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«Frauen sollen die gleichen Möglichkeiten wie Männer erhalten»

Neben der aktuellen Hochschulpraktikantin ist Montserrat Bolaños die einzige Frau beim Fachbereich Sensorik von Wissenschaft und Technologie. Seit drei Jahren ist sie als wissenschaftliche Projektleiterin tätig. Im Interview erzählt sie, wie sich Frau am besten durchsetzen kann.

Fachbereich Personalmanagement, Irene Amacker

Kurzportrait

Portrait von Montserrat Bolaños.

Montserrat Bolaños ist wissenschaftliche Projektleiterin im Fachbereich Sensorik.

Frauen in der armasuisse

Name

Vorname

Höchster akademischer Abschluss

Bei der armasuisse seit

Aktuelle Funktion seit

Bolaños

Montserrat

PhD

September 2018

September 2018

Portrait von Montserrat Bolaños.
Portrait von Montserrat Bolaños.

Frau Dr. Bolaños, was war Ihre Motivation Ingenieurin zu werden?

Meine Hauptmotivation war es, weiterhin komplexe Materien studieren zu können. Die Wahl zur Ingenieurin Kommunikationssysteme war ein wenig zufällig. Ich sagte mir, dass ich eine Laufbahn in Geschichte oder Psychologie auch später verfolgen könnte, wenn ich dazu Lust hätte, auch als Erwachsene.   

Wurden Sie als Kind und Jugendliche in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) speziell gefördert?

Nein, nie. Meine Eltern haben mir schon von klein auf beigebracht, Verantwortung zu übernehmen und haben mich meine Hausaufgaben immer alleine erledigen lassen, ohne zu kontrollieren, ob ich sie überhaupt gemacht hatte und ob sie korrekt waren.

Welche besonderen Fähigkeiten sind in einer Männerdomäne wie Rüstungsbeschaffung als Frau gefordert?

Man muss technische Stellungnahmen abgeben und diese gegebenenfalls ohne Abstriche durchsetzen können. Dazu sind erstens Selbstvertrauen und Vertrauen in die eigenen Kompetenzen erforderlich, zweitens sollte man sich klar und für alle verständlich ausdrücken können und drittens ist eine gründliche technische Vorbereitung zur jeweiligen Fragestellung notwendig.

Montserrat Bolaños richtet die Kamera.
Montserrat Bolaños richtet die Kamera.

Wie viele Frauen arbeiten in Ihrem spezifischen Umfeld, und was schätzen Sie an gemischten Teams?

In meiner Abteilung, WTS, und in anderen Projektbereichen gibt es nur eine Hochschulstudierende, die ein einjähriges Praktikum absolviert.

Was mich in Bezug auf die technische Arbeit von Frauen in meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit besonders überraschte, war das Verantwortungsbewusstsein, die harte Arbeit und oft auch die Effizienz.     

Was möchten Sie Frauen auf ihrem beruflichen Weg mitgeben?

Dieselben Wahlmöglichkeiten, die Männer auch haben.