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Veröffentlicht am 13. Juli 2026

Auftrag und Einordung der Taskforce Drohnen

Die Taskforce Drohnen wurde 2024 ins Leben gerufen, um auf die rasch wachsende Bedeutung von Drohnen in modernen Konflikten zu reagieren und den Fähigkeitsaufbau der Schweizer Armee in diesem Bereich zu beschleunigen. Im Rahmen der Taskforce sollen Drohnen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen erprobt, bewertet und weiterentwickelt werden. Ziel ist es, rasch belastbare Erkenntnisse zu gewinnen und die Entwicklung militärischer Fähigkeiten in enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Technologie- und Industriebasis (STIB) voranzutreiben.

Die Taskforce bringt dafür militärische und zivile Akteure zusammen und schafft eine Plattform, auf der Armee, Industrie und Forschung gemeinsam Lösungen entwickeln und testen können. Dies als Beitrag des Bundes zur Entstehung eines Schweizerischen Drohnenökosystems, um flexibel auf künftige technologische Entwicklungen reagieren zu können. Dies soll langfristig zur Sicherheit der Schweiz beitragen.

Die Finanzierung der Taskforce erfolgt über PEB-Kredite (Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung). Das bedeutet, dass der Fokus auf Vorbereitung, Erprobung, Entwicklung liegt – mit dem Ziel, möglichst viele Erkenntnisse in den unterschiedlichen Anwendungsgebieten der Drohnen zu gewinnen. Allfällige Beschaffungen zur Ausrüstung der Armee erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt und im Rahmen der ordentlichen Rüstungsbeschaffungen. Eine Zusammenarbeit mit der Taskforce Drohnen und/oder Teilnahme an Erprobungen und Versuchen mit der Taskforce begründen keinen Anspruch auf eine spätere Beauftragung noch sind solche Unternehmen von der Teilnahme an zukünftigen Beschaffungsverfahren ausgeschlossen.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Reduktion kritischer Abhängigkeiten. Eine vollständige Unabhängigkeit der Schweiz in Bezug auf die Entwicklung und Fertigung militärischer Drohnen ist allerdings weder realistisch noch zielführend. Die Taskforce verfolgt vielmehr das Ziel, das Schweizer Drohnenökosystem gezielt zu stärken und stärker auf militärische Anwendungen auszurichten.

Die Taskforce Drohnen entspricht einem koordinierten, übergreifenden Massnahmen- und Analysevorhaben, welche bestehende Beschaffungswege nicht ersetzt, sondern gezielt ergänzt. Lösungen werden insbesondere dann weiterverfolgt und unterstützt, wenn sie zur Entwicklung von Know-how, zum Ausbau industrieller Fähigkeiten sowie zur Schaffung von Produktionskapazitäten in der Schweiz beitragen und damit die Grundlage schaffen, um die Resilienz im Krisenfall erhöhen zu können. Reine Importlösungen ohne entsprechende Perspektive leisten hierzu in der Regel keinen ausreichenden Beitrag.

Die Taskforce fungiert nicht als allgemeines Förderinstrument, sondern als militärisch ausgerichtetes Entwicklungswerkzeug. Projekte werden nur dann weitergeführt, wenn sie einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung der militärischen Fähigkeiten der Schweiz leisten und den Anforderungen des Projekts entsprechen. Finanzielle Mittel werden ausschliesslich im Rahmen der geltenden Beschaffungsrichtlinien vergeben und sind stets an verbindliche Leistungen der Partner zugunsten von armasuisse, der Armee und der Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit gekoppelt.

Für Projektvorschläge oder Anfragen, die nicht in den Aufgabenbereich der Taskforce Drohnen fallen, finden Sie unter folgenden Links weiterführende Informationen: