Air2030
Für ihre Sicherheit will die Schweiz ihren Luftraum überwachen, schützen und im Fall eines Angriffs verteidigen. Als neutraler Staat will sie dafür so wenig wie möglich von anderen Staaten oder Organisationen abhängig sein.

Übersicht
Zum Schutz und zur Verteidigung des Luftraums ist eine Kombination aus Kampfflugzeugen und bodengestützter Luftverteidigung notwendig. Die heutigen Kampfflugzeuge und bodengestützte Luftverteidigung kurzer Reichweite sind veraltet oder werden es bald sein. Eine bodengestützte Luftverteidigung grösserer Reichweite ist nicht vorhanden.
Zu Kampfflugzeugen und bodengestützter Luftverteidigung gibt es auch in Zukunft keine tauglichen Alternativen: Drohnen, Helikopter und leichte Kampfflugzeuge fliegen zu langsam und zu wenig hoch.
Die neuen Kampfflugzeuge und bodengestützte Luftverteidigung grösserer Reichweite werden aus dem Armeebudget bezahlt. Sie sind eine Investition für mindestens 30 Jahre.
Weiteres Vorgehen
Am 16. Februar 2022 hat der Bundesrat im Rahmen der Armeebotschaft 2022 dem Parlament die Verpflichtungskredite zur Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A und des bodengestützten Luftverteidigungssystems Patriot sowie je die damit verbundenen baulichen Massnahmen beantragt.
Am 15. September 2022 hat das Parlament die Armeebotschaft 2022 verabschiedet. Bezüglich der Beschaffung der F-35A hat das Parlament den Bundesrat explizit beauftragt, den Kaufvertrag bis Ende März 2023 (Ablauf der Gültigkeit der Offerten) zu unterzeichnen. Am 19. September 2022 hat die Schweiz den Beschaffungsvertrag mit der US-Regierung unterzeichnet. Gleichzeitig unterzeichnet wurde die Offsetvereinbarung mit dem Hersteller Lockheed Martin.
Die Auslieferung der Kampfflugzeuge F-35A und des Systems der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite Patriot erfolgt voraussichtlich ab 2027 bis 2030.
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Inhaltsverzeichnis
Medienmitteilungen
F-35A in Meiringen: Hörvergleich wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden
Das VBS und die Schweizer Luftwaffe setzen sich weiterhin dafür ein, auf dem Militärflugplatz Meiringen einen Hörvergleich zwischen einem F-35A und einem F/A-18 zu ermöglichen. Eine Durchführung wäre grundsätzlich im Oktober möglich gewesen. Da der italienische F-35A unter den derzeitigen betrieblichen Voraussetzungen in Meiringen jedoch nicht landen und starten kann, wäre lediglich ein Durchstartmanöver möglich gewesen. In Übereinstimmung mit den regionalen Behörden und Interessengruppen verzichtet das VBS auf einen Vergleich unter diesen Bedingungen. Die Gespräche mit der italienischen Luftwaffe werden weitergeführt.
Schweizer F-35A auf Kurs: Erste Komponenten werden in Italien gefertigt
Die Produktion der Schweizer F-35A schreitet planmässig voran: Im italienischen Cameri wurde der erste Rumpfabschnitt mit dem ersten Flügel zusammengebaut. Cameri beherbergt die einzige F-35-Endmontagelinie Europas und ist Teil des internationalen Produktionsnetzwerks. Der erste F-35A aus Cameri soll Mitte 2028 direkt in die Schweiz überführt werden.
F-35A-Beschaffung: Weitere Offset-Vorhaben stärken Schweizer Industrie – Zielwerte werden klar übertroffen
armasuisse und Lockheed Martin konkretisieren mit einem Nachtrag zur bestehenden Offset-Vereinbarung weitere Vorhaben zur F-35A-Beschaffung. Diese Projekte stärken gezielt sicherheitsrelevante Schlüsseltechnologien, industrielle Fähigkeiten und die Resilienz der Schweiz. Bei erfolgreicher Umsetzung werden die Vorgaben deutlich übertroffen: Insgesamt werden voraussichtlich Offset-Geschäfte im Umfang von rund 73 Prozent des Vertragswerts erreicht – statt der verlangten 60 Prozent. Auch die regionalen Zielwerte werden klar übertroffen: In der Romandie liegt der erwartete Anteil rund 40 Prozent über der Vorgabe; in der italienischsprachigen Schweiz wird der Zielwert voraussichtlich sogar um rund 140 Prozent übererfüllt.
Mitteilungen
Dossiers

Armeebotschaft 2023
Das Parlament hat Verpflichtungskredite von 1,9 Milliarden Franken bewilligt.

Armeebotschaft 2022
Mit der Armeebotschaft 2022 hat das Parlament Verpflichtungskredite von insgesamt 9,6 Mrd. CHF bewilligt.

Finanzierung der Armee
Aufgrund des grossen Spardrucks sind bei der Armee Fähigkeitslücken entstanden, welche aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage so rasch wie möglich geschlossen werden sollen.
