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MitteilungVeröffentlicht am 27. März 2026

Rückblick zur Präsentation der Armeebotschaft 2026: Rüstungsprogramm

Am 23. März 2026 fiel der Startschuss für die diesjährige Präsentation der Armeebotschaft auf dem Waffenplatz in Thun. Vier Tage lang erhielten Vertreterinnen und Vertreter aus Armee, Industrie, Politik und Medien vertiefte Einblicke in das aktuelle Rüstungsprogramm. An Informationsständen präsentierten Projektleitende ihre Vorhaben anschaulich mithilfe von Modellen sowie interaktiven Programmen und gingen dabei auf die Fragen der Besucherinnen und Besucher ein.

Nina Schmid, Fachbereich Kommunikation, Strategischer Stab

Referate

Der Rüstungschef Urs Loher zeichnete ein klares Bild: Die Zeit in der Sicherheit als selbstverständlich galt, ist vorbei, die sicherheitspolitische Lage ist gekippt. Moderne Kriege werden durch industrielle Leistungskapazität, Tempo, finanzielle Mittel und Durchhaltevermögen entschieden. Während Europa massiv aufrüstet, droht die Schweiz im überhitzten Rüstungsmarkt zurückzufallen und gerät in eine Phase erhöhter Verwundbarkeit ab 2028. Gleichzeitig bestehen erhebliche Fähigkeitslücken in der Abwehr von Angriffen aus der Distanz. Aktuell können lediglich rund 8 % der Schweiz gegen Angriffe aus der Luft mit bodengestützten Mitteln geschützt werden. Sein Fazit: Nicht auf perfekte Planung warten, sondern rasch handeln, finanziellen Spielraum schaffen und pragmatisch beschaffen, sonst wird das Risiko in die Zukunft verschoben.

Brigadier Eric Steinhauser, Chef Armeeplanung, warnte vor der Gefahr hybrider Kriegsführung. Deshalb konzentriert sich das Rüstungsprogramm nicht nur auf die Luftraumabwehr, sondern auch auf elektronische Kriegsführung und den Ausbau entsprechender Infrastruktur. Nach der Vorstellung der einzelnen Beschaffungsvorhaben erläuterte er die Finanzierung: Der Bundesrat beantragt im Parlament Verpflichtungskredite von rund 3,4 Milliarden Schweizer Franken. Davon entfallen 2,4 Milliarden auf Rüstungsinvestitionen, 562 Millionen auf Immobilienprojekte. Zudem legte der Bundesrat einen Bundesbeschluss von 394 Millionen Franken zur Deckung der Mehrkosten im Zusammenhang mit der Beschaffung des neuen Kampfflugzeugs F-35A vor.

Vorhaben Rüstungsprogramm