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Textilsymposium 2018

Das 18. Textilsymposium fand dieses Jahr am 14.März 2018 im Stade de Suisse statt. Zu den rund 310 nationalen und internationalen Gästen gehörten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Textilindustrie, der Wissenschaft und der Privatindustrie. Die Veranstaltung beinhaltete sechs Fachvorträge zu Themen wie Nachhaltigkeit oder Innovation und wurde humorvoll abgerundet durch den Vortrag «Gesundheit am Arbeitsplatz».

20.03.2018 | Kommunikation armasuisse

Textilsymposium 2018

 

Bei schönem Wetter begrüsste Thomas Knecht, Leiter Kompetenzbereich Einkauf + Kooperationen, zum diesjährigen 18.Textilsymposium im Stade de Suisse. Er stieg gleich ein in das Thema Textilien und widmete einige Worte dem Projekt MBAS und betonte die Wichtigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Nachhaltigkeit.

Auch der Rüstungschef Martin Sonderegger betonte den Aspekt Nachhaltigkeit. Eine zentrale Rolle der armasuisse nimmt die WEA ein, welche am 01. Januar startete. Hier wird die Beschaffung in den kommenden Jahren stark gefordert sein, besonders im Bereich der Ausrüstung. So wird das Projekt MBAS eine der grössten Textilbeschaffungen der Schweizer Armee sein.

Im ersten Vortrag zum Thema «Vom Schweizer Soldatenmesser zur Weltmarke» zeigte Carl Elsener, CEO der Firma Victorinox, wie sich ein kleines Familienunternehmen nachhaltig als Weltmarke positionieren konnte. So steht Victorinox heute als Symbol für Qualität. Dank strategischem Denken und Handeln wuchs die Firma in den letzten 130 Jahren und diversifizierte ihr Portfolio in neue Unternehmenszweige wie Reisegepäck, Uhren aber auch Parfums.

Anschliessend erklärte Jean-Claude Brossard, Chef Führungs- und Einsatzunterstützung vom Nachrichtendienst des Bundes, die Rolle des NDB und schilderte mögliche Bedrohungen der Schweiz wie etwa Spionage, Terroranschläge und neuerdings auch Cyberangriffe. Zur Ausübung solcher Angriffe können Textilien mit Mikrofonen oder sogar Sprengstoffen ausgestattet werden. Ausserdem sieht er die Informationssicherheit bei vielen Personen gefährdet aufgrund eines unachtsamen Datenaustausches.

Herr Prof. Dr. Alex Dommann von der EMPA gab Einblicke in neue Forschungs- und Wissenschaftsansätze. Dank Röntgenanalyse können so genannte high-performance Textilien hergestellt werden. Durch ihre thermischen, mechanischen, chemischen oder biologischen Eigenschaften erlauben diese neuartigen Textilien ein Bio-Monitoring von Körperfunktionen und können ohne äussere Einwirkungen unter anderem Sauerstoffgehhalt, PH-Wert oder bestimmte Verhaltensweisen feststellen.

Unter dem Titel «verstrickt statt zugenäht» zeigten Prof. Tina Moor und Prof. Dr. Andrea Weber Marin von der Hochschule Luzern, wie Design mit Nachhaltigkeit kombinierbar ist. Ihr neuartiges Produkt «KJUS Freelite», eine zu 95% gestrickte Skijacke, isoliert gut, passt sich den Bewegungen des Skifahrers an und produziert weniger Produktionsabfälle als andere Jacken, da sie aus einem Guss entsteht. Weitere Projekte sind das Textcycle, die Optimierung des Textilzyklus als auch das TexLining, die Sanierung und Dämmung von grossflächigen Hallen durch textile Elemente.

Am Nachmittag fokussierte Niklaus Zemp von der Serge Ferrari Gruppe auf das Thema flammfeste Polyesterfaser. Dieses neuartige und brandschutzhemmende Produkt zeichnet sich aus durch hohe Festigkeit. Geflochtenes Garn aus diesen brandfesten Polyesterfasern entwickelt bei einem Brand keinen Rauch und verkürzt die Brenndauer des Textils auf ein Minimum.

Als letzter Fachreferent sprach Raymond Jacobs der Firma Sanitized AG zum Thema «Innovatives Geruchsmanagement für Polyester-(PES) Funktionstextilien». Polyester-Bekleidung neigt schnell dazu, negativ zu riechen, da sich Bakterien auf dem Textil absetzen und einen Biofilm darauf bilden. Diesem so genannten Permastink kann mit Hilfe von Sanitized Odoractiv-Technologie entgegengewirkt werden. So haften Bakterien schlechter an den Textilien und die während des Tragens entstehende Gerüchte werden sofort adsorbiert.

Den Abschluss bildete Dr. med Marco Caimi. Mit Humor zeigte er dem Publikum, wie wichtig Bewegung im Alltag für die Gesundheit am Arbeitsplatz und im privaten Bereich ist. Regelmässige Aktivitäten wirken sich unter anderem positiv aus auf Blutdruck, Stoffwechsel, Durchblutung, somatische Intelligenz und auch auf das ganze Immunsystem. Doch auch Humor, persönliche Beziehungen und Kommunikation beeinflussen die Gesundheit positiv.

Am Ende bedankte sich Herr Knecht für das zahlreiche Erscheinen und lud alle Gäste ein, am nächsten Textilsymposium, welches am 13.März 2019 stattfinden wird, wieder dabei zu sein.

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