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«Vor allem in der Stadt bei Kurzstrecken bevorzuge ich das Velo, da ist man einfach schneller»

Um Wartezeiten und Staus zu umgehen, nutzt auch Andrea Sempach regelmässig das Velo für Kurzstrecken. Der gesundheitliche Aspekt dabei, ist ein weiterer Vorteil, welcher sie von diesem Fortbewegungsmittel überzeugt. Doch dass im Strassenverkehr besondere Vorsicht geboten ist, musste sie an eigenem Leib erfahren. Mehr dazu können Sie im Interview nachlesen.

Joller Romy, Fachbereich Kommunikation, Ressourcen und Support

Andrea Sempach schiebt ihr Velo in den Velountersand
Andrea Sempach, operative Einkäuferin beim Kompetenzbereich Landsysteme, an einem Velounterstand bei der Verwaltungszentrale am Guisanplatz 1.

Worin liegt Ihre Motivation, das Velo öfters für die berufliche Mobilität zu nutzen? Bevorzugen Sie das Velo gegenüber den ÖV?

In erster Linie liegt meine Motivation bei praktischen Gründen. Mit dem Velo bin ich sehr flexibel und muss nicht auf den ÖV warten. Somit kann ich auch den Stau umgehen. Zudem regt dies am morgen früh schon ein wenig den Puls an und ich mache zugleich noch etwas für meine Fitness. Wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen, bevorzuge ich schon das Velo. Vor allem in der Stadt bei Kurzstrecken, da ist man einfach schneller.

Wie oft kommen Sie mit dem Velo zur Arbeit? Oder wozu und wie oft benutzen Sie das Velo, um von A nach B zu gelangen?

Wenn es geht jeden Tag. Ausser wenn es heftig regnet oder wenn frischer Schnee auf den Strassen liegt, dann gehe ich mit dem ÖV zur Arbeit. Das Velo benutze ich auch, wenn ich beispielsweise Sitzungen im Raum Bern habe. Der Vorteil hierbei ist, dass ich vorgängig keinen Autoparkplatz suchen oder die ÖV Verbindungen prüfen muss. Die Velos können meistens direkt vor dem Gebäude abgestellt werden. Privat steige ich viel auf mein Mountainbike. Da steht dann der sportliche Aspekt im Vordergrund.

Wie sind Sie auf die Angebote von PubliBike aufmerksam geworden?

Bereits im Sommer 2018, als PubliBike neu lanciert wurde. Ein Arbeitskollege hat mich damals auf das Angebot von PubliBike aufmerksam gemacht. Ich fand es von Anfang an eine gute Idee und habe deswegen ein Abonnement abgeschlossen.

Wieso haben Sie sich für das Angebot bei PubliBike entschieden?

Im Jahr 2018 hatte ich noch einen längeren Arbeitsweg und fuhr mit dem Auto zur Arbeit. Ich war aber viel in Bern unterwegs. Mit PubliBike konnte ich mich in Bern flexibel bewegen und dies ohne ÖV und Auto. Die PubliBike Stationen sind in der Stadt gut verteilt, man kommt überall hin und das Prinzip ist einfach. App herunterladen, Account einrichten und los geht’s. Das Beste daran: man kann das PubliBike bei den Stationen stehen lassen und sich dann spontan für den ÖV entscheiden, zum Beispiel bei plötzlichem Wetterumschlag.

Haben Sie jetzt im Winter auf ein anderes Transportmittel umgesattelt?

Nein, ausser die Wetterverhältnisse sind schlecht, wie bei starkem Schneefall. Auch im Winter geht das Radfahren, trotz Kälte, sehr gut. Man muss sich dementsprechend kleiden und Bewegung wärmt ja bekanntlich.

Ist Ihnen während Ihrer Velofahrten etwas Unerwartetes oder Lustiges passiert?

In dem Sinne eigentlich nichts Lustiges, eher etwas Unerwartetes. Ich bin in eine Tramschiene gefahren und habe mir dann beim Sturz das Handgelenk gebrochen. Im Nachhinein war wohl das Lustige daran, dass ich den Bruch zuerst gar nicht bemerkt habe und nach dem Sturz dann einfach weitergefahren bin. Ausserdem hatte ich jede Menge Zuschauer, die sich wohl mehr um mich sorgten, als ich mich um mich selbst. Der Sturz war ein kleines Spektakel für die Zuschauer.
 

Kurzporträt

Andrea Sempach ist in der operativen und strategischen Beschaffung im Kompetenzbereich Landsysteme tätig. Als Mitarbeiterin des Fachbereichs Kommerz ist sie verantwortlich für die Beschaffung des Beistellmaterials bzw. Ersatzmaterials der verschiedenen Fahrzeugflotten, der Boote und Waffensysteme. Ihre Hauptprojekte sind die Beschaffung der 12,7mm Maschinengewehre, der Schienenfahrzeuge (wie Lokomotiven) und der zivilen Sonderschutzfahrzeuge, welche zugunsten der CH-Botschaften auf der ganzen Welt im Einsatz sind.