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Revision der technischen Vorgabe EMP-Schutz für armasuisse Immobilien

Einsatzsysteme der Armee erfordern in allen Lagen eine hohe Verfügbarkeit. Diese muss auch gegenüber den militärischen, teils beabsichtigt erzeugbaren elektromagnetischen Hochleistungs-Bedrohungen erfüllt sein. Der Fortschritt der Systeme erfordert deshalb die Revision der Schutzvorgaben.

17.06.2019 | Markus Nyffeler, WTK

Ermittlung der EMP-Schutzwirkung von Mittelspannungstransformatoren
Ermittlung der EMP-Schutzwirkung von Mittelspannungstransformatoren

 

Nach rund 20 Jahren werden die technischen Vorgaben (tV) EMP-Schutz der armasuisse Immobilen zusammen in einer Gruppe mit W+T sowie externen Experten überarbeitet.

In Verteidigungsbauten untergebrachte Einsatzsysteme der Armee mit elektromagnetischen Schutzanforderungen (Blitz, NEMP) werden bauseits gegen Störpegel oberhalb der europäischen Konformität (CE) geschützt. Der Trend zum Einsatz von kommerzieller Hardware mit Haushalt- EMV Anforderungen (z.B. COTS IKT) als Teil von komplexen Rüstungsgütern hält an. Die Systemkomponenten sind aufgrund höherer Verarbeitungsgeschwindigkeiten mittlerweile besser gegen eigene Abstrahlung geschützt und haben dadurch auch eine höhere Störfestigkeit gegenüber Störungen von aussen erreicht.

Mit erweiterten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der elektromagnetischen Wirkungen können die Schutzmassnahmen spezifischer auf die Anforderungen der Systeme und die Eigenschaften der Bauwerke abgestimmt und damit auch vereinfacht und günstiger angewendet werden. Der Schutz schliesst absichtliche und nicht-absichtliche elektromagnetische Bedrohungen von Blitz-, nuklearen Waffen und nicht nuklear erzeugten Impulsen ein. Ziel ist die überarbeitete tV-EMP-Schutz zu harmonisieren und ab 2020 in Kraft zu setzen.