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Herstellung von Uniformen – Manchmal muss es auch auf Mass sein

Angehörige der Schweizer Armee (AdA), die keiner Konfektionsgrösse der Ausgangsuniform 95 zugeordnet werden können, benötigen eine Uniform auf Mass. Die armasuisse beschafft pro Jahr zirka 80 angepasste Hosen und Vestons. Dazu kommen sämtliche Uniformen für das Armeespiel, mit zirka 20 speziell angepassten Hosen, Vestons und Gilets.

18.03.2021 | Ron Bertolla, FB Kommerz Güter, KB Einkauf und Kooperationen

Die Brassband der Schweizer Armee trägt eine schwarze Uniform mit roten Streifen.
Die Brassband der Schweizer Armee trägt eine schwarze Uniform mit roten Streifen.

Wichtig bei der Wahl des Lieferanten war, dass er in der Lage ist, komplexe Massänderungen wie Haltungskorrekturen zu erkennen und umzusetzen, ohne dass dabei der Charakter der Uniform verändert wird. Für einfache Änderungen erhält der Lieferant Massblätter mit den notwendigen Angaben zugestellt, die von den Mitarbeitern der Armee an den Ausrüstungsstandorten ausgefüllt werden. Bei aufwändigen Anpassungen ist es Aufgabe des Lieferanten, den zukünftigen Uniformträger zu vermessen, die Anpassungen zu bestimmen und umzusetzen.

Gefertigt werden die Artikel nach den technischen Spezifikationen der armasuisse. Da sich der AdA in der RS oder im WK befindet, ist eine schnelle Herstellung und Lieferung von 10 bis 15 Tagen notwendig. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an einen Lieferanten.

Schweizer Fachkompetenz gefragt

Die auf die Massanfertigung von Uniformen spezialisierte Schweizer Firma Schuler Manufaktur 6418 beliefert die Armee bereits seit 2014 mit Massuniformen für die Damen und seit Januar 2021 ist nun das gesamte Sortiment beim 1942 gegründeten Familienunternehmen. Das Unternehmen verfügt in ihrer Produktion in Rothenthurm über genügend Kapazität um die entsprechende Mengen für die Armee produzieren zu können.

Effiziente Zusammenarbeit fördern

In der Firma sind mehrere Personen mit verschiedenen Muttersprachen für die Abnahme der Masse zuständig und somit sind die wichtigsten Sprachregionen der Armee abgedeckt. Zudem arbeiten sie wie die armasuisse mit dem Schnittzeichnungssystem «Lectra», wodurch es zu keinen Konvertierungsaufwänden kommt. Seit der Beschaffung der Massuniformen für die Damen kam es weder zu Lieferverzögerungen noch zu Qualitätsproblemen. Beim vorherigen Lieferanten hatten wir Qualitäts- und Lieferterminprobleme. Deshalb haben wir uns dann entschieden einen Wechsel zur Firma Schuler vorzunehmen. Damit können nun Synergien genutzt werden, da bei den Damen und bei den Herren dieselben Materialien eingesetzt werden. Bewährt hat sich auch die vom Unternehmen angebotene Ausbildung der Mitarbeiter der Armee, die an den Ausrüstungsstandorten Masse nehmen.