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«Auf das gesamte Jahr gerechnet, ist die Zeitersparnis beträchtlich»

Stéphane Joye hat schnell erkannt, dass er mit dem Velo auf dem Arbeitsweg Zeit sparen kann. Daher kombiniert er inzwischen regelmässig das Velo und den öffentlichen Verkehr für seine beruflichen und privaten Fahrten. Mehr darüber erzählt er uns im Interview.

Joller Romy, Fachbereich Kommunikation, Ressourcen und Support

Stéphane Joye sitzt auf dem Velo, man sieht aber nur seinen Oberkörper. Er trägt einen weissen Velohelm und eine schwarze Jacke. Im Hintergrund sind Büsche und Schnee zu sehen.
Stéphane Joye, Projektleiter Artilleriesysteme, ist mit dem Velo unterwegs.

Warum nutzen Sie für berufliche Fahrten häufiger das Velo? Ziehen Sie das Velo dem öffentlichen Verkehr vor?

Da ich in der Stadt wohne, habe ich schnell gemerkt, wie viel Zeit ich mit dem Velo auf kurzen oder mittleren Strecken spare. Für die meisten beruflichen und privaten Fahrten kombiniere ich heute Velo und öffentlichen Verkehr. Ich habe ein SBB-Generalabonnement, kombiniert mit einem Velo-Pass. So bin ich sehr viel schneller von zu Hause am Bahnhof und vom Zielbahnhof am Arbeitsplatz. Beispielsweise brauche ich mit dem Velo für den Weg vom Bahnhof Thun zum Gebäude von armasuisse Wissenschaft und Technologie (W+T) nur 5 Minuten. Wenn ich für die gleiche Strecke den Bus nehme, sind es je nach Fahrplan mehr als 20 Minuten. Das gilt auch für den Weg zwischen meiner Wohnung und dem Bahnhof Freiburg. Auf das gesamte Jahr gerechnet, ist die Zeitersparnis beträchtlich.

Warum und wie oft nutzen Sie das Velo, um von A nach B zu kommen?

Ich fahre jeden Tag mit dem Velo von zu Hause zum Bahnhof. Wenn ich am Guisanplatz in Bern arbeite, lasse ich das Velo in der Regel in Freiburg am Bahnhof stehen. Wenn ich dagegen ausserhalb tätig bin und mein Einsatzort nicht weit vom Zielbahnhof entfernt ist, nehme ich das Velo mit in den Zug. Im Sommer fahre ich bei schönem Wetter auch gerne mit meinem E-Bike von Freiburg nach Bern. Das dauert nur 50 Minuten. Mit dem öffentlichen Verkehr sind es zu normalen Zeiten rund 60 Minuten. Ich spare also einerseits Zeit und kann auch noch vor und nach der Arbeit die Bewegung an der frischen Luft geniessen. Privat nutze ich das Velo auch, wenn ich in die Innenstadt fahre, beispielsweise zu einem Restaurantbesuch mit Freunden.

Wie sind Sie auf das Angebot «Rent-a-Bike» aufmerksam geworden?

Zunächst durch eine interne Mitteilung und dann durch Gespräche mit den Kollegen.

Wie oft und wozu nutzen Sie das Angebot?

Ich konnte die verfügbaren Elektrovelos auf dem Weg zu einem Meeting in der Viktoriastrasse 85 in Bern testen. Die Fahrt vom armasuisse-Gebäude bis dorthin hat weniger als 5 Minuten gedauert. Die Organisation war auch ganz einfach. Da Präsenz-Sitzungen zurzeit aber nur selten stattfinden, hatte ich bisher noch keine weitere Gelegenheit, das Angebot zu nutzen.

Nutzen Sie im Winter noch andere Verkehrsmittel? Worauf sollte man beim Velofahren im Winter achten?

Ich nutze das Velo auch im Winter, vor allem auf kurzen Strecken – zumindest, solange die Strassen frei von Schnee oder Eis sind. Im Winter sollte man natürlich für die anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein und sich warm anziehen. Davon abgesehen mache ich aber keinen Unterschied zwischen dem Winter und den anderen Jahreszeiten.

Haben Sie auf Ihren Velofahrten schon einmal eine Überraschung oder etwas Lustiges erlebt?

Ja. Das war zwar nicht lustig, aber auf dem Weg von Bern nach Freiburg habe ich mir mal einen Nagel in den Hinterreifen meines E-Bikes gefahren. Zum Glück war ich noch in der Nähe von Bern und konnte mein Velo in einem Fachgeschäft abgeben, wo der Reifen repariert wurde. So etwas passiert schon mal.
 

Kurzporträt

Stéphane Joye, Automobilingenieur FH, ist Projektleiter im Kompetenzbereich Landsysteme (KB Land) und verantwortlich für verschiedene Systeme und Projekte im Artilleriebereich. Bevor er zu armasuisse kam, war er 10 Jahre für ein internationales Unternehmen tätig, das Elektromotoren für Automobile und die Industrie entwickelt und baut. Daher auch seine Begeisterung für Elektroantriebe!