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MitteilungVeröffentlicht am 12. Dezember 2024

Übergabe des unterzeichneten HEDI-Beitrittsdokuments an die EVA

An seiner Sitzung vom 27. November 2024 beschloss der Bundesrat die Teilnahme der Schweiz am Hub for European Defence Innovation (HEDI). Am 12. Dezember 2024 konnte das unterzeichnete HEDI-Beitrittsdokument durch den stellvertretenden Missionschef der Schweiz bei der EU, Alexander Renggli, in Brüssel der Europäischen Verteidigungsagentur übergeben werden. Die Teilnahme am HEDI eröffnet insbesondere dem Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie (W+T) von armasuisse die Chance, gemeinsam mit internationalen Partnern an Verteidigungsinnovationen mitzuwirken.

Moana Häfeli, Stab, Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie

Alexander Renggli (links), stellvertretenden Missionschef der Schweiz bei der EU, mit Jiří Šedivý (rechts), EDA Chief Executive, bei der Übergabe der unterzeichneten HEDI-Beitrittsdokumente

In Kürze

Der Bundesratsbeschluss zur Teilnahme der Schweiz am Hub for European Defence Innovation (HEDI) bildet die Grundlage, um den Informationsaustausch zwischen Expertinnen und Experten für Verteidigungsinnovation zu fördern und die Sicherheit der Schweiz zukunftsorientiert zu stärken. Die Teilnahme erleichtert den Zugang zu internationalen Kooperationen und ermöglicht insbesondere auch Steigerung der Sichtbarkeit von Schweizer Innovationen auf der internationalen Bühne.

Der Hub for European Defence Innovation (HEDI) wurde am 12. Mai 2022 von der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) ins Leben gerufen. Die EVA, gegründet im Jahr 2004 durch den Beschluss des Rates der Europäischen Union (EU), befasst sich vor allem mit der Förderung und Verbesserung der europäischen Rüstungszusammenarbeit. Sie dient ihren Mitgliedsstaaten als Kooperationsplattform und bietet ihnen eine gemeinsame Fähigkeitsentwicklung sowie Rüstungs-, Forschungs- und Ausbildungsvorhaben.

Der HEDI ist eine direkte Reaktion auf das Bedürfnis, die gemeinsame Entwicklung innovativer Lösungen für militärische Fähigkeiten zu fördern. HEDI soll in Anbetracht dessen dazu dienen, die bestehenden Innovationsaktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den HEDI-Mitgliedstaaten zu intensivieren und neue Aktivitäten zu initiieren.

Chancen und Möglichkeiten für die Schweiz

Durch den Beitritt ist die Schweiz berechtigt, an den verschiedenen Aktivitäten und Initiativen des HEDI teilzunehmen. Zum einen steht dabei der Informationsaustausch zwischen internationalen Expertinnen und Experten für Verteidigungsinnovation und somit der Wissenstransfer im Vordergrund. Zum anderen eröffnet dies für die Schweizer Industrie und Wissenschaft die Möglichkeit, sich an internationalen Kooperationen, Forschungsprojekten sowie Innovationsaktivitäten zu beteiligen.

Rolle von armasuisse W+T

Insbesondere für armasuisse W+T stellt der Beitritt zum HEDI und der Austausch innerhalb davon eine grosse Chance dar. So können künftig Aktivitäten im Rahmen der Innovationsräume VBS mit Innovationsaktivitäten des HEDI verknüpft werden. Ebenso ermöglicht die Teilnahme am HEDI einen regen Austausch auf methodischer Ebene, etwa bezüglich der ganzheitlichen Bewertung des Reifegrades einer Lösung. Dies alles mit dem Ziel, die daraus gewonnenen Erkenntnisse direkt in die Innovationstätigkeiten der Schweizer Armee einfliessen zu lassen.

Die Teilnahme am HEDI ermöglicht Vertreterinnen und Vertretern anderer Mitgliedstaaten auch einen Besuch an armasuisse W+T Aktivitäten wie beispielsweise dem Fachsymposium «Scout 25 – moderne Gefechtsfeldaufklärung und Gegenmassnahmen». Zusätzlich dazu kann armasuisse W+T einen wertvollen Beitrag zu Gunsten des HEDI und dessen Aktivitäten leisten, indem Test-Infrastrukturen oder ihre umfassende Expertise im Bereich der Verteidigungstechnologien zur Verfügung gestellt werden.

Weiterführende Informationen