Flexibilität und Systemtrennung im standardisierten Bauen
Standardisierung | Gebäude der Armee werden für eine lange Nutzungsdauer geplant. Damit sie auch künftigen Anforderungen gerecht werden, setzt armasuisse Immobilien auf die Grundsätze Flexibilität und Systemtrennung. Sie bilden wichtige Grundlagen des standardisierten Bauens und unterstützen eine wirtschaftliche Entwicklung des Immobilienportfolios.
Anforderungen an Gebäude verändern sich im Laufe ihrer Nutzung. Aus Unterkünften können Ausbildungsräume werden. Arbeitsplätze müssen erweitert oder neu organisiert werden. Bereits in der Planung wird deshalb darauf geachtet, dass Gebäude spätere Anpassungen mit vertretbarem Aufwand ermöglichen. Dazu gehören ausreichend dimensionierte Tragstrukturen, flexible Grundrisse sowie anpassbare technische Anlagen.
Gemeinsame Standards schaffen dafür eine einheitliche Grundlage. Bewährte Prinzipien müssen nicht für jedes Projekt neu entwickelt werden. Gleichzeitig bleibt genügend Spielraum, um standort- und nutzungsspezifische Anforderungen zu berücksichtigen.
Bauteile nach ihrer Lebensdauer planen
Nicht alle Bauteile eines Gebäudes haben dieselbe Lebensdauer. Eine Tragstruktur bleibt oft viele Jahrzehnte bestehen, während technische Anlagen oder Einrichtungen deutlich häufiger ersetzt werden. Die Systemtrennung trägt diesem Umstand Rechnung. Sie trennt langlebige und kurzlebige Elemente soweit sinnvoll voneinander.
Dadurch lassen sich einzelne Komponenten einfacher erneuern, warten oder an neue Bedürfnisse anpassen. Umbauten können effizienter umgesetzt werden, ohne funktionierende Gebäudeteile unnötig zu beeinträchtigen. Bei bestehenden Gebäuden steht dabei oft eine pragmatische Verbesserung der Zugänglichkeit und Erneuerbarkeit im Vordergrund.
Standards werden laufend weiterentwickelt
Die Anforderungen an Gebäude, Technik und Betrieb verändern sich laufend. Deshalb werden die Standards regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst. Erfahrungen aus Projekten und dem Gebäudebetrieb fliessen dabei kontinuierlich ein. So entsteht ein gemeinsamer Rahmen für Planung, Bau und Betrieb. Dieser fördert eine konsistente Vorgehensweise bei ähnlichen Bauaufgaben und unterstützt einen wirtschaftlichen Umgang mit den Immobilien der Armee über deren gesamten Lebenszyklus.


