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Veröffentlicht am 30. Januar 2024

«Ich freue mich, wenn wir als armasuisse Ideen umsetzen und Verbesserungen erfolgreich vorantreiben können»

Im Interview schildert die Verantwortliche des Innovationsmanagements Ramona Fürst ihre Erfahrungen und Eindrücke.

Anna Gervasoni, Fachbereich Kommunikation und Ramona Fürst, Fachbereich Unternehmensentwicklung, Strategischer Stab

Foto-Porträt von Ramona Fürst

Weshalb wird in der armasuisse Innovationsmanagement betrieben und um was geht es überhaupt?

Die Grundlage für das Innovationsmanagement sind verschiedene Gesetze und Verordnungen (Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetze, Bundespersonalgesetz, Bundespersonalverordnung und Verordnungen des EFD).

Wir haben also eigentlich keine Wahl, dennoch spüre ich, dass wir bei armasuisse viel investieren, um unseren Mitarbeitenden eine Plattform zu bieten, damit diese mitbestimmen und mitwirken können. Der Begriff Innovationsmanagement ist jedoch etwas irreführend, eigentlich geht es um Ideenmanagement, resp. um die kontinuierliche Verbesserung. Das heisst jeder Mitarbeitende kann sich einbringen mit neuen Ideen oder Verbesserungsvorschlägen zu allen möglichen Bereichen, wie zum Beispiel: Arbeitsprozesse, soziale Themen, Systeme, Dienstleistungen, etc.

Was bedeutet es bei armasuisse für das Innovationsmanagement zu arbeiten und was sind deine Aufgaben?

Als ich das Innovationsmanagement übernommen habe, dachte ich das wäre eher eine Nebenaufgabe. Das hat sich jedoch schnell geändert, dies auch dank der Mitarbeitenden von armasuisse, die zahlreich ihren Beitrag leisten und mich fordern mit ihren unterschiedlichsten Ideen. Ich würde mich selbst als Allrounderin bezeichnen, denn zu meinen Aufgaben gehört eine breite Palette wie: Ideen Eingabe und Verwaltung im Ideenmanagement Tool «Target», E-Mail-Korrespondenz, persönliche Gespräche, leiten des Innovations-Gremiums, Auswertungen und aufbereiten von Kennzahlen, Konzepte ausarbeiten, Intranet Beiträge schreiben, Ideen umsetzen, Referate, intensive Mitarbeit und Gestaltung des neuen Innovationsmanagement Tools, und vieles mehr.

Wie ist das Innovationsmanagement etabliert – werden viele Ideen eingereicht? 

Die Mitarbeitenden von armasuisse sind engagiert und setzen sich mit möglichen Verbesserungen auseinander. Es wurden zahlreiche Ideen eingebracht, die wir im letzten Jahr leider nicht alle bearbeiten konnten. Selbstverständlich wird jede einzelne davon geprüft – da sind wir im Moment noch am Nachholen. Diese Situation muss unbedingt verbessert werden und wird aktuell angegangen. Zurzeit haben wir ein Innovations-Tool im Einsatz, welches auf einem Release von 2012 basiert, weshalb wir das Tool grossmehrheitlich im Prozess umgehen. Im letzten Jahr habe ich meine Ressourcen aufgewendet, um ein neues Tool mitzugestalten. Unser jetziges Tool (Target) wäre Ende 2023 End-of-Life gegangen. Zusammen mit der Verteidigung und Swiss Innovation Forces (SI4) habe ich im Kernteam intensiv mitgearbeitet, um auf der bestehenden Plattform der Verteidigung «Inno Base» einen Kanal für unser Ideenmanagement zu kreieren.

Zusätzlich positiv zu erwähnen ist, wenn wir die Grafik über den Eingang der Ideen aus den vergangenen Jahren betrachten, ist eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Im Vergleich zu früher haben sich die Ideen verzehnfacht. Mit der neuen Plattform erhoffen wir uns die zahlreichen Ideen einfacher anzunehmen und transparent den Prozess, welcher eine Idee durchläuft, abzubilden.

Nun fragst du dich vielleicht: «Was wird denn nun alles besser und was wird sich künftig verändern?»

Die neue Plattform bietet die Möglichkeit, dass jeder von uns alle Ideen selbstständig einsehen kann (VE übergreifend). Ebenfalls kannst du sehen, wo sich deine Idee im Prozess aktuell befindet und wie der Prozess weitergeht. Prozessual im Hintergrund, also das «Doing», wird sich nicht verändern, da ist jeder von uns nach wie vor gefordert, denn Ideen können wir nur gemeinsam umsetzen. D.h. das sich betroffene Fachbereiche an einer Umsetzung auch aktiv beteiligen. Persönlich bin ich der Meinung, dass wir mit der Transparenz der neuen Plattform bereits einen grossen Schritt in die richtige Richtung gehen werden. Geplanter Go-Live Termin: Ende Q1/2024. Nähere Infos zur neuen Plattform folgen zeitnah.

Was sind die grössten Herausforderungen, mit denen du konfrontiert bist?

Die grösste Herausforderung besteht darin zu akzeptieren, dass man auch gute Ideen teilweise nicht umsetzen kann, weil wir als Bundesamt gewisse Vorschriften, Reglemente, etc. haben, die die Umsetzung von gewissen Ideen fast unmöglich machen, oder die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür. Manchmal lohn es sich dann dennoch viel Aufwand in eine Idee zu stecken, damit wir als armasuisse auch als fortschrittliches Bundesamt voran gehen können.

Was macht dir am meisten Freude am Innovationsmanagement?

Ich bin eine Macherin, ich freue mich, wenn wir als armasuisse Ideen umsetzen und Verbesserungen erfolgreich vorantreiben können. Zudem bietet das Innovationsmanagement eine Vielfalt an Themengebieten, und bietet mir auch die Möglichkeit mit Ansprechpartner / Stakeholder, innerhalb und ausserhalb der armasuisse, in Kontakt zu treten.

Was wünschst du dir für die Zukunft und welche Ziele möchtest du mit dem Innovationsmanagement erreichen?

Ich wünsche mir für die Zukunft, und vor allem auch für die Mitarbeitenden der armasuisse, dass wir die zahlreichen Ideen und Verbesserungsvorschläge viel schneller durch den Prozess bekommen werden und die Ideengeber und Ideengeberinnen auch mitverfolgen können in welcher Phase sich ihre Idee befindet. Ganz wichtig finde ich auch, dass falls eine Idee abgelehnt wird, die Mitarbeitenden über die Gründe für diesen Entscheid informiert werden.

Kurzporträt

Ramona Fürst (33), ist derzeit Fachwirtin für Unternehmensentwicklung und Controlling. Nach der obligatorischen Schulzeit entschied sie sich für die Lehre zur Kauffrau. Zusätzlich zu ihrem Fähigkeitszeugnis (EFZ), hat sie einen Bachelor of Science (BSc) in Business Administration, ein CAS in Wirtschaftspsychologie und absolviert derzeit ein EMBA FH in General Management.

Seit dem 01. September 2020 arbeitet Ramona bei armasuisse, und wirkt unter anderen Tätigkeiten im Innovationsmanagement mit.