Forschungsprogramm 56 - Unbemannte Mobile Systeme

Erweiterung der Fähigkeiten, Entlastung und Schutz des Menschen

unbemannte mobile Systeme

Unbemannte mobile Systeme werden das Operationsfeld von Sicherheitskräften grundlegend verändern.

Die potentiellen Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Informationsbeschaffung, Überwachung, Sicherung, Störung, Täuschung und Kampfmittelbeseitigung bis hin zu logistischen Aufgaben. Unbemannte Systeme reduzieren das Gefahrenpotential für den Menschen erheblich und sind daher prädestiniert für Einsätze in menschenfeindlicher Umgebung.

Das Ziel des Forschungsprogrammes ist die Sicherstellung von technisch-wissenschaftlichen Kompetenzen zur Beurteilung unbemannter Systeme in den Operationsphären Boden und Luft. Zudem werden operationelle Chancen und Risiken aufgezeigt.

Schliesslich geht es auch um die Unterstützung der Schweizerischen Sicherheitspolitik im Bereich ethischer, völkerrechtlicher oder rüstungskontrollpolitischer Fragen in Zusammenhang mit unbemannten Systemen.

 

 

Kompetenzfelder

WTF_FoPrgm56_KF1_Bewegungskonzept

Die moderne Robotik erschliesst neue Fortbewegungskonzepte, welche sich grundlegend von der Antriebstechnik des klassischen Fahrzeugbaus unterscheiden. Zur Verbesserung des Fortbewegungsverhaltens bezogen auf Agilität, Energieeffizienz, Hindernistauglichkeit und Vielseitigkeit werden neue ‚intelligente‘ mechanische Designs und fortschrittliche Regelungsalgorithmen untersucht.

WTF_FoPrgm56_KF2_Navigation

Damit unbemannte Systeme weitgehend ohne menschliche Unterstützung mit hoher Zuverlässigkeit in anspruchsvollen, unbekannten Gebieten agieren können, sind Fortschritte in der Lokalisierung, der Kartographierung und der Pfadplanung nötig. Im Programm werden Lösungen erarbeitet, die ohne externe Navigationshilfen (z.B. GPS) und trotz Kommunikationsausfällen funktionieren.

WTF_FoPrgm56_KF3_MenschTechnikUmwelt

Unbemannte mobile Systeme erschliessen grosse Nutzenpotenziale, bergen aber auch Risiken und Gefahren für Mensch und Umwelt. Neben der Erforschung von intuitiven Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine und zwischen parallel operierenden Maschinen sind daher auch Untersuchungen zum Schutz von Mensch und Umwelt vor Bedrohungen durch unbemannte Systeme von zentraler Bedeutung.

WTF_FoPrgm56_KF4_Schlüsseltechnologien

Die Entwicklung von Schlüsseltechnologien der Sensorik, Antriebs- und Regelungstechnik, Datenverarbeitung, Energiewandlung/-speicherung wie auch der Kommunikation ermöglicht bei unbemannten Systemen wesentliche Fortschritte. Dieser Prozess wird oft durch zivile Märkte getrieben, so dass entsprechende Komponenten an militärische Bedürfnisse angepasst und in ein Gesamtsystem integriert werden müssen.

WTF_FoPrgm56_KF5_TaktischeAnwendung

Das Anwendungspotential unbemannter Systeme ist vielfältig und reicht von Missionen für die Aufklärung (SIGINT, COMINT, RADINT, IMINT, ELINT), Überwachung, Kommunikation, Störung und Täuschung, Kampfmittelbeseitigung bis hin zum Transport von Menschen und Gütern. Das Forschungsprogramm befasst sich mit unbewaffneten Anwendungen, hauptsächlich im Bereich der Informationsbeschaffung.


Wissenschaft und Technologie Fachbereich Forschungsmanagement
und Operations Research
Feuerwerkerstrasse 39
CH-3602 Thun
Tel.
+41 58 468 27 78

Leiter Forschungsprogramm

Dr. Markus Höpflinger
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