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Interview mit den Kommerzmitarbeitenden Fabienne Landmesser und Pascal Wohlgensinger

Fabienne Landmesser (Kommerz Kommunikationssysteme) und Pascal Wohlgensinger (Kommerz Computersysteme) im Gespräch.

Evelyne Gänsli, Fachbereiche Kommerz und Kommunikationssysteme, Führungs- und Aufklärungssysteme

Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme und Matthias Müller, Kommerz Computersysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
(v. l. n. r.) Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme.

Was schätzt du an deinem Job und was gefällt dir besonders?

Fabienne Landmesser: Mir gefällt, dass kein Tag wie der andere ist. Ich stehe jeden Tag vor neuen Herausforderungen und Fragestellungen. Es gilt, laufend Neues dazu zu lernen. Ich schätze die vielseitigen Kontakte sei es mit Projektleitern, Bedarfsträgern, Lieferanten und vielen anderen. Der Job und meine Aufgaben sind sehr vielfältig, wie ich es bis jetzt nirgendwo erlebt habe.

Durch die vielen unterschiedlichen Anspruchsgruppen ist die Kommunikation zentral. Es ist nicht immer einfach die Interessen, welche ich als Kommerzmitarbeitende vertrete, weiterzuvermitteln. Hier wünsche ich mir mehr gegenseitiges Verständnis für das Tun des Gegenübers und dass nicht jeder an seinem Standpunkt festhält.

Pascal Wohlgensinger: Die Vielseitigkeit in meinem Job und dass kein Tag wie der andere ist, gefällt mir sehr gut. Ich lerne immer wieder etwas Neues dazu, denn man hat nie ausgelernt und das macht meinen Arbeitsalltag so abwechslungsreich. Ebenfalls schätze ich das angenehme Klima in unserem Team. Wir können uns über vieles austauschen und haben eine offene Gesprächskultur. Teamintern herrscht schon beinahe eine freundschaftliche Atmosphäre.

Welches waren deine herausforderndsten Momente / Projekte / Beschaffungen?

Fabienne Landmesser: Am Anfang war es zum Teil schwierig, den Überblick zu behalten. Die grösste Herausforderung bestand darin, den Einstieg in eine mir völlig neue, unbekannte und technische Welt zu schaffen. Die Projektleitenden kennenzulernen, die vielen Informationen im Beschaffungsrecht richtig einzuordnen und im Auge zu behalten. Gerade weil der Job so vielfältig ist, gab es zu Beginn viele Informationen und diverse neue Systeme, welche ich zuerst kennenlernen musste. Das war manchmal verwirrend. Die Kolleginnen und Kollegen waren jedoch immer sehr hilfsbereit und haben mich unterstützt.

Um ein Beispiel zu nennen: anfänglich empfand ich das Projekt Voice System der Armee (VSdA) als einen unübersichtlichen «Dschungel». Es brauchte einige Zeit bis ich mich zurechtfand und alles einzuordnen wusste. Auch sind relativ viele Leute sowie externe Mitarbeitende in dieses Projekt involviert und dabei hatte ich einige Fragen: Wo stehen wir? Wer ist für was zuständig? Umso wichtiger und wertvoller war für mich die Unterstützung meines Teamkollegen Markus Schwaller. Er stand mir während dem ersten Halbjahr mit Rat und Tat zur Seite.

Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme.

Was hat sich für dich in der neuen Teamstruktur verändert?

Pascal Wohlgensinger: Als ich bei armasuisse angefangen habe, hatte ich mit verschiedenen technischen Fachbereichen und deren Projektleitenden zu tun. Seit wir die neue Teamstruktur eingeführt haben, habe ich weniger Ansprechpartner und kann deshalb Synergien besser nutzen. Man kennt sich inzwischen, weiss worauf es ankommt und man spricht dieselbe Sprache, was gerade im Bereich der Computersysteme sehr wichtig ist. Dadurch bin ich effizienter geworden, kann mich mehr spezialisieren und mir fachspezifisches Wissen innerhalb und ausserhalb des Teams aneignen.

Wie gehst du mit den täglichen Herausforderungen bezüglich Informationsfluss, Weiterbildung (z.B. Revision BöB/VöB), sich laufend ändernden Prozessen etc. um?

Fabienne Landmesser: Ich mag Abwechslung und Herausforderungen. Neue Informationen, erforderliche Weiterbildungen und sich ändernde Prozesse versuche ich, zu priorisieren. Dann nehme ich mir Zeit, um mich einzulesen, um Schritt für Schritt vorwärts zu kommen. Hilfreich dabei ist auch der Austausch mit meinen Kollegen, welche mich mit ihrer Erfahrung unterstützen und motivieren.

