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Waffenplatz Chur: Brandschutz am Zielhang Calanda wird fortgesetzt

In diesem Winter werden zum siebten Mal seit 2004 am Zielhang Calanda auf dem Schiessplatz Rheinsand in Chur Teilflächen von Restgrasbeständen kontrolliert abgebrannt. Potenzielle Brände werden somit an der Ausbreitung gehemmt, was die Sicherheit bei Schiessübungen deutlich erhöht.

26.11.2020 | armasuisse Immobilien, Kommunikation

Calanda Abbrand 2020 Helikopter
Abbrand Calanda, November 2020

Am Zielhang Calanda treffen Südexposition, Föhnlage, Hangneigung und Beschuss aufeinander. Diese Faktoren erzeugen ein einzigartiges Brandrisiko, das mit aussergewöhnlichen Unterhaltsmassnahmen bekämpft und mit einem angepassten Feuerwehrdispositiv kontrolliert wird. Um bei den Gefechtsschiessübungen der Armee das Brandgefährdungsrisiko möglichst klein zu halten, brennt das Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) seit 2004 jeweils in den Wintermonaten ausgeschiedene Flächen kontrolliert und fachlich begleitet ab.

Die kontrollierten Brände werden seit Winter 2003/04 für jeweils sechs Jahre befristet vom VBS unter strengen Auflagen bewilligt. Das Abbrennen von Altgras entzieht einem möglichen, durch die Schiesstätigkeit entfachten Brand die Nahrung. Dadurch erhöht sich die Brandsicherheit für die umliegenden Weiden und Wälder.


Schafbeweidung verbessert Brandsicherheit und wahrt Artenvielfalt

Durch das verbesserte Weidemanagement reduziert sich die Zahl der Spontanbrände kontinuierlich, obwohl die für den Brand- und Naturschutz wichtige Schafbeweidung mithilfe von Herdenschutzhunden von einzelnen Erholungssuchenden leider immer wieder behindert wird. Weidende Schafe reduzieren jeweils über die Sommermonate den leicht brennbaren Pflanzenbewuchs. Auf diese Weise müssen anschliessend nur Teilflächen kontrolliert abgebrannt werden, auf denen besonders viel Biomasse liegengeblieben ist.

Die Erfolgskontrolle zeigt, dass sich die Artenvielfalt von Pflanzen auf den Brandflächen erhöhen kann und der ökologische Wert einzelner Flächen im Vergleich zu 2004 gestiegen ist. Aus diesen Gründen setzt das VBS die bisherigen Massnahmen fort, um den grossen und damit problematischen Adlerfarnbestand jährlich zu verringern.

Die Durchführung der hinsichtlich Sicherheit und Lufthygiene vertretbaren Bedingungen obliegt dem Armeelogistikcenter Hinwil, Logistikbasis der Armee. 

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