Naturschutz

Storch

Das Storchenpaar ist im Winterquartier

Nachdem die Jungstörche bereits in Richtung Süden ausgeflogen sind, wurden der Storch und die Störchin Anfang September zum letzten Mal im Horst beobachtet. Mit dem Auszug der Störche endet die regelmässige Berichterstattung aus dem Horst an der Papiermühlestrasse in Bern für dieses Jahr.

Was bisher geschah

16. August 2018:  Der Berner Storchenhorst ist seit Mitte Juli tagsüber meist leer, weil die drei Jungstörche fliegen gelernt haben. Sie sind Anfang August vermutlich in ihr südliches Winterquartier abgeflogen und haben ihre Eltern hinter sich zurückgelassen, welche erst später nachziehen.

5. Juni: Es erfolgte die Beringung der drei Jungstörche durch Storch Schweiz mit tatkräftiger Unterstützung der Berufsfeuerwehr Bern. Währenddessen verliess der Storch seinen Horst, kreiste aufmerksam über der Szenerie und setzte sich aufs Nachbardach, bis die Störchin ihn ablöste.

Mai: Nachwuchs ist geschlüpft. Erfreuliche Nachrichten für das Berner Storchenpaar 2018: Aus den fünf Eiern sind bis anfangs Mai vier Jungstörche geschlüpft. Sie recken ihre beachtlich langen Hälse und werden von den Altvögeln eifrig gefüttert, gegen Sonne und Regen beschirmt und nachts gewärmt. Seit dem 22. Mai 2018 ist leider der kleine und schwache vierte Jungstorch nicht mehr im Nest zu sehen. Das "Nesthäkchen" wird von allen vermisst und sein Verlust bedauert. Andererseits ist es schön zu beobachten, dass die drei verbleibenden Nestlinge wachsen und sich prächtig entwickeln.  

29. April: In der Nacht auf Sonntag den 29. April – wahrscheinlich angespornt durch den YB-Meisterjubel – entledigte sich das erste Berner Störchlein seiner Eischale.

25. März: Das Storchenweibchen legte im Abstand von jeweils zwei Tagen ein Ei. Das Storchenpaar brütete die fünf Eier während 30 - 32 Tagen aus.

21. Februar: Mit dem zweiten Storch ist nun auch das Storchenmännchen eingetroffen.

13. Februar: Nochmals zwei Wochen früher als im Vorjahr ist das linksfüssig beringte Storchenweibchen auf seinen Horst im Berner Nordquartier zurückgekehrt.

 

Webcam

Bereits die dritte Saison in Folge lassen sich die Störche an der Papiermühlestrasse in Bern nieder, auf dem Kamin des denkmalgeschützten Gebäudes von armasuisse Immobilien. Die Webcam, die bereits im Vorjahr auf dem Dach installiert wurde, gibt ab sofort wieder rund um die Uhr interessante Einblicke in Freuden und Leiden der Storchenfamilie. Unter www.berner-storch.ch wird das Bild im 5-Minutentakt aktualisiert. Letztes Jahr beobachteten die Störche bis zu 8‘000 Tagesbesucher via Webcam.

 

Ein kurzer Rückblick 2016

Das Storchenpaar hat sich im März 2016 im Berner Nordquartier niedergelassen, erstmals seit 1950. Ein Ereignis der besonderen Art, da die Weissstörche in der Schweiz einst ausgestorben und auch heute noch stark gefährdet sind.

 

Nach einer missglückten ersten Brutsaison kehrte das Paar Ende Februar 2017 aus dem Winterquartier in den Berner-Horst zurück. Die Freude war gross als Ende April vier Nestlinge schlüpften. Leider überlebte aufgrund des nasskalten Frühlingswetters nur einer der Jungstörche, der aber nach zwei Monaten Flugtraining im September gesund und munter ausflog.


Naturschutz

Seit 1999 hat das Kompetenzzentrum Natur VBS auf über 100 Armeearealen die schützenswerten Lebensräume kartiert und mit der militärischen sowie der Nutzung durch Dritte abgestimmt.

Armeeareale im Flachland haben heute einen Anteil von 13% an schützenswerten Lebensräumen, während der Landesdurchschnitt bei 4% liegt. Um das Aussterben weiterer Vogelarten zu verhindern, ist gemäss Vogelwarte ein Anteil von 8-12% der landwirtschaftlichen Nutzfläche nötig.

Seit 1999 siedelte sich im Panzerfahrgelände des Waffenplatz Thun jedes Jahr eine zusätzliche Brutvogelart an. Vergleiche zwischen dem Biodiversitätsmonitoring Schweiz und dem Biodiversitätsmonitoring VBS haben ergeben, dass es auf Armeearealen nicht mehr Brutvogelarten (38-40 Arten pro Quadratkilometer) als in Zivilarealen hat. 2/3 der gemäss Roter Liste bedrohten Vogel- und Pflanzenarten bevorzugen allerdings VBS-Areale.


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