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Veröffentlicht am 22. September 2023

Erfahrung, persönliche Ebene und Gesprächskultur als wesentliche Erfolgsfaktoren

Michael Hess schildert im Interview seine Erfahrungen mit dem Case Management aus Sicht eines Teamleiters.

Michael Hess, Teamleiter Kommerz F-Systeme, Kommerz Führungs- und Aufklärungssysteme, und Brigitte Utiger, Personalleiterin armasuisse Kompetenzbereich Landsysteme und Case Managerin

Porträt von Michael Hess

Wann hattest du den ersten Kontakt mit dem Case Management und wie kam dieser zustande?

Der erste Kontakt fand statt kurz nachdem ich meine Funktion als Teamleiter Kommerz Führungssysteme im Fachbereich Kommerz Führungs- und Aufklärungssysteme übernommen habe. Vor meiner Aktivität in diesem Case gab es bereits ein Gespräch mit dem Mitarbeitenden und dem Leiter Fachbereich. Das erste Klärungsgespräch in meinem Beisein fand mit dem Mitarbeitenden und dem Case Management statt.

Wurde die Situation des Betroffenen richtig erfasst, soweit du beurteilen kannst?

Die Einschätzung der Situation des Betroffenen wurde aus meiner Sicht absolut richtig erfasst. Sicher spielte dabei die Erfahrung der Case Managerin, die persönliche Ebene und die Gesprächskultur eine wesentliche Rolle. Ein für mich valables Vorgehen wurde besprochen und festgelegt.

Waren die Wiedereingliederungsmassnahmen, soweit möglich, auf die Bedürfnisse aller Beteiligten abgestimmt?

Die Reintegration war erfolgreich. Der Mitarbeitende arbeitet wieder in seinem Pensum und ist uns als wertvolles Teammitglied erhalten geblieben. Der Arbeitsbeginn ist den Umständen entsprechend rasch in einem Teilpensum wieder erfolgt. Das ärztliche Zeugnis der Arbeitsfähigkeit war bestimmend. Es wurde in Absprache mit dem Case Management und dem Mitarbeitenden ein mögliches Aufgabenportfolio definiert. Die auf die Situation angepassten Massnahmen wurden einvernehmlich vereinbart und waren für mich stimmig.

Konnte die Rückkehr an den Arbeitsplatz durch die Unterstützung des Case Managements professioneller gestaltet werden?

Ich hatte jederzeit hochwertige Unterstützung und einen kompetenten Ansprechpartner, um meine offenen Fragen zu klären. Der Blick zurück, die bereits bestehenden Aufgaben waren jeweils Voraussetzung für die Bestimmung der neuen zusätzlichen Aufgaben. Alle Schritte wurde mit der Genesungsentwicklung des Mitarbeitenden mit viel Feingefühl abgestimmt. Die Steigerung des Beschäftigungsgrades wurde jeweils zu Dritt besprochen.

War die Begleitung durch das Case Management für dich wertvoll und warum?

Da es mein erstes Case war, war ich extrem dankbar für den individuellen Support. Die regelmässigen Gespräche haben dies stark unterstützt. Zwischen den einzelnen Schritten hatten wir jeweils genügend Zeit den Alltag und Fortschritt zu beobachten. Mit einem Teilpensum hat zeitnah wieder ein Arbeitsbeginn stattgefunden. Es wurden immer zusammen angepasste und erforderliche Massnahmen definiert.

Was würdest du dir vom Case Management mehr wünschen?

Ich wünsche mir, dass das Niveau unseres Case Managements so weitergeführt wird und dass die individuelle Dienstleistung armasuisse intern – spezifisch auf den Einzelfall bezogen – erhalten bleibt.

Was ist der grösste Nutzen, den du aus dem Case Management gezogen hast?

Der Mitarbeitende und ich können bestärkt auf diesen gemeinsamen Prozess zurückschauen mit der Gewissheit, dass wir uns jederzeit auf fachlichen Support abstützen und verlassen können. Uns steht ein umfangreicher Erfahrungsschatz seitens Case Management zur Verfügung. Die vollständige Reintegration hat erfolgreich stattgefunden. Gefreut hat mich besonders, dass der Mitarbeiter als Mensch im Zentrum steht und ihm mit der nötigen Wertschätzung begegnet wird.

Kurzporträt

Michael Hess (42) verfügt über einen universitären Master in Business Administration. Er trat im Oktober 2007 als Projektkaufmann in die armasuisse ein. Seit Januar 2019 ist er Teamleiter Kommerz Führungssysteme.