Waffenplatz Frauenfeld: Lärmsanierung und Ausbau der Schiessanlage
Sanierung | Die Schiessanlage in Frauenfeld wurde umfassend modernisiert, um sowohl die militärische Ausbildung zu sichern als auch die Lärmbelastung für die Anwohner und Anwohnerinnen zu reduzieren. Mit neuen Kurzdistanz-Schiessanlagen und weiteren Lärmschutzmassnahmen wird eine nachhaltige Lösung umgesetzt.
Durch den Ausbau der Kurzdistanz-Schiessanlagen (KD-Boxen) auf dem Waffenplatz Frauenfeld wurde sowohl die militärische Ausbildung gesichert als auch eine nachhaltige Lärmsanierung ermöglicht. Hintergrund dieser Massnahme war die festgestellte Überschreitung der geltenden Grenzwerte für Schiesslärm an einigen Gebäuden in der Umgebung des Platzes. Deshalb wurde die Gelegenheit genutzt, eine wirksame Lösung zu entwickeln, die sowohl die Bedürfnisse der Armee als auch der Anwohner und Anwohnerinnen berücksichtigt.
Modernisierung der Schiessanlage
Im Rahmen des Projekts wurden sechs neue KD-Boxen errichtet. Diese Boxen, die direkt neben den bestehenden Schiessanlagen gebaut wurden, sind mit durchschusssicheren Lärmschutzwänden von 4,5 Metern Höhe versehen. Die Wände tragen massgeblich zur Reduktion der Lärmemissionen bei. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Trainingsbedingungen der Armee weiterhin in vollem Umfang gewährleistet sind.
Kugelfang – mehr als nur Lärmschutz
Ein weiterer und wesentlicher Bestandteil der Sanierungsmassnahmen ist der Kugelfang, der mit einer speziellen Neigung von 2:3 gestaltet wurde. Diese Neigung, kombiniert mit einer vollständigen Abdichtung, verhindert nicht nur die Ausbreitung von Lärm, sondern schützt auch die Umwelt vor Verunreinigungen durch Schiessübungen. Zudem wird das anfallende Oberflächenwasser aus dem Kugelfang über ein Filterbecken gereinigt, bevor es in ein Versickerungsbecken abgeleitet wird. Diese Vorgehensweise minimiert die Umweltauswirkungen und trägt zu einer ganzheitlichen Lösung bei.



