der Gastgeber-Bereich muss die Aufgaben für die Job Rotation vorbereiten, dem oder der Rotierenden eine Einführung in die Arbeit geben und während dem Austausch auch unterstützen. Bei mir war dies Adrian Schneider. Er hat sich Zeit genommen und mich sowohl ins Projekt als auch in die Arbeitsweisen des KISI eingeführt.
Ist das gegeben, kann die Job Rotation mit minimalem administrativem Aufwand sehr pragmatisch durchgeführt werden. Für mich hat sich die Job Rotation gelohnt und ich würde dies wieder machen!

Sebastian entwickelte in wenigen Wochen eine grossflächige Simulation für die bodengestützte Luftverteidigung. Die Job Rotation ist ein Erfolg. Am liebsten möchten wir Sebastian gleich behalten.
Andrian Schneider,
Wissenschaftlicher Projektleiter / Stv. Leiter Fachbereich KI und Simulations-Zentrum
Es ist toll zu sehen, dass in dieser doch kurzen Zeit etwas von grossem und nachhaltigem Wert entstanden ist und es für alle einen Gewinn brachte. Die Job Rotation strahlt auch auf die beiden Bereiche aus und brachte sie näher zusammen. Und nein, Sebastian geben wir nicht ab, aber die Zusammenarbeit wird sicher bleiben.
Gregor von Rotz,
Leiter Fachbereich Systemtechnik

Was ist eine Job Rotation?

Mitarbeitende übernehmen bei einer Job Rotation für eine begrenzte Zeit (i. d. R. 3 -12 Monate) eine andere Stelle, um einen Einblick in den Tätigkeitsbereich dieser Funktion zu erhalten. Eine Job Rotation kann ein gegenseitiger Tausch von zwei Personen oder lediglich einseitig sein.