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Hochschulpraktikum bei Ressourcen + Support armasuisse

Diesen Monat möchten wir Sie gerne über das Thema «Hochschulpraktikum bei Ressourcen + Support armasuisse» informieren. In den nächsten drei Wochen werden verschiedene Interviews publiziert, welche Ihnen Einblicke in zwei Praktika und in ein Selektionsverfahren geben werden.

26.08.2020 | Fachbereich Kommunikation, Alisha Held

Selektionsverfahren bei einem Hochschulpraktikum

Kaj Sievert

Interview mit Kaj-Gunnar Sievert, Leiter Fachbereich Kommunikation

Was ist zu beachten beim Erstellen des Stellenbeschriebs?
Einfach gesagt, soll der Text die Stelle sehr treffend umschreiben und potenzielle Bewerber und Bewerberinnen neugierig machen. Neben den eigentlichen Must-Kriterien bin ich offen, da es viele junge Menschen mit interessanten Lebensläufen gibt, die für ein Praktikum in der Kommunikation in Frage kommen.

Welche Auswahlkriterien sind entscheidend um eine Runde weiter zu kommen bzw. eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten?
Seit über 12 Jahren schreibt der Fachbereich Kommunikation Praktika für Hochschulpraktikanten und –innen aus. Über die Jahre und mit den gesammelten Erfahrungen haben wir uns einen Kriterienkatalog erarbeitet mit allen Punkten, die uns wichtig erscheinen. Eine Einladung erhält, wer am besten auf diese Kriterien passt und zugleich das Potenzial hat unsere Aufgaben zu erfüllen.

Wie ist der Ablauf eines Bewerbungsgespräches koordiniert?
Unsere Bewerbungsgespräche sind wie folgt aufgebaut. Zuerst stellen wir armasuisse und unseren Fachbereich kurz vor. Dann folgt ein Gespräch, in welchem wir den/die Kandidaten/in kennenlernen wollen und viele Fragen stellen. Anschliessend stellen wir eine Aufgabe die in 30 Minuten zu lösen ist. Der Abschluss umfasst eine kurze Teamvorstellung im Office selber sowie eine letzte kurze Fragesequenz für den/die Bewerber/Bewerberin.

Nach welchen Überlegungen werden die Fragen für das Gespräch vorbereitet?
Ich orientiere mich an den Aufgaben der Stelle und den Bewerbungsunterlagen. Aus diesen entstehen meine Fragen. Wir sind immer zu zweit in einem Vorstellungsgespräch

Auf was wird bei der gestellten Aufgabe besonders geachtet?
Mich interessiert vor allem, wie die/der Bewerber/in die Aufgabe strukturiert. Mir ist eine brauchbare Lösung innerhalb der vorgegebenen Zeit lieber, als eine «unfertige und perfekte» Lösung, die nicht innerhalb der Zeit gelöst wurde.

Nach welchen Kriterien wird die Wahl des Hochschulpraktikanten schlussendlich entschieden?
Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhält, bringt die Grundvoraussetzungen bereits mit. Letztlich sind unter anderem die «Chemie» und der Glaube an das Potenzial des/der Bewerbers/Bewerberin entscheidend. Mir ist auch die Authentizität sehr wichtig.

Hochschulpraktikum bei der armasuisse

Seit über 12 Jahren bietet die armasuisse Studierenden sowie Hochschulabsolventinnen und -absolventen die Möglichkeit das erworbene Wissen in der Praxis umzusetzen. Bei armasuisse gibt es vielfältige Herausforderungen und abwechslungsreiche Tätigkeiten. Die Praktikanten übernehmen Aufgaben in einem Fachbereich und arbeiten in Projekten mit.

