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MitteilungVeröffentlicht am 2. September 2026

Neuchlen-Anschwilen: Zusätzliche Unterkunftskapazitäten dank Modulbau

Standardisierung | Mit der Modulanlage in Neuchlen-Anschwilen hat armasuisse Immobilien innert kurzer Zeit zusätzliche Unterkunftskapazitäten für die Armee geschaffen. Das Projekt zeigt, wie standardisierte und modulare Bauweisen dazu beitragen können, dringende Infrastrukturbedürfnisse rasch und flexibel umzusetzen.

Auf dem Kasernenareal Neuchlen-Anschwilen auf dem Waffenplatz Herisau-Gossau entstand eine dreigeschossige Modulanlage mit Platz für 180 Angehörige der Armee. Sie wurde realisiert, um Belegungsspitzen während der Winterrekrutenschulen aufzufangen. Von der Planung bis zur Inbetriebnahme verging rund ein Jahr.

Standardisierte Lösungen für wiederkehrende Bedürfnisse

Die Anlage basiert auf einem modularen Konzept mit vorgefertigten Bauelementen. Dadurch konnten Planung, Ausschreibung und Realisierung beschleunigt werden. Gleichzeitig erfüllt die Unterkunft die Anforderungen der Armee an Funktionalität, Sicherheit und Komfort. Die 30 Sechserzimmer werden durch Sanitäranlagen, Materialräume und weitere Betriebsinfrastrukturen ergänzt. Dank der modularen Bauweise können einzelne Bereiche flexibel genutzt und an veränderte Anforderungen angepasst werden. Vier Zimmer im Erdgeschoss können mittels demontierbarer Modulwände bei Bedarf von Unterkünften in Theorieräume umgewandelt werden.

Erfahrungen für zukünftige Projekte nutzen

Modulanlagen eignen sich insbesondere dort, wo kurzfristig zusätzlicher Raum benötigt wird oder der Bedarf zeitlich begrenzt ist. Die Anlage in Neuchlen-Anschwilen wurde für eine Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren konzipiert und kann anschliessend an einem anderen Standort weiterverwendet werden. Semi-modulare Bauten bieten damit eine flexible und wirtschaftliche Möglichkeit, temporäre Kapazitätsengpässe zu überbrücken, ohne langfristige Infrastruktur zu schaffen.

Die Erfahrungen aus dem Projekt fliessen bereits in weitere Vorhaben ein. Auch für andere Waffenplätze werden modulare Lösungen geprüft, darunter der Standort Chamblon. Dabei wird das entwickelte Konzept weitergeführt und hinsichtlich der Energieeffizienz optimiert, sodass die modulare Bauweise künftig den Minergie-Standard erfüllt. Standardisierte und modulare Bauweisen ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen, wiederkehrende Infrastrukturbedürfnisse der Armee wirtschaftlich, flexibel und mit hoher Planungssicherheit zu erfüllen.