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MALS Plus - Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht.

Mit der Installation des letzten von fünf Präzisionsanflugradaren auf dem Flugplatz Sion konnte armasuisse einen wichtigen Meilenstein im Projekt «Militärisches Anflugleitsystem Plus (MALS Plus)» erreichen und die Anlage dem Auftraggeber resp. dem Lebensweg übergeben werden.

18.05.2021 | Urs Mundwiler, Führungssysteme, KB Führungs- und Aufklärungssysteme

Ein rot-weiss gestreifter Präzisionsanflugradar steht auf dem Flugplatz in Sion vor einer Bergkulisse.
Präzisionsanflugradar auf dem Flugplatz in Sion.

Die Installation der Präzisionsanflugradare konnte per Ende April 2021 auf dem Flugplatz Sion abgeschlossen werden. Die Luftwaffe hat der armasuisse am 27. April 2021 den Testbericht «OT&E PAR Sion - Trial Report» zugestellt. Die darin analysierten operationellen Tests wurden positiv beurteilt. Sobald der Auftraggeber Armeestab die Anlage als «Tauglich für den Einsatz» befunden hat, kann auch der letzte Präzisionsanflugradar dem operationellen Betrieb übergeben werden.

Mit dem Rüstungsprogramm 09 wurden Verpflichtungskredite für das Projekt «MALS Plus», zur Installation von militärischen Anflugleitsystemen auf den Militärflugplätzen Payerne, Emmen, Locarno, Meiringen und Sion, gesprochen.

Die Anflugleitsysteme setzen sich aus drei Komponenten zusammen: Einem Präzisionsanflugradar (PAR- Precision Approach Radar), bestehend aus dem Sensor und dem Display, einem Flugplatz-Rundsuchradar (ASR – Airport Surveillance Radar), bestehend aus dem Sensor und dem Display, sowie den Flugfunkpeilern (DF- Direction Finder). Die Flugfunkpeiler sind bereits seit 2017 auf den Flugplätzen installiert und funktionieren einwandfrei.

Das Präzisionsanflugradar besteht aus einem Sensor der Firma Leonardo aus Italien sowie einem Display der Firma Frequentis Comsoft GmbH aus Deutschland und ersetzt das heutige QUAD Radar auf den Militärflugplätzen.

Rundsuchradare: Diese befinden sich zurzeit in Payerne in der operationellen Test Phase bei der Luftwaffe und sollten Mitte 2021 dem Auftraggeber übergeben werden können.