Bundesrat Martin Pfister besucht armasuisse in Thun
Am 16. Mai 2025 besuchte Bundesrat Martin Pfister zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt am 1. April 2025 das Bundesamt für Rüstung armasuisse im General Herzog Haus in Thun. Vor Ort tauschte sich der Chef VBS mit der Unternehmensleitung armasuisse zu aktuellen Themen und Herausforderungen aus. Weiter erhielt Bundesrat Pfister von den Mitarbeitenden des Kompetenzbereichs Wissenschaft und Technologie vielfältige Einblicke in ihre Tätigkeiten und deren Beitrag für die Sicherheit der Schweiz.
Anela Ziko, Stab W+T, armasuisse Wissenschaft und Technologie

Seit dem 1. April 2025 ist Martin Pfister neu gewählter Bundesrat sowie Amtsvorsteher des grössten Departements, dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS. Es ist nicht nur das grösste Departement, sondern auch eines, das in der aktuell von Unruhen und Unsicherheiten geprägten Zeit besonders gefordert ist. Trotz eng getaktetem Zeitplan nimmt sich Bundesrat Pfister Zeit, die Mitarbeitenden der einzelnen VBS-Ämter und ihre Tätigkeiten besser und persönlich kennen zu lernen. Am 16. Mai 2025 stand der Besuch beim Bundesamt für Rüstung armasuisse auf seinem Programm.
Rundumblick auf armasuisse
Empfangen wurde der Chef VBS vom Rüstungschef, Dr. Urs Loher, in der Nähe des Waffenplatzes in Thun, am Hauptstandort des Kompetenzbereichs armasuisse Wissenschaft und Technologie. Hier zeigten ihm die Mitglieder der Unternehmensleitung von armasuisse, welche Themen gegenwärtig im Vordergrund stehen sowie vor welchen Herausforderungen das Amt steht. Ein wichtiges Thema ist die neue rüstungspolitische Strategie, die in Erarbeitung ist. Diese ist wegweisend für die zukünftige Zusammenarbeit der armasuisse mit ihren Partnern im sicherheitspolitischen Umfeld. Weitere Themen sind unter anderem Offset, Forschung und Innovation sowie das Immobilienportfolio VBS. Konkret wurde Bundesrat Pfister auch ein Einblick in das Projekt Aufklärungsdrohnensystems ADS 15 gegeben. Der Projektleiter demonstrierte und erklärte ihm vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau das Drohnensystem bei einem Live-Überflug in Thun.
Einsparungen in Millionenhöhe durch Munitionsüberwachung
Der Standort Thun als Arbeitsstätte von armasuisse Wissenschaft und Technologie kommt nicht von ungefähr. Vor über 30 Jahren wurde hier die Vorgängerorganisation als Mess- und Prüfstelle geschaffen. Der Auftrag: Systeme und deren Wirkweisen zu prüfen und dadurch die Sicherheit zu gewährleisten. Auch heute noch testen und beurteilen unsere Expertinnen und Experten tagtäglich, wie effektiv Schutzmittel gegen ballistische und detonische Mittel wirken oder ob Waffensysteme und Munition noch einsatzfähig sind. Hiervon konnte sich Bundesrat Pfister selbst überzeugen. Unter der Führung von Dr. Patrick Folly, Leiter Explosivstoffe und Munitionsüberwachung, zeigten die Munitionsspezialisten auf, wie armasuisse Wissenschaft und Technologie dank jahrzehntelanger Expertise und gezielter Munitionsüberwachung die Lebensdauer von Munition über die Herstellergarantie hinaus verlängern. Dies führt zu jährlichen Einsparungen von über 150 Millionen Schweizer Franken. Zugleich leisten diese Arbeiten einen Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee.
Gegenwart trifft auf Zukunft: Drohnen und Robotik
Nebst dem Testing sind die Bereiche Forschung und Innovation wesentliche Pfeiler von armasuisse Wissenschaft und Technologie. Einen kleinen Einblick in diese Tätigkeiten, inklusive Demonstrationen diverser Roboter, erhielt der Chef VBS vom Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrum SDRZ. Dieses unterstützt die Schweizer Armee und weitere Behörden im Umgang mit der Robotik im Sicherheitsumfeld. Dr. Mark Höpflinger, Leiter des SDRZ, hielt fest, dass wir am Anfang einer grossen technologischen Revolution stehen, die primär getrieben wird durch Künstliche Intelligenz und Robotik und sowohl zivil wie auch militärisch sehr disruptiv sein wird.
Hier knüpfte Kai Holtmann an, Managing Director der Taskforce Drohnen (TFD). Drohnen sind nicht mehr aus modernen Konflikten wegzudenken. Die Taskforce Drohnen zielt darauf ab, dass die Schweizer Armee rasch Drohnen und zusätzliches Drohnen-Knowhow erhält. Als weiteres Ziel sollen Drohnen möglichst in der Schweiz hergestellt und Abhängigkeiten zu internationalen Lieferketten minimiert werden.
Für die Sicherheit der Schweiz!
Bei seinem Rundgang erhielt Bundesrat Pfister Einblicke in die vielfältigen Aufgaben von armasuisse Wissenschaft und Technoligie als Technologiezentrum des VBS. Dabei lernte er die aktuellen sowie zukünftigen Themenfelder und Herausforderungen kennen. So konnte er sich direkt vor Ort persönlich davon überzeugen, welchen Beitrag armasuisse für die Sicherheit der Schweiz leistet.
Wir danken dem Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, für seinen Besuch und die damit verbundene Wertschätzung der Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von armasuisse.




