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«Eingerostete Deutschkenntnisse standen einer raschen Eingewöhnung nicht im Weg»

Im Interview erzählt Rudy Yangi Y'Alili über seine Zeit als Hochschulpraktikant und wie es für ihn danach weitergeht.

Fachbereich Kommunikation, Alisha Held 

Foto von Rudy Yangi Y'Alili, Hochschulpraktikant Recht
Rudy Yangi Y'Alili ist Hochschulpraktikant im Fachbereich Recht, Transport und Zoll. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität in Genf.

Wie waren die ersten drei Monate für dich bei der armasuisse?

Meine ersten drei Monate bei armasuisse waren vor allem eine Zeit der Eingewöhnung. Zunächst einmal musste ich mich aus sprachlicher Sicht anpassen. Dann musste ich mich mit der Organisation von armasuisse und der Arbeitsweise in den verschiedenen Fachgebieten des Rechtsdienstes von armasuisse vertraut machen.

Insgesamt ist diese Phase sehr gut verlaufen. Das lag an der guten Integration sowohl im Rechtsdienst als auch mit den Kolleginnen und Kollegen in anderen Kompetenzbereichen – und dass trotz meiner etwas eingerosteten Deutschkenntnisse. Hilfreich waren auch die Einführungen in die verschiedenen Rechtsgebiete, die ich von den Kolleginnen und Kollegen des Rechtsdiensts erhalten habe.

Was waren deine Highlights bei der Arbeit hier?
Für mich gab es drei besondere Highlights:

  • Meine Mitwirkung an der Entwicklung des Cyber-Defence Campus im Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie (W+T). Meine Aufgabe war es, Musterverträge für die Zusammenarbeit zwischen dem Cyber-Defence Campus und externen Partnern auszuarbeiten. Dadurch erhielt ich einen Einblick in einen interessanten Bereich.

  • Die Möglichkeit, in einem Haftpflichtfall, der armasuisse Immobilien betraf, nahezu selbständig mit einem Anwalt eine gütliche Einigung aushandeln zu können.

  • Die Gelegenheit, mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen «Fête de l'Escalade» zu feiern und den symbolischen Schokoladentopf zu zerschlagen. Es war ein toller Anlass, gemeinsam eine Genfer Tradition zu erleben.

Hast du die Möglichkeit bei der armasuisse zu bleiben? Wenn ja, welche Abteilung und welche Stelle?
Ja, mir wurde eine Stelle als Jurist im Kompetenzbereich W+T angeboten – im Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrum (SDRZ), auch wenn ich damit aus administrativer Sicht weiter zum Fachbereich Recht gehöre. Es handelt sich um einen befristeten Vertrag, der am 1. August 2020 beginnt und am 31. Januar 2021 endet.

Welche Herausforderung siehst du auf dich zukommen?
In etwas fernerer Zukunft, am 1. Februar 2021, wartet eine grosse Herausforderung auf mich: mein Anwaltspraktikum in einer Kanzlei in Genf. Ich möchte mein Anwaltspatent erwerben. Nach mehr als einem Jahr juristischer Berufserfahrung werde ich diese neue Herausforderung jedoch entschlossen und zuversichtlich angehen.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
In fünf Jahren sehe ich mich als Jurist in einer Anwaltskanzlei oder in der Bundesverwaltung. Nach einem Jahr im Dienst der Eidgenossenschaft würde ich sagen, dass mich die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten als Jurist in der Bundesverwaltung überzeugt haben.