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Waffenplatz Herisau-Gossau: wertvoller Lebensraum dank naturnaher Bewirtschaftung

Der Waffenplatz Herisau-Gossau wird heute vielfältig genutzt. Neben der militärischen Nutzung hat sich das Waffenplatz-Gelände zu einem Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und zu einem wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna entwickelt. Die landwirtschaftlichen Pachtbetriebe tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, dass sich die verschiedensten Ansprüche miteinander vereinbaren lassen.

06.10.2020 | armasuisse Immobilien, Kommunikation


Naturschutz durch Landwirtschaft
Im Rahmen des Waffenplatz-Baus wurden zwischen 1995 und 1997 verschiedenste ökologische Aufwertungsmassnahmen getätigt. Es erfolgten Lebensraumverbesserungen in Wiesen und Weiden, Flachmooren, Obstgärten, Waldrändern und Fliessgewässern. Zusätzlich wurden mehrere Hecken, Gebüschgruppen und Weiher neu angelegt. Für die Pflege dieser Flächen und Einhaltung der ökologischen Massnahmen sind grösstenteils die Pachtbetriebe des Areals zuständig. Momentan bewirtschaften sechs Familienbetriebe die landwirtschaftliche Fläche von 190 Hektaren des Waffenplatzes Herisau-Gossau. Die Pächter und Pächterinnen schneiden Wiesen nach definierten Zyklen, lassen für die Fauna wertvolle Grasstreifen stehen und pflegen Waldränder und Gewässer. Sie setzen die ökologische Aufwertung des Areals nach den Auflagen des Programms «Natur, Landschaft und Armee» (NLA) tagtäglich vor Ort um. Nebst dem NLA-Programm haben sich die Pacht-Betriebe zusätzlich im Vernetzungsprojekt «Gossau-Andwil-Gaiserwald» zusammengeschlossen. Dessen Ziel ist es, ökologisch wertvolle Biodiversitätsförderflächen und eine abwechslungsreiche Landschaft zu erhalten. Damit überschneidet sich das Vernetzungsprojekt mit den Zielen des Armee-Programms NLA, was der Armee, der Landwirtschaft und allen voran der Natur zugutekommt.

Sichtbares Engagement
Die Aufwertung und fürsorgliche Pflege zeigen Wirkung: So ist beispielsweise der Neuntöter – Vogel des Jahres 2020 – wieder vermehrt auf dem Areal anzutreffen. Gleichzeitig erholt sich auch die Insektenpopulation: Viele Schmetterlinge und Heuschrecken darunter teilweise bedrohte Arten der «Roten Liste» leben mittlerweile auf dem Waffenplatzareal. Diese bilden wiederum eine ideale Lebensgrundlage für Vögel und Kleinsäuger. Auch der gefährdete Feldhase profitiert von der kleinstrukturierten Landwirtschaft. Nicht zuletzt tragen die extensiv bewirtschafteten Wiesen und die naturnahe Bewirtschaftung der Waldränder und Hecken zu seiner Erholung bei.

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