Ganzheitliche und lösungsorientierte Unterstützung durch das Case Management
Beat Wüthrich schildert im Interview seine Erfahrungen mit dem Case Management aus Sicht eines Kompetenzbereichsleiters.
Beat Wüthrich, Leiter Fachbereich Kommerz und Stv. Leiter Kompetenzbereich Landsysteme, und Brigitte Utiger, Personalleiterin armasuisse Kompetenzbereich Landsysteme und Case Managerin

Wann hattest du den ersten Kontakt mit dem Case Management und wie kam dieser zustande?
Ich erinnere mich, dass sich eine Mitarbeitersituation verschärfte und wir in der Linie quasi nicht mehr weiterwussten. Das Arbeitsverhältnis war vorbelastet durch Konflikte und Diskussionen. Die Unterstützung von unserer Personalleiterin und Case Managerin passierte rasch und kompetent. Wir waren sehr froh um die neutrale Fachberatung. Uns wurden mögliche Massnahmen und deren Konsequenzen aufgezeigt.
Wurde die Situation des Betroffenen richtig erfasst, soweit du beurteilen kannst?
Die Situation wurde zweifellos richtig erfasst und eine gemeinsame Lösung erarbeitet. Vorgängig wurden verschiedene Abklärungen gemacht und umfangreiche Informationen zusammengetragen.
Was muss aus deiner Sicht besonders beachtet werden?
Dass unsere Personalleiterin gleichzeitig auch Case Managerin ist, war «gäbig» und für mich sehr praktisch, da die Situation bereits bekannt war. Die Beratung seitens HR und CM verlangt gewisse Ausbildung und situativ erforderliche Sensibilität, also «Gspüri» für gewisse Themen sowie ausgeprägte Beratungskompetenz. Diese Kompetenzen sind bei Linienvorgesetzten nicht zwingend sehr ausgeprägt.
Wurden die Interessen des Arbeitgebers ausreichend berücksichtigt?
Absolut. Mir war klar, wohin die Reise führt. Der Weg war für alle Beteiligten lösungsorientiert. Das vorhandene Potential wurde weitgehend ausgenutzt.
Wurde dank dem Case Management mit der Situation des Betroffenen professioneller umgegangen?
Dies ist meine Erwartungshaltung an das Case Management. Ohne dieses hätten wir möglicherweise einzelne Themen abdecken können. Jedoch wäre ohne die professionelle Unterstützung des Case Managements die ganzheitliche Vorgehensweise und Lösungserarbeitung nicht so stimmig abgedeckt worden.
Was würdest du dir vom Case Management mehr wünschen?
Grundsätzlich wünsche ich mir, dass uns das Case Management in heutiger Form und Qualität erhalten bleibt. Am liebsten wie bisher – nämlich mit der Unterstützung in der Doppelrolle (Personalleiterin und Case Managerin). Es ist mir bewusst, dass die Rolle einer Case Managerin oder eines Case Managers noch andere zusätzliche Fähigkeiten verlangt. Ich habe den Support definitiv als Entlastung erfahren. Rückblickend habe ich bei all den verschiedenen Case Management-Dossiers immer effektive Unterstützung und Entlastung erhalten.
Kurzporträt
Beat Wüthrich (55) ist seit 1999 in verschiedenen Kommerz- und Führungsfunktionen bei armasuisse tätig. Vielfältige Projekte und Herausforderungen im Bereich der Landsysteme begleiteten ihn in dieser Zeit. Als Leiter Fachbereich Kommerz Landsysteme wurde er per 1. Juli 2017 zudem zum Stv. Leiter Kompetenzbereich Landsysteme ernannt. Nebst einem Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Maschinenzeichner hat Beat Wüthrich einen Eidg. Fachausweis (FA) als Technischer Kaufmann, eine Zertifizierung als Projektmanager IPMA Level C, ein Nachdiplom FH in Unternehmensführung und ein EMBA FH in General Management.
