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Teilnahme des Cyber-Defence Campus an der DEF CON

Diesen August nahmen Mitarbeitende des Cyber-Defence Campus, armasuisse W+T, an der internationalen Hackerkonferenz DEF CON teil. Sie hielten unter anderem Vorträge über ihre Forschungstätigkeiten im Bereich der Cybersicherheit in der Luft-und Raumfahrt. Parallel dazu führte der CYD Campus eine so genannte Capture-the-Flag-Aufgabenstellung durch.

30.08.2020 | Strohmeier Martin, armasuisse Wissenschaft und Technologie, Cyber-Defence Campus

 

Vom 7. bis 9. August 2020 fand bereits zum 28. Mal die internationale Hackerkonferenz DEF CON statt. DEF CON, aus dem Englischen für Defense Convention, ist die weltweit größte und führende Veranstaltung für Hackende und Sicherheitsforschende aus der ganzen Welt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise wurde diese Ausgabe statt wie gewöhnlich physisch in Las Vegas zum ersten Mal virtuell abgehalten.

Der Cyber-Defence Campus, kurz CYD Campus genannt, von armasuisse Wissenschaft + Technologie konnte an diesem Anlass aus der Schweiz aus seinen Auftrag, die Cybersicherheit der Schweiz zu stärken, den Beteiligten näher bringen.

Konkret gaben Mitarbeitende des CYD Campus Vorträge über die Forschungstätigkeiten, welche sie im Bereich der Cybersicherheit in den kritischen Infrastrukturen der Luft-und Raumfahrt aktuell durchführen. Zu solchen kritischen Infrastrukturen gehören beispielsweise die Verbindungen zwischen Flugzeugen und Fluglotsen oder die Radar- und Satellitenkommunikation. So berichteten etwa CYD Campus Wissenschaftler Dr. Martin Strohmeier und Guillaume Michel, Student an der EPF Lausanne, im Aerospace Village, einer virtuellen Umgebung zu Themen der Luftfahrt, von den neuesten Ergebnissen, welche sie im Bereich der Luftfahrt-Cybersicherheit gewonnen haben. Hierzu wurde zum Beispiel die mangelnde Vertraulichkeit von persönlichen Daten von Passagieren und Crews diskutiert sowie Wege analysiert, diese zu verbessern. James Pavur, Doktorand an der Universität in Oxford, stellte seine Forschung zur Sicherheit in der Satellitenkommunikation vor, welche auf einer erfolgreichen Kollaboration mit dem CYD Campus basiert.

«Capture-the-Flag»

Parallel zur dreitägigen Veranstaltung wurde auch eine sogenannte «Capture-the-Flag»-Aufgabenstellung abgehalten, bei welcher die Teilnehmenden verschiedene schwierige Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit lösen mussten. Dabei wurde diese Challenge und die zu lösenden Aufgaben vom CYD Campus in Kollaboration mit der Universität Oxford erstellt und durchgeführt. Aus diesem Grund nahmen keine CYD Campus Mitarbeitenden teil. Das Oberthema dieser Challenge waren Sicherheitslücken in Kommunikationsprotokollen der Luftfahrt, welche sensible oder private Daten von Passagieren und Betreibern offenlegen können. Die zugehörigen Aufgaben beinhalteten unter anderem eine Analyse verschiedener Verschlüsselungsverfahren oder das Tracking von Flugzeugen mit öffentlich zugänglichen Informationen und Datenbanken. Insgesamt haben sich 55 Hacker und Hackerinnen aus aller Welt registriert, jedoch konnten nur zwölf Teams zumindest eine der gestellten Aufgaben erfolgreich lösen.