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Cyber-Defence Campus Konferenzen, 3.-4. November 2020

Vernetzte Punkte vor lila Hintergrund welche sich zu zwei sich schüttelnden Händen formen.

Dienstag, 03. November 2020, 08:30
Mittwoch, 04. November 2020, 16:30

SwissTech Convention Center, Lausanne
Informationsveranstaltung

Auflagen zur Coronavirus-Pandemie

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben wir uns dazu entschieden, die CYD-Konferenz vom 3. – 4. November hybrid durchzuführen. Das bedeutet, Sie haben die Möglichkeit, die Konferenz physisch oder online auf live.stcc.ch zu verfolgen. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie ein Passwort, mit welchem Sie sich für die Konferenz einloggen können.

3. November 2020 – Cyber Threat & Technology Intelligence

Beschreibung

Der Austausch über Erfahrungen, Tools und Schwachstellen ist unter kriminellen Hackern seit jeher weit verbreitet und hat zum Erfolg gross angelegter Cyber-Angriffe beigetragen. Ziel dieser Konferenz ist, verschiedene Massnahmen zu sondieren, um Zusammenarbeit, Informationsaustausch und kollektive Intelligenz auch auf der Seite der Verteidiger wirksam zu nutzen.

Bereits vor zwanzig Jahren wurden die ersten Information Sharing and Analysis Center (ISACs) als zentrale Ressource für den Informationsaustausch über Cyber-Bedrohungen für kritische Infrastrukturen gegründet. Auch Threat-Intelligence-Plattformen helfen Organisationen, Bedrohungsdaten aus zahlreichen Quellen (fast) in Echtzeit zu analysieren und sie zur Umsetzung von Verteidigungsmassnahmen zu nutzen. Open-Source-Lösungen wurden ebenfalls als Gegengewicht gegen die erfolgreiche Zusammenarbeit sogenannter «Black Hats» – Hacker mit krimineller Motivation – vorgeschlagen. Beispiele sind die Malware Information Sharing Platform (MISP) oder der Open Threat Exchange (OTX), eine Crowdsourcing-Datenbank für Bedrohungsinformationen.

Die Fachdisziplin der «Cyber Threat Intelligence (CTI)» nutzt nachrichtendienstliche Techniken und Methoden, um alle relevanten Informationen aus dem Cyberspace zu erfassen und zu filtern. Mit diesen Daten erstellt sie anschliessend Portraits von Hackern, Bedrohungen und technologischen Trends (betroffene Tätigkeitsfelder, verwendete Methoden usw.). Zu den Quellen der CTI zählen Open-Source-Informationen, soziale Medien, menschliche und technische Intelligenz oder Informationen aus dem Deep Web und dem Darknet. So erzeugen die von grossen Security Operations Centers (SOCs) verwendeten Tools Hunderte von Millionen Ereignisse pro Tag – von Endpunkt- und Netzwerk-Warnhinweisen bis hin zu Protokollereignissen. Die schiere Menge erschwert das Filtern bis hin zu einer überschaubaren Anzahl von verdächtigen Ereignissen, die anschliessend gesichtet werden können.

Verantwortliche für die Registrierung:    Monia Khelifi (monia.khelifi@armasuisse.ch)
Verantwortlicher für das Programm:        Dr. Alain Mermoud (alain.mermoud@armasuisse.ch)
Registrierung:              unter cydcampus@armasuisse.ch
Teilnahmegebühr:      CHF 100.- für einen Tag, CHF 200.- für beide Tage,                                                   kostenlos für Studierende und Bundesbeamte

08.30 Uhr           Registrierung geöffnet – Begrüssungskaffee

09.00 Uhr          Begrüssung

                             Dr. Thomas Rothacher, armasuisse, Leiter Wissenschaft                                        und Technologie W+T

                             Dr. Alain Mermoud, armasuisse W+T, Leiter Technology                                        Monitoring and Forecasting, CYD Campus

