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Waffenplatz Herisau-Gossau: Neue Nistkästen fördern die Rückkehr von gefährdeten Brutvogelarten

Der Waffenplatz Herisau-Gossau wird nicht nur militärisch, sondern auch landwirtschaftlich genutzt. Dank ökologischer Bewirtschaftung ist der Neuntöter auf das Areal zurückgekehrt. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein St. Gallen werden im Herbst 2022 in verschiedenen Obstgärten auf dem Waffenplatz Nistkästen aufgehängt, um die Rückkehr von weiteren potenziell gefährdeten Vogelarten wie dem Gartenrotschwanz zu fördern.

06.10.2022 | armasuisse Immobilien, Kommunikation

Bild eines Gartenrotschwanzes


Der Waffenplatz Herisau-Gossau verfügt über ein weitläufiges Gelände, das nicht nur militärisch, sondern auch landwirtschaftlich genutzt wird. Von der ökologischen Bewirtschaftung auf dem Waffenplatz profitieren verschiedenste Pflanzen und Tiere, darunter gefährdete Brutvogelarten. So hat sich beispielsweise der Neuntöter, der reichhaltige Kulturlandschaften mit Dornenhecken und Blumenwiesen bevorzugt, auf dem Waffenplatz Herisau-Gossau niedergelassen. Dort ist er zwischen Mai und September zu beobachten, bevor er in sein Winterquartier im südlichen Teil Afrikas aufbricht. 
 

Rückkehr des Gartenrotschwanzes wird gefördert

Früher war der Gartenrotschwanz im Schweizer Mittelland in den landschaftsprägenden Obstgärten heimisch. In den letzten Jahrzehnten gingen die Vogelbestände allerdings deutlich zurück, da die Obstgärten als wichtiger Lebensraum für Tiere aller Art rückläufig sind. Heute zählt er zu den potenziell gefährdeten Vogelarten.

In der Nähe des Waffenplatzes Herisau-Gossau hat sich allerdings ein Brutpaar niedergelassen. Deshalb soll der Gartenrotschwanz auf dem Waffenplatz gefördert werden. Mitarbeitende des VBS werden deshalb in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein St. Gallen in verschiedenen Obstgärten auf dem Waffenplatz Nistkästen aufhängen. Ziel ist es, dass Jungvögel des benachbarten Brutpaars in den nächsten Jahren auf das Gelände zurückkehren.
 

Eine reich strukturierte Landschaft erhalten

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft werden Kulturlandschaften wie Hochstammobstgärten, Hecken und extensive Wiesen, immer seltener. Doch gerade auf diese reich strukturierte Landschaft sind zahlreiche Tierarten angewiesen, darunter viele Brutvogelarten wie der Neuntöter und der Gartenrotschwanz. Mit der Umsetzung des Revitalisierungskonzepts bis 1997 und dem Start des Programmes «Natur – Landschaft – Armee» (NLA) konnten die auf dem Waffenplatzareal bestehenden Hochstammobstgärten erhalten und zusätzlich mit bedornten Sträuchern und Hecken aufgewertet werden.

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