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Pilotprojekt für Elektroladestationen-Netz auf den Waffenplätzen läuft

Die Zahl der neu zugelassenen elektrischen Dienstfahrzeuge der Armee nimmt kontinuierlich zu. Sie müssen schweizweit an Elektroladestationen geladen werden können. armasuisse Immobilien unterstützt die Logistikbasis der Armee bei der Lösungsfindung mit einem Pilotprojekt, um Erfahrungswerte für den Aufbau einer schweizweiten VBS-Ladeinfrastruktur zu gewinnen.

06.01.2022 | Mario Becker, armasuisse Immobilien

Visualisierung einer E-Ladestation
© VBS/DDPS

Aktuell setzt der Fachbereich Baumanagement Ost im Rahmen eines Pilotprojekts die zukünftig entstehende Ladeinfrastruktur an zehn Standorten in der ganzen Schweiz um. Nebst neu zugelassenen Fahrzeugen sollen ebenso bereits verkehrende Hybridfahrzeugpiloten von den Lademöglichkeiten profitieren können. Erst dadurch werden diese Fahrzeuge ökologisch betrieben. Das Projekt legt damit die Grundlage, um die relativ junge Technik im militärischen Betrieb zu erproben. Das Ziel ist, eine für die Armee geeignete, skalierbare, kostenoptimierte sowie rasche Umsetzung zu ermöglichen.

Die komplexen Anforderungen an die zukünftige Ladeinfrastruktur bringen verschiedenste Fragen mit sich: Wie aufwendig ist die Erschliessung der Armeeareale und der bestehenden Parkplätze? Wie lassen sich Synergien mit den vorhandenen Infrastrukturen nutzen? Und wie gelingt die digitale Abrechnung beim Auftanken der Fahrzeuge (Meter to Cash)? Ausserdem werden unterschiedliche Anschlussleistungen und Ladestationstypen getestet. Beide Faktoren beeinflussen die Anzahl der Fahrzeuge, die gleichzeitig laden können, die Ladezeit sowie die Kosten. Grundsätzlich gilt, je kürzer die Ladezeit, desto höher sind die Investitionskosten in die elektrische Infrastruktur, da in kurzer Zeit mehr elektrische Energie und elektrische Leistung übertragen werden müssen. Mit dem laufenden Pilotprojekt lassen sich daher wichtige Erfahrungswerte für den effektiven und effizienten Aufbau der schweizweiten VBS-Ladeinfrastruktur sammeln und die Kosten für die nächste Investitionsphase planen.

 

Investitionen in eine nachhaltige Mobilitätszukunft

In nur drei Monaten wurden die Teststandorte bestimmt, deren technischer Zustand erhoben und die Umsetzung des Bedürfnisses entwickelt. Die kurze Projektierungszeit zeigt, wie dringlich das Vorhaben ist. Mario Mullis, Projektleiter Bauherr bei armasuisse Immobilien, konnte als diplomierter Elektroingenieur zusammen mit den Fachplanern und den internen Fachleuten kompetent die kosteneffektivste Lösung entwickeln. Die Investitionskosten für das Pilotprojekt betragen rund 5 Millionen Franken. Wichtige Kostenfaktoren ergeben sich aufgrund der Lage der geeigneten elektrischen Anschlusspunkte auf grossen Armeearealen. Teilweise sind lange Erschliessungsleitungen ab Trafostation notwendig, die wiederum aufwändige Grabarbeiten erfordern. Dies sind allerdings Investitionen in die nachhaltige Mobilitätszukunft: Bei der Wahl der Standorte und bei der Erschliessung wird darauf geachtet, dass sich die Ladeplätze auch für Erweiterungen eignen, damit künftige Kosten für Bau- und Erschliessungsarbeiten minimiert werden können.

 

Die Umsetzung läuft

Das Pilotprojekt läuft bis ins Jahr 2022 und entspricht in allen Belangen der Philosophie des Baumanagements von armasuisse Immobilien bei schweizweiten Projekten: «zentral planen, regional realisieren». So können vorhandene Synergien mit andern Bautätigkeiten genutzt sowie die Elektroladestationen kosten- und terminoptimiert in Betrieb genommen werden.

Zum vollständigen Artikel im armafolio 02/2021

An zehn Armeestandorten entstehen die ersten E-Ladestationen: Waffenplatz Aarau, Waffenplatz Planeyse, Colombier, Waffenplatz Liestal, Flugplatz und Fliegerabwehr Kaserne Payerne, Waffenplatz Drognens, Romont, Schiessplatz Altmatt, Rothenturm, Labor Spiez, Waffenplatz Stans, Waffenplatz Thun und Waffenplatz Wangen an der Aare
© VBS/DDPS

Senkung von Treibhausgasemissionen bei Bund und VBS

Das VBS hat die «Weisungen über die ökologischen Grundsätze der Beschaffung und Nutzung von Verwaltungsfahrzeugen» überarbeitet und im Januar 2021 in Kraft gesetzt. Die Weisungen sehen neu vor, dass im Grundsatz nur noch rein elektrisch betriebene Verwaltungsfahrzeuge beschafft werden. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen von Verwaltungsfahrzeugen des Bundes nachhaltig zu senken.

Der Bundesrat hat 2019 das «Klimapaket Bundesverwaltung» verabschiedet. Damit hat er die Departemente beauftragt, die Massnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen und des Energieverbrauchs weiter zu verstärken. Das VBS hat die Vorgabe, seinen CO2-Ausstoss bis 2030 um mindestens 40 % gegenüber 2001 zu reduzieren. 

Im Juni 2021 verabschiedete die Chefin VBS den «Aktionsplan Energie und Klima VBS», in welchem das Departement seine energie- und klimabezogenen Ziele und Massnahmen für die Periode 2021–2030 festlegt. Die Umsetzung des Klimapakets Bundesverwaltung ist Bestandteil des Aktionsplans.

Zum Aktionsplan «Energie und Klima» des VBS

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