09.15 Uhr          Prof. Edouard Bugnion, Vizepräsident für                                                                  Informationssysteme, ETH Lausanne

09.30 Uhr          Dr. Vincent Lenders, armasuisse W+T, Leiter CYD Campus,                                    Cyber-Defence Campus Updates                                    

09.45 Uhr          Divisionär Alain Vuitel, Chef der                                                                                    Führungsunterstützungsbasis der Armee, Cyber as
                             an Instrument of Power

10.30 Uhr           Kaffeepause – Networking

11.00 Uhr           Florian Schütz, Delegierter des Bundes für Cyber-Sicherheit                               bei der Bundesverwaltung, Leiter des Nationalen                                                   Zentrums für Cybersicherheit, The Swiss Approach to                                             National Cyber Security

11.30 Uhr           Marc Henauer, Leiter MELANI Operation and Information                                   Centre (OIC), Cyber risks an how do they establish                                                   themselves?

12.00 Uhr           Mittagessen mit Präsentations-/Poster-Session

13.30 Uhr           Prof. Karl Aberer, Leiter des Labors für verteilte                                                       Informationssysteme, ETH Lausanne, Technology Landscape
                              Monitoring: A Data Integration Challenge (provisional)

14.00 Uhr           Dr. Thomas Maillart, Dozent an der Universität Genf

                              Dr. Dimitri Percia David, Postdoktorand an                                                                 der Universität Genf, Peeking into the Future of                                                       Quantitative Threat Intelligence and Technology Forecasting                               for Cyber-Defence                

14.45 Uhr           Kaffeepause – Networking

15.15 Uhr           Christophe Vandeplas, Malware and Forensic                                                           Analyst, NATO, MISP Threat Sharing – a Decade of
                              Successes and Failures in Threat Information Sharing

15.45 Uhr           Dr. Adrian Marti, Leiter Cyber Security & Privacy,                                                     AWK,  AWK Technology Radar: a Methodology for                                                 Evaluating Security Technologies

16.15 Uhr           Dr. Colin Barschel, armasuisse W+T, Leiter                                                                   Industry Relations, CYD Campus –                                                                                 Start-up-Wettbewerb Cybersicherheit

17.00 Uhr          Wrap-up

4. November 2020 – Privacy-enhancing Technologies

Beschreibung

Wir leben in einem digitalen Zeitalter, in dem mehr Daten denn je verfügbar sind. Im Zusammenspiel mit neuen Technologien und Methoden zum Speichern, zum Zugriff auf und zur Verarbeitung von Daten sind grosse Datenmengen zu wichtigen und unschätzbaren Gütern geworden. Einerseits kann durch die Verfügbarkeit und Nutzung grosser Datenmengen das Leben der Menschen in vielen Bereichen, von der Städteplanung bis hin zur Prävention von schweren Krankheiten, verbessert werden. Andererseits ermöglicht die Technologie aber auch neue Formen der Überwachung und Nachverfolgung und schafft Möglichkeiten zur Diskriminierung einzelner Personen. Neben diesen ziemlich offensichtlichen Anwendungsfällen werden Informationen über das Onlineverhalten von Einzelpersonen mithilfe neuer Methoden der Datenextraktion erfolgreich für Marketingzwecke oder gar zur politischen Meinungsbildung eingesetzt. Wenn Daten das neue Öl sind, dann ist die Erosion der Privatsphäre ihr globaler Treibhauseffekt, ihre schlimmste negative Auswirkung. Analog zum Treibhauseffekt erodiert unsere Privatsphäre unmerklich, aber beständig, und zum heutigen Zeitpunkt scheint nicht klar, wie sich diese Erosion entwickeln und langfristig auswirken wird.

