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MitteilungVeröffentlicht am 15. Oktober 2025

Die neue Generation standardisierter Munitionsmagazine

Standardisierung | Die Armee benötigt sichere Infrastrukturen für die Lagerung von Munition. Mit dem Munitionsmagazin Cuira entwickelt armasuisse Immobilien einen standardisierten Bautyp, der den schrittweisen Ersatz älterer Munitionslager ermöglicht.

Munitionsmagazin

Viele Munitionslager auf Waffen- und Schiessplätzen stammen aus früheren Jahrzehnten. Das Munitionsmagazin Cuira wurde entwickelt, um diese Anlagen nach und nach zu ersetzen. Ziel ist eine Infrastruktur, die verschiedene Munitionsarten sicher lagern kann und sich an die Bedürfnisse des jeweiligen Standorts anpassen lässt.

Der standardisierte und modulare Aufbau schafft dafür die Basis. Bewährte Planungsprinzipien müssen nicht für jedes Projekt neu entwickelt werden. Gleichzeitig bleibt genügend Spielraum, um Gelände, Nutzung und betriebliche Anforderungen vor Ort zu berücksichtigen.

Versuche schaffen zusätzliche Sicherheit

Seit 2017 wird ein Prototyp in Chur-Haldenstein für die Lagerung von Munition und Explosivstoffen genutzt. Um die Sicherheit des Bautyps weiter zu prüfen, führte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gemeinsam mit internationalen Partnern umfangreiche Sprengversuche durch.

Die Versuche lieferten wichtige Erkenntnisse zur Ausbreitung von Trümmern, zur Übertragung von Explosionen zwischen einzelnen Kammern und zu möglichen Verbesserungen des Bauwerks. Die gewonnenen Daten erlauben eine genauere Beurteilung von Risiken und unterstützen die Planung künftiger Standorte.

Erkenntnisse fliessen in neue Projekte ein

Die Auswertungen der Versuche wurden genutzt, um den Bautyp weiterzuentwickeln. Künftige Munitionsmagazine können dadurch noch besser auf die Anforderungen von Betrieb und Sicherheit abgestimmt werden. Die Arbeiten zeigen zudem den Nutzen der internationalen Zusammenarbeit. Der gemeinsame Austausch von Daten und Erfahrungen erweitert die Grundlage für die Planung militärischer Schutzbauten und unterstützt die Weiterentwicklung standardisierter Infrastrukturprojekte.