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Die Umsetzung der neuen Organisation

Durch die Reorganisation des Kompetenzbereichs Luftfahrtsysteme sind die Fachbereiche Projektmanagement Beschaffung, Projektmanagement Nutzung und Systemtechnik neu aufgestellt worden. In Kurzinterviews geben die Fachbereichsleiter einen Einblick, wie sich die Reorganisation auf ihre Fachbereiche auswirkt.

Samanta Leiser, Fachbereich Kommunikation, Kompetenzbereich Ressourcen und Support

Gruppenfoto von Gregor Rotz, Thomas Walther und Darko Savic im VZ G1
Von rechts nach links: Gregor von Rotz, Thomas Walther und Darko Savic im VZ G1

Fachbereich Projektmanagement Beschaffung

Was ändert sich mit der neuen Organisation in deinem Fachbereich?

Darko Savic: Unser Verantwortungsbereich hat sich erweitert. Während in meiner vorherigen Organisation der F-35A im Fokus stand, führen wir nun Beschaffungsprojekte aller Luftfahrtsysteme und Systeme der bodengestützten Luftverteidigung.

Inwiefern profitiert der Fachbereich Projektmanagement Beschaffung von der Reorganisation des Kompetenzbereichs Luftfahrtsysteme?

Darko Savic: Mit Hilfe der Reorganisation wollen wir uns in erster Linie noch mehr auf die Bedürfnisse und auf die Anforderungen unserer Auftraggeber ausrichten. Unser Erfolgsfaktor ist schliesslich die Zufriedenheit unserer Kunden.

Was beschäftigt den Fachbereich Projektmanagement Beschaffung aus organisatorischer Sicht aktuell am meisten?

Darko Savic: Zwischenzeitlich konnten wir zum Beispiel einen ersten Workshop in der neuen Zusammensetzung durchführen. Dabei haben wir erarbeitet, welche Herausforderungen uns aktuell beschäftigen und was wir gemeinsam erreichen wollen. Eines unserer Ziele ist es, dass wir von unseren Auftraggebern und Kunden einheitlich als professionelle Projektleiter wahrgenommen werden.

Fachbereich Projektmanagement Nutzung

Bis wann denkst du, hat sich der Fachbereich Projektmanagement Nutzung in der neuen Struktur «eingeschwungen»?

Thomas Walther: Beim sozialen Zusammenhalt sind wir bereits weit fortgeschritten. Die Umsetzung der teilweise geänderten Verantwortlichkeiten und neuen Schnittstellen hingegen benötigt mehr Zeit. Diesbezüglich erwarte ich, dass wir im Verlaufe des Jahres, oder gar darüber hinaus, noch viele «Baustellen» feststellen und klären werden.

Was sind die Ziele, die du mit dem Fachbereich Projektmanagement Nutzung dieses Jahr erreichen willst?

Thomas Walther: Die wichtigsten Ziele sind die Sicherstellung der Kontinuität bei der Abwicklung unserer Projekte sowie die Festlegung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb unseres Fachbereichs sowie zwischen uns und den anderen Fachbereichen. Ausserdem erhalten wir in unserem Fachbereich im 2023 zwei neue Mitarbeitende, die es erfolgreich einzuarbeiten und zu integrieren gilt.

Welche Vision hast du für den Fachbereich langfristig?

Thomas Walther: Wir verfügen über eine hohe Kompetenz bei der Abwicklung von Beschaffungs- und Änderungsdienstprojekten und sind ein fachkundiges, eingespieltes und schlagkräftiges Team. Unsere Stakeholder sollen mit unserer Arbeit rundum zufrieden sein.

Fachbereich Systemtechnik

Mit welchen Projekten oder Programmen befasst sich der Fachbereich Systemtechnik momentan?

Gregor von Rotz: Wir sind praktisch in allen Projekten und Systemen des Kompetenzbereichs Luftfahrtsysteme involviert. So verantworten wir die Technik im ADS 15 oder NKF. Im Bodluv GR beispielsweise verantworten wir zusätzlich die Erprobung, also die Verifikation und Validation der Systeme. Bei den Systemen in der Nutzung wie dem F/A-18 stellen wir die technische Fachexpertise.

