Zum Hauptinhalt springen

MitteilungVeröffentlicht am 10. Oktober 2025

Hinter den Kulissen von MBAS: Projektleiter Oskar Hollenstein erzählt

Die Beschaffung des modularen Bekleidungs- und Ausrüstungssystems MBAS ist eine logistische, kommerzielle und technische Meisterleistung. Damit der Ablauf vom ersten Auftrag bis zur Übergabe an die Angehörigen der Armee reibungslos funktioniert, müssen zahlreiche Einzelteile und Komponenten exakt aufeinander abgestimmt sein. Oskar Hollenstein sorgt als Projektleiter IV dafür, dass genau das gelingt.

Fabio Winkelmann, Fachbereich Kommunikation, Strategischer Stab

Porträt Oskar Hollenstein

Oskar, du bist Projektleiter IV bei einem komplexen Vorhaben wie MBAS. Was bedeutet das konkret für deine tägliche Arbeit?

Für mich heisst das vor allem, den Überblick zu behalten und viele Fäden zusammenzuführen. MBAS umfasst nicht nur eine sehr grosse Anzahl an Teilen, sondern auch verschiedenste Bereiche: Technik, Kommerz, Qualitätsmanagement und natürlich die Logistik der armasuisse und der Logistikbasis der Armee (LBA). Das Projektteam sorgt dafür, dass alles Hand in Hand funktioniert. Denn der Warenfluss endet nicht an der Rampe der LBA, sondern erst wo die Ausrüstung den Soldateninnen und Soldaten übergeben wird.

Die Vielfalt der Lieferanten ist eine echte Herausforderung.

Was empfindest du als die grösste Herausforderung bei der MBAS-Beschaffung? Das Volumen, die Vielfalt der Teile oder die enge Zeitplanung?

Die Vielfalt unserer Lieferanten stellt eine echte Herausforderung dar. Viele stammen aus der Textil- oder Ausrüstungsbranche, doch ihre Vorstellungen von Qualität und Termintreue könnten unterschiedlicher kaum sein. Unsere Aufgabe ist es, diese verschiedenen Erwartungen in Einklang zu bringen und klare, verbindliche Standards durchzusetzen. Das braucht viel Kommunikation, viel Pragmatismus und vor allem Geduld.

Wie behältst du den Überblick über die vielen Einzelteile und die riesigen Mengen, die im Projekt bewegt werden?

Das funktioniert nur im Team. Im Bereich «Bekleidung & Ausrüstung» ist jedes Teammitglied – ebenso wie die Teilprojektleitenden – für einen oder mehrere Bereiche verantwortlich, sei es technisch, kommerziell oder in der Qualitätssicherung. So kann jeder sein spezielles Wissen einbringen, und wir tauschen uns ständig miteinander aus. Dabei helfen uns bewährte Projektmanagementmethoden, die wir genau auf unsere Bedürfnisse angepasst haben. Trotzdem bleibt es eine grosse Herausforderung, alle Abläufe gleichzeitig und gut abgestimmt zu halten.

Was war bisher der anspruchsvollste Moment im Projekt, und wie bist du damit umgegangen?

Einmal kam es kurzfristig zu einer Verzögerung bei wichtigen Lieferungen. Das hätte den ganzen Zeitplan durcheinandergebracht. Gemeinsam mit dem Team haben wir schnell Prioritäten neu gesetzt und alternative Lieferanten aktiviert. Diese Flexibilität und das Zusammenarbeiten haben uns geholfen, die Situation zu meistern. Solche Momente zeigen mir immer wieder, wie wichtig Teamgeist und Kreativität sind.

Innovation war bei MBAS nicht die Hauptanforderung – es ging vielmehr um Zuverlässigkeit und Funktionalität.

Welches Layer des Bekleidungssystem zeigt für dich besonders gut, wie durchdacht das MBAS-Konzept ist und warum?

Innovation war bei MBAS nicht die Hauptanforderung. Es ging vielmehr um Zuverlässigkeit und Funktionalität. Trotzdem schätze ich persönlich die Regenschutzbekleidung. Der Stoff und die Herstellung bilden zusammen ein technisch hochwertiges Produkt, sowohl für den Lieferanten als auch für uns. Sie ist robust, vielseitig und genau auf die Bedürfnisse im Einsatz zugeschnitten.

Wenn du einem neuen Teammitglied den MBAS-Beschaffungsprozess in 30 Sekunden erklären müsstest, was würdest du sagen?

Wir arbeiten mit bewährten Projektmethoden, die wir laufend anpassen. Tailoring nennt man das. Struktur, klare Kommunikation und Abstimmung sind entscheidend.

Gibt es eine Fähigkeit oder ein Hobby aus deinem Privatleben, das dir im Berufsalltag immer wieder hilft?

Ich jogge gern. Montags und Mittwochs treffen wir uns mit ein paar Kolleginnen und Kollegen in der Mittagspause zum Joggen. Das tut nicht nur meinem Körper gut, sondern gibt auch dem Kopf neuen Raum und stärkt das Teamgefühl auf eine ganz andere Art.

Was würdest du uns bei einem Rundgang durch deinen typischen Arbeitstag zeigen?

Unsere neugestaltete Homebase im ersten Stock. Offene Räume, moderne Arbeitsplätze: Eine Atmosphäre, die Kreativität und Zusammenarbeit fördert.