Studierende aus diversen Studienrichtungen – Architektur, Informatik, Ingenieurwesen, Recht, Betriebswirtschaftslehre und noch viele mehr – können bei der armasuisse ein Hochschulpraktikum absolvieren. Das theoretische Wissen aus dem Studium kann dann in den folgenden Bereichen der armasuisse umgesetzt werden:

Ressourcen und Support

  • Kommunikation
  • Aussenbeziehungen
  • Personalentwicklung
  • Recht/Transport und Zoll

Führungs-und Aufklärungssysteme

  • Kommerz

armasuisse Immobilien

  • Kompetenzzentrum Boden
  • Kompetenzzentrum Natur
  • Kommunikation

Wissenschaft und Technologie

  • Explosivstoffe und Munitionsüberwachung
  • C4I-Netzwerke
  • Sensorik
     

Das vielseitige Angebot der armasuisse spiegelt sich auch in den Hochschulpraktikanten wider. Die Studierenden stossen mit verschiedenen akademischen Hintergründen aus verschiedenen Regionen der Schweiz zur armasuisse. Die meisten haben einen Master oder Bachelor an der Universität erworben, andere studierten an einer Fachhochschule.

In den sechs bis zwölf Monaten erhalten die Hochschulpraktikanten, welche durchschnittlich 27 Jahre alt sind, einen Einblick in die Organisation der Bundesverwaltung, sammeln Berufserfahrung und können sich ein Netzwerk aufbauen. Das Hochschulpraktikum bietet einen optimalen Einstieg für eine erfolgreiche Berufslaufbahn bei der armasuisse, in der Bundesverwaltung oder in der Privatwirtschaft.


armafolio-Beitrag

In der neusten armafolio-Ausgabe (Nr.01 Juni/2020) können Sie im Beitrag «Das Umfeld ist wahnsinnig spannend und alles andere als alltäglich» noch mehr über die interessanten und vielseitigen Aufgaben eines Hochschulpraktikanten bei der armasuisse erfahren.

Hochschulprakikant armasuisse

Interview mit Silvan Hunhevicz, Hochschulpraktikant Fachbereich Aussenbeziehungen

Studium: Geschichte / Philosophie (Master)
Uni/Fachhochschule: Universität Zürich

 

Wie hast du deine Zeit bei armasuisse bisher erlebt?
Sehr positiv. Ich durfte mich in ein super Team einfügen, mir wurde viel erklärt, man hat sich für mich Zeit genommen und ich habe dadurch extrem viel Neues gelernt. Herauszustreichen ist auch die grosse Bandbreite meiner Aufgaben: Über das Mitorganisieren von Anlässen bis hin zur Analyse von Rüstungspolitik ist alles dabei. Es wird mir bereits einiges an Verantwortung übertragen und dieses Vertrauen weiss ich sehr zu schätzen.

Ist dir das gelernte theoretische Wissen aus dem Studium eine Hilfe bei der Arbeit?
Geschichte und Philosophie sind keine Studien mit dem Zweck, das gelernte Fachwissen später eins zu eins anzuwenden. Vielmehr erlernt und erlangt man vertiefte Kenntnisse über Arbeitsmethoden, Schreibstile, Herangehensweisen, Denkmuster und kritisches Hinterfragen. Gepaart mit dem Allgemeinwissen über Politik und Gesellschaft, welches sich aus einem geisteswissenschaftlichen Studium ergeben, fühle ich mich bestens gerüstet, um die von mir verlangten Aufgaben zu erfüllen.

Was war deine grösste Herausforderung bisher?
Die Coronakrise und der damit verbundene Lockdown setzte bereits 2.5 Monate nach meinem Start bei armasuisse ein. Da war nicht sonderlich viel Zeit mir das nötige Wissen anzueignen, welches ich später im Homeoffice brauchte, als es nicht mehr ganz so einfach war mit meinem Team zu kommunizieren. Es war daher eine Herausforderung, trotz Homeoffice weiterhin in regelmässigem Kontakt zu bleiben und von ihrem Wissen zu profitieren. Doch dank dem grossen Engagement und der enormen Flexibilität aller Beteiligten haben wir diese Situation aus meiner Sicht gut meistern können.