Beispiele für diese Erosion der Privatsphäre gibt es viele: online verfügbare Anmeldeinformationen von Milliarden E-Mail-Konten, der Fall Cambridge Analytica, die massive Überwachung durch Nachrichtendienste über das Internet-Backbone oder durch Internetdienstleister, Datenlecks in mobilen Applikationen oder Wearables sowie die Re-Identifizierung von Daten in Genomdatenbanken. Die jüngsten Angriffe zeigen, dass Datenlecks jede und jeden betreffen, Soldaten ebenso wie Politiker oder normale Bürger. Wollen wir die aktuelle Lage verbessern, müssen wir die Bedeutung von Privatsphäre in einer demokratischen Gesellschaft hervorheben und das Bewusstsein für die stetige Erosion der Privatsphäre wecken.  Forscher, Fachleute und Rechtswissenschaftler müssen die breite Öffentlichkeit informieren und Nichtfachleute für die Risiken der (übermässigen) Informationsweitergabe sensibilisieren. Schliesslich liegt es auch in unserer Verantwortung, Schutzvorkehrungen zur Verbesserung der aktuellen Lage zu treffen und künftige Verletzungen der Privatsphäre zu verhindern. Mit dieser Konferenz möchten wir eine Diskussionsplattform für die dringlichsten Fragen zum Schutz der Privatsphäre schaffen und mehr über die Technologien erfahren, die künftig zu mehr Datenschutz beitragen.

Der Cyber-Defence-Campus lädt alle Interessengruppen zu seiner Konferenz zu datenschutzfördernden Technologien am 4. November 2020 ins SwissTech Convention Cente Lausanne ein. Redner an der Konferenz werden internationale Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Industrie und Politik sein.

Der CYD-Campus lädt darüber hinaus die Interessengruppen ein, ihre Ideen für Präsentationen und Poster mit Bezug zum Konferenzthema einzureichen. Allen Akteuren der Datenschutz-Community werden Flächen zur Verfügung gestellt, auf denen sie ihre Ideen und Lösungen präsentieren können. Alle Präsentations- und Posterentwürfe können bis zum 20. Oktober 2020 an die folgende Adresse gesendet werden: cydcampus@armasuisse.ch. Für die Präsentation industrieller Lösungen wird eine Gebühr von 2'000 Franken erhoben. Präsentationen von Lösungen aus Wissenschaft und Politik sind kostenfrei.

Verantwortliche für die Registrierung:      Monia Khelifi (monia.khelifi@armasuisse.ch)
Verantwortlicher für das Programm:          Mathias Humbert (mathias.humbert@armasuisse.ch)
Registrierung:              unter cydcampus@armasuisse.ch
Teilnahmegebühr:      CHF 100.- für einen Tag, CHF 200.- für beide Tage,                                                   kostenlos für Studierende und Bundesbeamte

08.30 Uhr           Registrierung geöffnet – Begrüssungskaffee

09.00 Uhr          Begrüssung

                              Dr. Vincent Lenders, armasuisse W+T, Leiter CYD Campus

                              Dr. Mathias Humbert, armasuisse W+T, CYD Campus

09.15 Uhr           Prof. Claudia Diaz, Professorin an der KU Leuven

10.00 Uhr           Kaffeepause – Networking

10.30 Uhr           Dr. Jean-Philippe Aumasson, VP Technologie,                                                           Kudelski Security, Geschäftsführer und                                                                       Mitbegründer von Teserakt

11.15 Uhr           Dr. Fabio Ricciato, Europäische Kommission

12.00 Uhr           Mittagessen mit Präsentations-/Poster-Session

13.30 Uhr           Prof. Srdjan Capkun, Professor an der ETH Zürich

14.15 Uhr           Prof. Dimitar Jetchev, CTO und Mitbegründer von Inpher

15.00 Uhr           Kaffeepause – Networking

15.30 Uhr           Prof. Carmela Troncoso, Professorin an der ETH Lausanne

16.15 Uhr           Dr. Daniel Seiler, Stellvertretender Leiter beim                                                         Eidgenössischen Departement für auswärtige                                                         Angelegenheiten

17.00 Uhr           Wrap-up

armasuisse Wissenschaft und Technologie
Cyber-Defence Campus
Feuerwerkerstrasse 39
CH-3602 Thun

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