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Interview mit den Kommerzmitarbeitenden Jill Gratwohl und Matthias Müller.

Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme, und Matthias Müller, Kommerz Computersysteme, im Gespräch.

Evelyne Gänsli, Fachbereiche Kommerz und Kommunikationssysteme, Führungs- und Aufklärungssysteme.

Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme und Matthias Müller, Kommerz Computersysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
(v. l. n. r.) Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme.

Was schätzt du an deinem Job und was gefällt dir besonders?

Jill Gratwohl: Ich schätze es sehr, dass ich meine Arbeit selbständig organisieren, Prioritäten setzen und meine Aufgaben eigenverantwortlich erledigen kann. Besonders gefällt mir der Austausch mit meinen Kollegen, sei es im Kommerz- oder im Projektteam und es herrscht eine tolle Stimmung. Wo nötig erhalte ich Unterstützung und es findet auch Organisations-Einheits-übergreifend ein wertvoller Austausch statt. Mir gefallen die vielen verschiedenen Kontakte, wo auch das Zwischenmenschliche gepflegt wird. Die Arbeiten im Bereich SIGINT oder mit dem Militärischen Nachrichtendienst sind sehr unterschiedlich. Das macht meine Arbeit so spannend und abwechslungsreich.

Matthias Müller: Meine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit sowie mein Arbeitsumfeld in der armasuisse gefallen mir sehr gut. Besonders schätze ich das angenehme Arbeitsklima im Team.

Wie gehst du mit den täglichen Herausforderungen bezüglich Informationsfluss, Weiterbildung (z.B. Revision BöB/VöB), sich laufend ändernden Prozessen etc. um?

Matthias Müller: Um sich kontinuierlich verbessern zu können ist es aus meiner Sicht wichtig, Prozesse laufend zu hinterfragen, zu überarbeiten und gegebenenfalls zu verbessern. Zusammen mit dem Team und der Führung Veränderungen anzustossen ist immer wieder spannend. Ich sehe Veränderungen generell als Chance und bin offen für Neues.

Matthias Müller, Kommerz Computersysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
Matthias Müller, Kommerz Computersysteme.

Welches waren deine herausforderndsten Momente/Projekte/Beschaffungen?

Jill Gratwohl: Es gab einige herausfordernde Momente seit ich bei armasuisse bin. Besonders zu Beginn meiner Tätigkeit als Projektkauffrau. Da war zum Beispiel das Projekt Integriertes Funkaufklärungs- und Sendesystem (IFASS) mit dessen Vertrag für den Werterhalt, welcher im November 2017, noch während meiner Probezeit, unterschrieben werden sollte. Für mich war damals alles neu und es herrschte grosser Zeitdruck, es ging um viel Geld und das Projekt war sehr komplex. Rückblickend war dies wohl meine erste grosse Herausforderung, welche ich jedoch mit Erfolg gemeistert habe. Ein besonderes Dankeschön gilt meinem damaligen «Götti» Michael Hess, welcher mich immer unterstützt und motiviert hat.

Vor einem Jahr war der Beginn der Pandemie und es war bis im Juni 2020 ebenfalls nicht einfach für mich. Es gab technische Herausforderungen, zwischenmenschlich war ich ebenfalls gefordert und beim Einsatz in der Armeeapotheke gab es viele Unsicherheiten. Die Beziehungen zum Ausland wurden erschwert und deshalb musste ich bis Ende 2020 viele Diskussionen und Verhandlungen durchführen. Aktuell ist die Lage wieder besser und eine gewisse Normalität ist zurückgekehrt, wofür ich sehr dankbar bin.

Was waren Stolpersteine seit der Einführung der neuen Teamstruktur / seit du bei armasuisse arbeitest?

Jill Gratwohl: Nach meinem Arbeitsbeginn bei armasuisse kam ich mir im ersten Monat ein wenig verloren vor. Gründe dafür waren sicher die vielen Prozesse, das ungewohnte technisch-militärische Umfeld und teilweise meine Muttersprache Französisch. Ich fand es aber trotzdem spannend und das motivierte mich.

Seit der Einführung der neuen Teamstruktur war für mich die grösste Veränderung ins Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1 umzuziehen. In den Projekten hat sich nicht viel verändert, jedoch die Umstellung von einem 3er auf ein 8er Büro war nicht einfach. Wir sind ein Kommerz-Team und trotzdem arbeiten wir nicht zusammen, dies weil jeder seine eigenen Projekte bearbeitet. In den gemeinsamen Kaffeepausen tauschen wir uns jedoch regelmässig aus und so funktioniert unser Team gut.

Wie haben diese Stolpersteine deine tägliche Arbeit beeinflusst und welche Lehren hast du daraus gezogen?

