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MitteilungVeröffentlicht am 19. August 2026

Die neue Uniform des Zolls ist genauso wie die Mitarbeitenden: Bereit für jeden Einsatz

Ob Fahrzeugkontrolle, Personen- und Warenkontrollen, Sommerhitze im Tessin oder eisige Temperaturen im Engadin: Die Anforderungen an die Mitarbeitenden des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sind vielfältig. Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche an ihre Bekleidung.

Lucia Egger, Fachbereich Kommunikation, Strategischer Stab

Das Bundesamt für Rüstung armasuisse hat die neue Zollbekleidung gemeinsam mit dem BAZG in einem departementsübergreifenden Projekt innerhalb der Bundesverwaltung entwickelt und beschafft. Sie wird seit Anfang 2026 schrittweise eingeführt und basiert auf dem Modularen Bekleidungs- und Ausrüstungssystem der Schweizer Armee (MBAS). Durch die Nutzung bestehender Materialien, Rahmenverträge und Beschaffungsprozesse konnten Entwicklungsaufwand reduziert sowie Zeit und Ressourcen eingespart werden. Entscheidend war zudem, dass die Bekleidung in der Praxis funktioniert – für die vielfältigen Aufgaben der Zollmitarbeitenden unter ganz unterschiedlichen Bedingungen.

Wie überzeugt die Uniform im Einsatz? Fachspezialistin Zoll und Grenzsicherheit Océane Studer berichtet:

Seit Anfang 2026 wird die neue Zollbekleidung schrittweise eingeführt. Nun zeigt sich, wie sie sich im Dienstalltag der Mitarbeitenden bewährt.

Wie ist der bisherige Eindruck der neuen Uniform?

Océane Studer: Ich bin mit der neuen Uniform sehr zufrieden. Sie passt deutlich besser zu unserer täglichen Arbeit im Aussendienst und ist ausserdem bequemer und angenehmer zu tragen.

Gibt es ein Kleidungsstück, das im Dienst besonders überzeugt?

Océane Studer: Die neue Winterjacke. Sie war im bisherigen Sortiment nicht erhältlich und ist eine grosse Bereicherung der neuen Uniform, da sie uns bei unserer Arbeit im Freien im Winter warm hält.

Wie gut deckt die neue Bekleidung die unterschiedlichen Bedürfnisse bei der täglichen Arbeit ab?

Océane Studer: Sie ist wesentlich besser auf unsere tägliche Arbeit abgestimmt. Die verschiedenen Uniformteile bieten viel Bewegungsfreiheit und lassen sich an jedes Wetter sowie an jede Art von Arbeit anpassen, die wir ausführen.

Ein Blick hinter die Kulissen – Projektleiterin Ursula Spycher beleuchtet den technischen Hintergrund:

Die neue Zollbekleidung basiert auf Komponenten von MBAS. So konnten Erkenntnisse aus der Armee genutzt und auf etablierte Lieferanten- und Beschaffungsstrukturen zurückgegriffen werden. Die Kleidungsstücke wurden jedoch gezielt an die Forderungen des BAZG angepasst.

Warum wurde MBAS als Grundlage für die neue Zollbekleidung gewählt?

Ursula Spycher: Als der Zoll den Bedarf an neuer Bekleidung bei armasuisse anmeldete, war die Entwicklung von MBAS bereits weitgehend abgeschlossen. Dadurch konnten Erfahrungen aus den Versuchen bei der Armee einbezogen werden. So liessen sich vorhandene Synergien ausschöpfen und den Zeitaufwand für die neue Zollbekleidung deutlich verkürzen.

Was war bei der Beschaffung der neuen Zollbekleidung besonders wichtig?

Ursula Spycher: Wichtig war, eine Uniform zu entwickeln, die den vielfältigen Ansprüchen im praktischen Einsatz gerecht wird. Sie muss sowohl im Büro als auch im Ausseneinsatz funktionieren und bei verschiedenen Tätigkeiten und Witterungsbedingungen überzeugen.

Bekleidung wird jeden Tag genutzt und ist etwas sehr Persönliches. Welche besonderen Herausforderungen bringt die Entwicklung einer Uniform mit sich?

Ursula Spycher: Bekleidung ist eine besondere Beschaffung, weil sie von sehr unterschiedlichen Menschen täglich getragen wird. Mitarbeitende haben individuelle Vorstellungen, was Schnitt, Material und Tragekomfort betrifft. Von Lernenden bis zu langjährigen Mitarbeitenden kurz vor der Pensionierung müssen vielfältige Erwartungen berücksichtigt werden. Deshalb wurden Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen und Altersgruppen in Tragetests und Grössenanproben einbezogen. Ihre Rückmeldungen aus dem Arbeitsalltag sind direkt in die Umsetzung der Modelle eingeflossen.

Bewährtes nutzen, Neues schaffen

Die neue Zollbekleidung zeigt, wie die Zusammenarbeit innerhalb der Bundesverwaltung genutzt werden kann, um bewährte Lösungen weiterzuentwickeln. Dank vorhandener Erfahrungen sowie etablierter Lieferanten und effizienter Prozesse konnte die Projektlaufzeit verkürzt und der Beschaffungsaufwand reduziert werden. Gleichzeitig flossen die Anliegen der Nutzerinnen und Nutzer früh in die Gestaltung der Uniform ein – von Tragetests über Grössenanproben bis zu Rückmeldungen aus dem Berufsalltag. Das Ergebnis ist eine moderne, funktionale Bekleidung für rund 3'700 Mitarbeitende des BAZG: entwickelt für den täglichen Einsatz, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer und umgesetzt mit einem effizienten Einsatz öffentlicher Mittel.