Es reicht heute aber nicht mehr alleine in Systemen zu denken, weshalb wir unsere Fähigkeiten und Überlegungen auch in Richtung «System von Systemen» erweitern.

Wo arbeitet der Fachbereich Systemtechnik am engsten mit anderen Fachbereichen zusammen?

Gregor von Rotz: Wir arbeiten mit allen Fachbereichen gleichermassen integriert zusammen. Aufgrund der Reorganisation müssen wir uns aber noch in den Einzelheiten finden.

Was ist dir in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen wichtig?

Gregor von Rotz: Die Kommunikation, auch mit den Fachbereichen der anderen Kompetenzbereiche, und das Denken für die gemeinsame Sache. Nur so können wir als armasuisse reüssieren.

Kurzporträt Darko Savic

Darko Savic (44) ist diplomierter Ingenieur FH in Maschinentechnik, hat ein MAS FH in Projektmanagement abgeschlossen und ist IPMA Level B zertifiziert. Derzeit absolviert er einen EMBA-Lehrgang an der HSG in St. Gallen. Nach Stationen als Mechaniker, Konstrukteur, Systemingenieur und Projektleiter in Schweizer Luftfahrtunternehmen ist er 2009 in die armasuisse eingetreten. Von 2009 bis 2014 arbeitete er als Teilprojektleiter Produktesupport im Projekt Tiger-Teilersatz. Daneben führte er Projekte im Bereich F-5 sowie im Bereich der Piloten- und Fallschirmaufklärerausrüstung. Von 2014 bis 2017 führte er in der Funktion als Projektleiter die Nutzungsdauerverlängerung der F/A-18. Seit 2018 ist er Leiter des Projekts «Neues Kampfflugzeug» und als Linienverantwortlicher Teil der Geschäftsleitung des Kompetenzbereichs Luftfahrtsysteme. Seit 2023 führt er den Fachbereich Projektmanagement Beschaffung.

Kurzporträt Thomas Walther

Thomas Walther (54) ist diplomierter Ingenieur FH in Maschinentechnik und 1997 in die damalige Gruppe Rüstung eingetreten. Er war Projektleiter und Systemführer für die Ausrüstung fliegende Besatzungen und Sprungdienst sowie das Kampfflugzeug F-5E/F Tiger. 2008 übernahm er die Leitung des Fachbereichs Kampfflugzeuge. Im Projekt Tiger-Teilersatz übte er von 2006 bis 2012 die Funktion als Teilprojektleiter Technik aus. Ab 2013 bis zur Ablehnung des Gripen-Fonds-Gesetzes durch das Schweizer Stimmvolk im 2014 und folglich dem Abbruch der Beschaffung war er Projektoberleiter Gripen. Seit 2018 ist er Vorsitzender der Projektaufsicht F/A-18 Nutzungsdauerverlängerung. 2023 hat er die Leitung des Fachbereichs Projektmanagement Nutzung Luftfahrtsysteme übernommen. In seiner militärischen Karriere war er Hauptmann bei der Schweizer Luftwaffe und bis Ende 2019 Milizmilitärpilot auf F-5E/F Tiger mit einem Total von 2'100 Flugstunden.

Kurzporträt Gregor von Rotz

Gregor von Rotz (53) ist diplomierter Elektroingenieur HTL und besitzt ein MAS in Software Architektur. Er arbeitete mehrere Jahre als Softwareentwickler, bevor er 2011 als Liaison Officer USA für den F/A-18 in die armasuisse eintrat. Danach leitete er das Projekt F/A-18 Upgrade 25. 2014 übernahm Gregor von Rotz die Projektleitung von BODLUV 2020 gefolgt von RLE/C2Air. Von 2018 bis 2022 war er Leiter des Fachbereichs Bodluv. Seit 2023 ist Gregor von Rotz Leiter des Fachbereichs Systemtechnik. In seiner militärischen Karriere ist er Oberst im Luftwaffenstab.