print preview

Naturschutz

Storchennest, Schlüpfbeginn, Jungvogel

Neues Männchen erobert Weibchen und den Horst

4. April: Das neue Storchenpaar freut sich über ein Nachgelege.

26. März: Ungewöhnlich spät polsterte das Männchen das Nest aus, erst zwei Tage vor der Eiablage des Weibchens. Während der Ablage von drei Eiern verjagt ein neues Männchen (in Deutschland beringt) das Männchen der letzten drei erfolgreichen Brutsaisons (unberingt) in blutigen Kämpfen, wobei es auch ein Ei um das andere zerstört, welches nicht von ihm befruchtet war.

24. Februar: Neun Tage nach dem Weibchen, ist nun auch das Männchen im Horst angekommen.

17. Februar: Am Sonntag 16. Februar (4 Tage später als 2019) landete das altbekannte gelb beringte Weibchen gegen 14:45 auf seinem Horst. Es beseitigte als erstes die herumliegende alte Eierschale des nicht geschlüpften Eies, welche während dem Winter unter dem geschwundenen Nestmaterial wieder aufgetaucht war. 


Webcam

Bereits die vierte Saison in Folge lassen sich die Störche an der Papiermühlestrasse in Bern nieder, auf dem Kamin des denkmalgeschützten Gebäudes von armasuisse Immobilien. Die Webcam, die bereits im Vorjahr auf dem Dach installiert wurde, gibt ab sofort wieder rund um die Uhr interessante Einblicke in Freuden und Leiden der Storchenfamilie. Unter www.berner-storch.ch wird das Bild im 5-Minutentakt aktualisiert. Letztes Jahr beobachteten die Störche bis zu 8‘000 Tagesbesucher via Webcam.


Was bisher geschah: Kurzer Rückblick 2016 bis 2019

Das Storchenpaar hat sich im März 2016 im Berner Nordquartier niedergelassen, erstmals seit 1950. Ein Ereignis der besonderen Art, da die Weissstörche in der Schweiz einst ausgestorben und auch heute noch stark gefährdet sind.


Nach einer missglückten ersten Brutsaison kehrte das Paar Ende Februar 2017 aus dem Winterquartier in den Berner-Horst zurück. Die Freude war gross als Ende April vier Nestlinge schlüpften. Leider überlebte aufgrund des nasskalten Frühlingswetters nur einer der Jungstörche, der aber nach zwei Monaten Flugtraining im September gesund und munter ausflog.

Auch bis Ende Februar 2018 waren wieder beide Störche auf den Horst im Berner Nordquartier zurückgekehrt. Im März legte das Weibchen 5 Eier: Das erste Störchlein schlüpfte Ende April, Anfang Mai waren es schon deren vier Nestlinge. Leider wurde bald ein kleiner, schwacher Jungstorch nicht mehr im Nest gesehen, die drei verbleibenden Nestlinge entwickelten sich aber prächtig. Am 5. Juni erfolgte die Beringung der drei Jungstörche durch Storch Schweiz mit tatkräftiger Unterstützung der Berufsfeuerwehr Bern. Der Berner Storchenhorst war dann ab Mitte Juli tagsüber meist leer, weil die drei Jungstörche fliegen gelernt haben. Sie sind Anfang August in ihr südliches Winterquartier abgeflogen, ihre Eltern wurden Anfang September zum letzten Mal im Horst beobachtet.

Einen Tag früher als im Vorjahr ist das linksfüssig beringte Storchenweibchen am 12. Februar 2019 auf seinen Horst im Berner Nordquartier zurückgekehrt. 4. März: Die Störchin ist nicht mehr alleine: Der Storch der letzten drei Brutsaisons hat sich nun endlich zu ihr in den Horst gesellt. Nochmals eine Woche früher als im Vorjahr liegt das erste Ei im Storchenhorst von Bern. Über Ostern geriet Bewegung ins Nest und dem 6-er Gelege von BernerStorch, seit Ostermontag schlüpfen nun die Jungstörche. Das turbulente April-Wetter mit Schnee, Frost, Sturm und zuletzt Dauerregen liess leider nur einen von ursprünglich drei Nestlingen mit reellen Chancen auf ein Ausfliegen zurück. Nachdem der Jungstorch bereits in Richtung Süden ausgeflogen ist, wurden der Storch und die Störchin am 12. September zum letzten Mal im Horst beobachtet.

 
 
 
 


Naturschutz

Seit 1999 hat das Kompetenzzentrum Natur VBS auf über 100 Armeearealen die schützenswerten Lebensräume kartiert und mit der militärischen sowie der Nutzung durch Dritte abgestimmt.

Armeeareale im Flachland haben heute einen Anteil von 13% an schützenswerten Lebensräumen, während der Landesdurchschnitt bei 4% liegt. Um das Aussterben weiterer Vogelarten zu verhindern, ist gemäss Vogelwarte ein Anteil von 8-12% der landwirtschaftlichen Nutzfläche nötig.

Seit 1999 siedelte sich im Panzerfahrgelände des Waffenplatz Thun jedes Jahr eine zusätzliche Brutvogelart an. Vergleiche zwischen dem Biodiversitätsmonitoring Schweiz und dem Biodiversitätsmonitoring VBS haben ergeben, dass es auf Armeearealen nicht mehr Brutvogelarten (38-40 Arten pro Quadratkilometer) als in Zivilarealen hat. 2/3 der gemäss Roter Liste bedrohten Vogel- und Pflanzenarten bevorzugen allerdings VBS-Areale.


Vorgaben und Instrumente im Bereich Naturschutz

Naturschutz

Alle



armasuisse Immobilien Guisanplatz 1
CH-3003 Bern
Tel.
+41 58 463 20 20

E-Mail


Öffnungszeiten Telefonzentrale

Montag bis Donnerstag
08:00-12:00/ 13:15-17:00

Freitag
08:00-12:00/ 13:15-16:00


armasuisse Immobilien

Guisanplatz 1
CH-3003 Bern

Karte ansehen