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Neuer Blick auf die Kasernen in Thun

Ohne seine Kasernen wäre Thun vor allem wegen seiner schönen Lage bekannt. Dank seiner Militärbauten entwickelte sich die Stadt jedoch zum militärischen Nabel der Schweiz. Wie Thun Militärhauptstadt bzw. Bundesstadt «avant la lettre» werden konnte, zeigt der neue Kunstführer, der die packende Entwicklung nachzeichnet und Interessierte unmittelbar mit in die Kasernen hineinnimmt. Als Herausgeberin zeichnet die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK – in Zusammenarbeit mit armasuisse Immobilien, dem Immobilienkompetenzzentrum des VBS.

04.02.2021 | armasuisse Immobilien, Kommunikation

Grossaufnahme der neu sanierten Mannschaftskaserne I auf dem Waffenplatz in Thun.
Carolina Piasecki © GSK

Der neue Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK stellt die drei wichtigsten Kasernen in Thun in Wort und Bild vor. Anlass für die Publikation ist die frisch abgeschlossene Sanierung der Mannschaftskaserne I zum 150-jährigen Bestehen des Baus.

Die Eröffnung der Militärbetriebe und der Bau der Kaserne markieren für Thun, aber auch für die ganze Schweiz, einen markanten Schritt: Thun wurde zu einem der wichtigsten Waffenplätze und zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. Die imposanten eidgenössischen Kasernenbauten aus den Jahren 1868, 1901/02 und 1940 zeugen zudem bis heute von der Entwicklung der militärischen Ausbildung.

Als Autoren verantworten Guntram Knauer (der über 20 Jahre lang das Stadtplanungsamt Thun leitete) und Siegfried Moeri (Architekturhistoriker und Inhaber des Büros ADB, Büro für Architektur, Denkmalpflege und Baugeschichte) die Publikation. Die Fotos von Carolina Piasecki machen den Kunstführer eindrucksvoll.

Wissenschaftlich fundiert, angenehm zu lesen

Die GSK hat die Reihe «Schweizerische Kunstführer» im Jahr 1935 lanciert — und damit eine der ältesten Kollektionen des Schweizer Verlagswesens initiiert. Über 1000 Publikationen sind bereits in dieser Reihe erschienen. Spätestens wenn sich ein Gebäude oder eine Anlage in der Schweiz mit einem Kunstführer der GSK schmücken darf, gehört das Objekt zum Kulturerbe des Landes und gilt definitiv als Sehenswürdigkeit. Auch der Kunstführer zu den Eidgenössischen Kasernen in Thun ist wissenschaftlich fundiert, bleibt aber in seiner Sprache auf ein breites Publikum zugeschnitten.

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