Was möchtest du gerne noch machen, wenn möglich, in der zweiten Hälfte deines Praktikums?
Es klingt vielleicht unspektakulär, aber eigentlich möchte ich mein Praktikum nur so normal erleben, wie es in diesen Zeiten halt möglich ist. Aufgrund der Coronakrise war ich etwa ein Viertel meines Praktikums (insgesamt ein Jahr, von Januar bis Dezember) im Homeoffice. Für die zweite Hälfte wünsche ich mir, dass kein weiterer Lockdown nötig sein wird und ich mein Praktikum regulär zu Ende bringen kann.

Weisst du schon wie es nach dem Praktikum weitergehen soll?
Zurzeit prüfe ich verschiedenste Möglichkeiten, konkret ist aber noch nichts. Was ich aufgrund meines Praktikums aber nun weiss, ist, dass mir die Arbeit in der Bundesverwaltung sehr gefällt und ich es sehr spannend finde, Teil des Getriebes der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu sein.

Hochschulprakikant armasuisse

Interview mit Rudy Yangi Y'Alili, Hochschulpraktikant Fachbereich Recht, Transport und Zoll

Studium: Rechtwissenschaft (Master)
Uni/Fachhochschule: Universität Genf
 

Wie waren die ersten drei Monate für dich bei der armasuisse?
Meine ersten drei Monate bei armasuisse waren vor allem eine Zeit der Eingewöhnung. Zunächst einmal musste ich mich aus sprachlicher Sicht anpassen. Dann musste ich mich mit der Organisation von armasuisse und der Arbeitsweise in den verschiedenen Fachgebieten des Rechtsdienstes von armasuisse vertraut machen.

Insgesamt ist diese Phase sehr gut verlaufen. Das lag an der guten Integration sowohl im Rechtsdienst als auch mit den Kolleginnen und Kollegen in anderen Kompetenzbereichen – und dass trotz meiner etwas eingerosteten Deutschkenntnisse. Hilfreich waren auch die Einführungen in die verschiedenen Rechtsgebiete, die ich von den Kolleginnen und Kollegen des Rechtsdiensts erhalten habe.
 

Was waren deine Highlights bei der Arbeit hier?
Für mich gab es drei besondere Highlights:

  • Meine Mitwirkung an der Entwicklung des Cyber-Defence Campus im Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie (W+T). Meine Aufgabe war es, Musterverträge für die Zusammenarbeit zwischen dem Cyber-Defence Campus und externen Partnern auszuarbeiten. Dadurch erhielt ich einen Einblick in einen interessanten Bereich.

  • Die Möglichkeit, in einem Haftpflichtfall, der armasuisse Immobilien betraf, nahezu selbständig mit einem Anwalt eine gütliche Einigung aushandeln zu können.

  • Die Gelegenheit, mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen «Fête de l'Escalade» zu feiern und den symbolischen Schokoladentopf zu zerschlagen. Es war ein toller Anlass, gemeinsam eine Genfer Tradition zu erleben.
     

Hast du die Möglichkeit bei der armasuisse zu bleiben? Wenn ja, welche Abteilung und welche Stelle?
Ja, mir wurde eine Stelle als Jurist im Kompetenzbereich W+T angeboten – im Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrum (SDRZ), auch wenn ich damit aus administrativer Sicht weiter zum Fachbereich Recht gehöre. Es handelt sich um einen befristeten Vertrag, der am 1. August 2020 beginnt und am 31. Januar 2021 endet.
 

Welche Herausforderung siehst du auf dich zukommen?
In etwas fernerer Zukunft, am 1. Februar 2021, wartet eine grosse Herausforderung auf mich: mein Anwaltspraktikum in einer Kanzlei in Genf. Ich möchte mein Anwaltspatent erwerben. Nach mehr als einem Jahr juristischer Berufserfahrung werde ich diese neue Herausforderung jedoch entschlossen und zuversichtlich angehen.
 

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
In fünf Jahren sehe ich mich als Jurist in einer Anwaltskanzlei oder in der Bundesverwaltung. Nach einem Jahr im Dienst der Eidgenossenschaft würde ich sagen, dass mich die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten als Jurist in der Bundesverwaltung überzeugt haben.