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Boden, Altlasten

Das Kompetenzzentrum (KOMZ) Boden unterstützt als Fachstelle das Generalsekretariat VBS bei der Erarbeitung von Vorgaben zu den Themen Boden und Altlasten. Es berät bei fachlichen Fragen, befasst sich mit Bodensanierungen von Schiessplätzen und erarbeitet Vorgaben zum Schutz des Bodens.

Im Fokus

UNESCO-Biosphäre Entlebuch: Rückbau und Altlastensanierung

Altlastensanierung im Entlebuch.

 

Der Schiessplatz Wagliseichnubel in Sörenberg LU war von 1945 bis 2004 in Betrieb und lag auf einem Hochplateau in einem Moorschutzgebiet inmitten der Kernzone der UNESCO Biosphäre
Entlebuch.

Angesichts der sensiblen und exponierten Lage, musste während der Rückbau- und die Sanierungsphase besonders umsichtig gearbeitet werden. Die Arbeiten starteten 2018 und wurden nach rund 12 Monaten abgeschlossen. Bei der Sanierung wurden hauptsächlich die Altlasten aus dem Boden entfernt sowie Beobachtungsstände, betonierte Schützengräben, Parkplätze und Zufahrtsstrassen rückgebaut.

Zum Nachhaltigkeitsbericht 2018

KOMZ Boden, Altlasten

Das Kompetenzzentrum Boden, Altlasten

Altlastensanierung durch Bagger im Entlebuch.

 

Das KOMZ umfasst drei Fachrichtungen:

  • Belastete Standorte

Die militärische Nutzung von Arealen kann Belastungen des Bodens mit sich bringen, welche gemäss Altlastenverordnung zu bearbeiten sind. Insbesondere die Schiesstätigkeit der Armee führt zu Belastungen, welche nach der Stilllegung eine Sanierung der Zielgebiete notwendig macht. Ziel der Sanierung ist es, die standortübliche Nutzung wieder zu ermöglichen und eine Gefährdung von Schutzgütern langfristig zu verhindern.

  • Boden

Militärische Übungen, insbesondere mit schweren Fahrzeugen im offenen Gelände, können zu Bodenverdichtungen führen. Mit geeigneten Massnahmen werden solche negativen Auswirkungen auf den Boden minimiert. Zudem führt die militärische Bautätigkeit teilweise zum Verbrauch von Grünland. Mit einer langfristigen Planung wird eine Verdichtung angestrebt. Zudem werden Fruchtfolgeflächen möglichst gemieden oder kompensiert.

  • Munitionsrückstände

Die militärische Schiesstätigkeit mit grosskalibrigen Waffen wie Artillerie und Panzern führt zu Munitionsrückständen wie beispielsweise Splitter, Munitionsschrott und Blindgänger. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Kampf- und Minenräumung (KAMIR) der Armee werden Schiessplätze nachdem sie stillgelegt wurden, systematisch überprüft und bei Bedarf von Munitionsrückständen befreit.


Wie werden ehemalige militärische Schiessplätze saniert?

Stillgelegte Schiessplätze werden seit 2016 systematisch rückgebaut und saniert. Mit den vorhandenen Mitteln kann jährlich nur ein Teil der Flächen untersucht und bei Bedarf später saniert werden. Die Untersuchungen und Sanierungen werden deshalb nach klaren Prioritäten durchgeführt. Massgebend für die Priorisierung sind die konkrete Umweltgefährdung, die landwirtschaftliche Nutzung, geplante Bauvorhaben und Verkaufsabsichten.

Vorgaben und Instrumente

Checklisten | Checklistes | Lista di controllo



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