Jill Gratwohl: Ich hatte bereits Erfahrung in einem Grossraumbüro zu arbeiten, jedoch ist es nicht dasselbe wie damals. Es hat mir gezeigt, dass jede Person individuelle Bedürfnisse hat und es dabei wichtig ist, Geduld und Verständnis für einander zu haben. Für den Austausch und die Interaktionen ist das Multispace Office (in normalen Zeiten) ideal. Jedoch die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten ist ebenfalls hilfreich, um sich auch mal in eine Arbeit vertiefen zu können.

Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme.

Wie/wo kannst du Energie auftanken und worin findest du deinen Ausgleich zum Kommerzalltag?

Jill Gratwohl: Zwischen zwei Sitzungen hilft manchmal bereits eine kurze Kaffeepause, ein Schwatz, um mit den Kollegen über Alltägliches und nicht das Geschäft zu sprechen. In meiner Freizeit bin ich sehr gerne in der Natur, gehe wandern und reiten, lese oder treffe mich mit Freunden. Am liebsten jedoch unternehme ich Reisen in ferne Länder, was im vergangenen Jahr leider nicht möglich war und ich sehr vermisse. Ich halte weiterhin an meinen Plänen, im Sommer zwei Monate zu verreisen, fest und ich habe verschiedene Alternativen wie Kasachstan, Georgien, Armenien oder eine Reise durch Osteuropa. Je nach Lage der Pandemie werde ich mich kurzfristig entscheiden und dann sehen wohin mich die Reise führen wird.

Matthias Müller: Den Ausgleich finde ich beispielsweise bei meiner Frau und in meinem privaten Umfeld. Oder beim Segeln auf dem heimischen Thunersee, welcher mit seinem Berg-Tal-Windsystem bestens dafür geeignet ist. Zwischen April und September mieten meine Kollegen und ich regelmässig ein Boot bei der Segelschule Hilterfingen. Wir sind eine eingespielte Segelcrew, jeder hat seinen Platz und weiss was er zu tun hat, sei es beim Segelhissen oder einem unverhofften Wendemanöver.

Wie hältst du dich in Zeiten von Corona (Homeoffice) fit (körperlich, geistig, mental)?

Matthias Müller: Bei mir zu Hause gibt es in der Nähe einen Vita-Parcours, welchen ich ab und zu besuche um joggen zu gehen. Dies hält mich körperlich und geistig fit und ich kann dabei neue Energie tanken. Um meinen Horizont zu erweitern, habe ich mir in diesem Jahr vorgenommen jeden Monat ein Buch zu lesen, was mir bis jetzt gelungen ist. Dabei handelt es sich vorwiegend um Fachliteratur z.B. Finanzstrategien, Zeitmanagement oder Biografien.

Welches sind deine Ziele in beruflicher und/oder persönlicher Hinsicht?

Jill Gratwohl: Beruflich möchte ich mich bei armasuisse in Richtung Projektkauffrau III oder Internationale Geschäfte weiterentwickeln. Ein weiteres Ziel ist die Masterausbildung, welche ich im Herbst 2021 beginne. Diese wird mich in den nächsten zweieinhalb Jahren beschäftigen und auf Trab halten.

Matthias Müller: Sowohl beruflich wie privat möchte ich meine Fähigkeiten kontinuierlich verbessern. Um mich weiterzuentwickeln besuche ich spezifische Kurse und Weiterbildungen die mich dabei unterstützen. Im Herbst beginne ich zusammen mit meinem Teamkollegen die CAS-Ausbildung zum Einkaufsleiter. Diese ist modular aufgebaut und wird an der Universität St. Gallen durchgeführt.

Kurzporträt Jill Gratwohl

Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme und Matthias Müller, Kommerz Computersysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
(v. l. n. r.) Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme; Matthias Müller, Kommerz Computersysteme.

Jill Gratwohl ist seit dem 1. September 2017 bei armasuisse im Kommerz F+A als Projektkauffrau tätig und seit dem 1. Januar 2019 im Team Aufklärungs- und Überwachungssysteme. Sie verfügt über einen dreisprachigen Bachelor of Science HES-SO in Betriebsökonomie, welchen sie an der Hochschule für Wirtschaft in Fribourg abgeschlossen hat.

Kurzporträt Matthias Müller

Matthias Müller, Kommerz Computersysteme; Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme und Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme im Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1.
(v. l. n. r.) Matthias Müller, Kommerz Computersysteme; Jill Gratwohl, Kommerz Aufklärungs- und Überwachungssysteme; Pascal Wohlgensinger, Kommerz Computersysteme; Fabienne Landmesser, Kommerz Kommunikationssysteme.

Matthias Müller ist seit dem 1. Juli 2017 bei armasuisse im Kommerz F+A als Projektkaufmann tätig und seit dem 1. Januar 2019 im Team Computersysteme. Er ist ausgebildeter Einkaufsfachmann mit Eidg. Fachausweis.