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Waffenplatz Herisau-Gossau: Ein Leitwerk und drei neue Weiher schützen Amphibien

Der Waffenplatz Herisau-Gossau umfasst ein Amphibien-Laichgebiet von nationaler Bedeutung. Mit unterschiedlichen Massnahmen verbessert das VBS fortlaufend die ökologische Vernetzung für Amphibien, damit sie den Weg zu ihren Laichplätzen sicher überwinden können.

12.04.2021 | armasuisse Immobilien, Kommunikation

Laichgewässer auf dem Gelände des Waffenplatz Herisau Gossau


Der Waffenplatz Herisau-Gossau ist ein wichtiger Ausbildungsplatz der Armee. Er dient der Bevölkerung als Naherholungsgebiet, ist Austragungsort für öffentliche Veranstaltungen und bietet gleichzeitig vielfältigen Lebensraum für die heimische Flora und Fauna.


Schwerpunkt Amphibienförderung

Die meisten Amphibienarten stellen komplexe Ansprüche an ihre Lebensräume. Die ideale Kombination von Landlebensraum und Laichgewässer ist heute weitgehend verschwunden. Um die stark bedrohte Artengruppe zu schützen, wurden Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung definiert. Eines davon befindet sich auf dem Waffenplatz Herisau-Gossau. Auf dem Waffenplatzareal kommen zum Teil stark gefährdete Amphibienarten vor und werden gezielt gefördert. Nebst den jährlichen Unterhaltsarbeiten in den Wasser- und Landlebensräumen durch die Waffenplatz-Mitarbeitenden, wurden im Jahr 2020 verschiedene bauliche Massnahmen gestartet, welche dieses Jahr abgeschlossen werden.


Drei Weiher für Molche

Die neu angelegten Weiher dienen hauptsächlich der Förderung der auf dem Waffenplatzareal beheimateten Fadenmolchpopulation und dem gefährdeten Kammmolch. Zwei Weiher sind bereits errichtet. Sie grenzen an das Naturschutzgebiet Oberbergfeld an. Der dritte Weiher wird im Laufe dieses Jahres am Rande des Hafnerbergbachs ausgehoben.


Leitwerk rettet mehrere Tausend Amphibien

Die Überquerung der Wissholzstrasse zum Retentionsweiher Neuchlen endet für Amphibien oft tödlich und setzt die örtlichen Erdkröten- und Grasfroschpopulationen unter Druck. Bis in diesem Jahr wurden die wandernden Tiere über mobile Amphibienzäune in Kübel gesammelt und in arbeitsintensiven Einsätzen durch Mitglieder der örtlichen Naturschutzvereine über die Strasse getragen. Um die mehrere Tausend Amphibien während der Wanderung von ihrem Landlebensraum zum Laichgewässer und zurück permanent zu schützen, wird in diesem Frühjahr ein Leitwerk mit Kleintierdurchlässen fertiggestellt. Das beidseitige Strassenbauwerk von 200 Metern Länge besteht aus einer Lauffläche mit Übersteigschutz. Es führt die Tiere in einen von drei Tunneln unter der Strasse hindurch. Damit die Amphibien die Durchlässe nicht verpassen können, runden Umkehrschlaufen die Enden des Leitwerks ab. Stopprinnen an den Wegen, welche in die Wissholzstrasse führen, sorgen dafür, dass die Amphibien das Leitwerk nicht über die Strassen umgehen können. Die Lage und Ausdehnung des Leitwerks stützt sich auf Erhebungen; Bei punktuellen Augenscheinen konnten bis heute erfreulicherweise keine überfahrenen Tiere auf der Wissholzstrasse festgestellt werden.

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