print preview Zurück zur Übersicht Startseite

Vertragsunterzeichnung Schützenpanzer 2000 Nutzungsverlängerung (Spz 2000 NUV)

Am 18. November 2020 haben der Rüstungschef, Martin Sonderegger, und der Projektleiter, Roger Schwenter, den Vertrag für die Nutzungsverlängerung der Schützenpanzer 2000 unterzeichnet. Aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation, konnte keine gemeinsame Unterzeichnung mit der Generalunternehmerin, der Firma BAE Systems Hägglunds AB, durchgeführt werden. Letztere hatte den Vertrag bereits im Vorfeld am Firmenstandort in Örnsköldsvik, Schweden, unterzeichnet.

18.11.2020 | Fachbereich Kommerz Landsysteme schwer und Spezialmaterial, Adrian Strobel

Im Wald fahrender Schützenpanzer 2000

Der Vertrag für die Nutzungsverlängerung des Schützenpanzer 2000 ist Teil der Armeebotschaft 2020, welche von den eidgenössischen Räten im 2020 angenommen wurde. Ziel der Nutzungsverlängerung ist, dass der Schützenpanzer bis 2040 genutzt werden kann. Der Auftrag beinhaltet hauptsächlich den Ersatz von obsoleten Baugruppen, welche aufgrund ihres Alters nicht mehr instandgehalten werden können. Zur Verbesserung der Mobilität und der Reduktion von vibrationsbedingten Schäden am Fahrzeug wird die Flotte zudem mit einem Aktivfahrwerk ausgerüstet. Das Programm sieht die Herstellung von zwei Serienmuster-Fahrzeugen in Schweden und die anschliessende Herstellung von fünf Nullserie-Fahrzeugen bei RUAG AG, Land Systems in Thun vor. Nach erfolgreicher Verifikation dieser Nullserie erfolgt der Umbau der gesamten Flotte bei RUAG AG in Thun. Nach Abschluss stehen der Truppe wieder 186 Fahrzeuge zur Verfügung, welche während des Umbaus zeitgleich einer Instandhaltung unterzogen werden. In der Nutzungsphase übernimmt weiterhin die RUAG AG in Thun die Funktion als Materialkompetenzzentrum (MKZ).

Der Vertrag mit der Generalunternehmerin sieht zudem eine Kompensation von 100% des Vertragswertes durch sogenannte Offsetgeschäfte vor. In diesem Zusammenhang wurde im Vorfeld mit ihr ein entsprechendes Offset-Agreement ausgehandelt und am 24. September 2020 unterzeichnet. Zu einem Teil wird diese Offsetverpflichtung mit den Arbeiten der RUAG AG abgegolten werden (direkter Offset) und zu einem anderen Teil werden von der Generalunternehmerin zusätzlich Aufträge an die Schweizer Industrie vergeben.

Kommunikation armasuisse Jacqueline Stampfli
Stv. Leiterin Kommunikation
Tel.
+41 58 464 60 42

E-Mail