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Projekt 8,1cm Mörser 19 erfolgreich im scharfen Schuss getestet

Während der Truppenverifikation fand für alle am Projekt Beteiligten eine Vorführung der Leistungsfähigkeit des Systems auf dem Schiessplatz «Petit Hongrin» statt. Dabei wurde der Einsatz des Mörsersystems als Einzeltrupp sowie im Zugsverbund erfolgreich im scharfen Schuss demonstriert. Seine Leistungsfähigkeit ist beeindruckend.

15.09.2021 | Andrea Häsler, Fahrzeuge und Stromversorgung, KB Landsysteme

Im Rahmen des Projektes 8,1cm Mörser 19 wird das Gesamtsystem Mörser - die leichte und mobile Unterstützungswaffe der Infanterie - neu beschafft und modernisiert. Von der Zielerfassung mit modernen Nachtsichtgeräten (Projekt WBG / RLV NG) bis zur Ausrichtung der Waffe wird alles digital verarbeitet. Dadurch wird die Geschwindigkeit und Flexibilität erhöht sowie die Fehleranfälligkeit reduziert. Neben dem Mörser werden ebenfalls moderne Beleuchtungs- und Nebelgranaten sowie Spreng- und Übungsgranaten evaluiert und beschafft.

Mit dem 8,1cm Mörser 19 erhält die Truppe eine beindruckende Unterstützungswaffe mit teils neuartigen Fähigkeiten.

Diese sind insbesondere:

  • Der elektronische Richtaufsatz, welcher bei einem «abgesessenen» zurzeit weltweit einzigartig ist,
  • die volldigitale Datenübertragung von der Zielerfassung bis Schussabgabe, sowie
  • die Feuerleitsoftware, welche den flexiblen Einsatz mehrerer Mörser ermöglicht und die Einsatzgeschwindigkeit steigert.

Durch den erstmaligen Einbau eines autonomen elektronischen Richtmittels auf einem tragbaren Mörser, ist es in Kombination mit dem Feuerleitsystem möglich die Feuerkraft durch Multiple Rounds Simultaneous Impact (MRSI) massiv zu erhöhen. MRSI bedeutet, dass 3 Mörsergranaten aus einem Mörser so verschossen werden, dass sie aufgrund der unterschiedlichen Flugzeit – erreicht durch exakt berechnete Ladung und Elevation – zur gleichen Zeit im Ziel einschlagen.