Ich bin für fünf Projektleiter des FB FAK zuständig, was nicht selten auch ein Spannungsfeld bedeutet – jeder PL stuft (verständlicherweise) sein Anliegen als das wichtigste ein. Hier versuche ich, sachlich zu bleiben, zu priorisieren und nach Wichtigkeit zu sortieren. Nachdem es am Anfang nicht immer einfach war, mich als Projektkauffrau in einem vorwiegend männlichen Umfeld zu behaupten, hat sich das in der Zwischenzeit relativiert und wir vertrauen einander. Dies ist für die tägliche Zusammenarbeit von zentraler Bedeutung und macht vieles einfacher.

Pascal Wohlgensinger: Ich bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch und gehe entsprechend an die täglichen Herausforderungen heran. Gegenüber Veränderungen bin ich offen und sehe sie als Chance. Mit dieser Voraussetzung fallen mir Änderungen an Prozessen leichter und ich gehe einfacher damit um. Wenn es in den Projekten, bei denen ich die Kommerzverantwortlichkeit habe, etwas von meiner Sicht zu ändern oder zu optimieren gibt, spreche ich das Thema bei meinen Partnern an.

Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme.

Wie bringst du Privatleben/Familie und Job unter einen Hut?

Pascal Wohlgensinger: Die Homeoffice-Pflicht während COVID-19 mag viele Nachteile haben, für mich jedoch nicht nur. Durch die aktuelle Situation ist es einfacher geworden, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Der Arbeitsweg fällt weg und somit gewinne ich wertvolle Zeit, welche ich mit meiner Familie verbringen kann. Dadurch bin ich flexibler geworden und ich schätze es, gemeinsam mit ihnen zu Mittag zu essen. Die Kinder auch unter der Woche öfters um mich zu haben und sie aufwachsen zu sehen, ist ebenfalls sehr wertvoll.

Wie/wo kannst du Energie auftanken und worin findest du deinen Ausgleich zum Kommerzalltag?

Fabienne Landmesser: Freundinnen und Kollegen für einen persönlichen Austausch zu treffen, war in den vergangenen Monaten eher schwierig, jedoch in einem etwas anderen und kleineren Rahmen nicht unmöglich.

Ausserdem halte ich mich mit Schwimmen und Joggen fit. Ganz besonders wichtig ist es mir, während der Homeoffice-Pflicht regelmässig raus in die Natur zu gehen. Ein leidenschaftliches Hobby ist die Fotografie und meine bevorzugten Motive sind Flugzeuge, Landschaften und Reisen. Ab und zu halte ich auch mal eine Hochzeit von Bekannten bildlich fest.

Pascal Wohlgensinger: Durch meine beiden Töchter habe ich den nötigen Ausgleich zum Kommerzalltag und ich kann dabei sehr gut abschalten. Ich freue mich jeweils darauf, mit ihnen oder der ganzen Familie in die Natur zu gehen, um gemeinsam zu spielen und dabei neue Energie aufzutanken.

Wie hältst du dich in Zeiten von Corona (Homeoffice) fit (körperlich, geistig, mental)?

Fabienne Landmesser: Mir hilft eine gewisse Routine, wie beispielsweise morgens immer zur selben Zeit aufzustehen, mich anzuziehen und zu frühstücken, wie wenn ich ins Büro gehen würde. In der Jogginghose zu arbeiten, entspricht mir nicht (lacht). Danach starte ich motiviert in meinen Arbeitsalltag und in der Mittagspause mache ich einen Spaziergang oder gehe eine Runde Joggen, um den Kopf freizukriegen.

Kurzporträt Fabienne Landmesser

Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme; Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme und Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
(v. l. n. r.) Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme; Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme.

Fabienne Landmesser arbeitet seit dem 1. Juli 2020 bei armasuisse und ist als Projektkauffrau im Team Kommunikationssysteme tätig. Vor rund zwei Jahren hat sie ihre Weiterbildung zur Betriebswirtschafterin HF abgeschlossen.

Kurzporträt Pascal Wohlgensinger

Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme und Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
(v. l. n. r.) Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme; Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme.

Pascal Wohlgensinger ist seit dem 1. Juli 2017 bei armasuisse im Kommerz F+A als Projektkaufmann tätig und seit dem 1. Oktober 2019 im Team Computersysteme. 2016 absolvierte er die Weiterbildung zum Betriebswirtschafter HF.