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Waffenplatz Herisau-Gossau: Neue Strategie soll Problempflanzen zugunsten der Artenvielfalt reduzieren

In den vielfältigen Wiesen des Waffenplatzes Herisau-Gossau gedeihen einige Pflanzenarten, die sowohl aus landwirtschaftlicher wie auch aus ökologischer Sicht unerwünscht sind. Seit diesem Jahr kümmert sich ein vielversprechender Mix aus neuen und bewährten Einsatzkräften um die Reduktion der problematischen Pflanzen.

08.10.2019 | armasuisse Immobilien

 

Der Waffenplatz Herisau ist in erster Linie ein Ausbildungsplatz der Armee. Er dient jedoch auch der Naherholung, der landwirtschaftlichen Produktion und als wertvoller Lebensraum für die heimische Flora und Fauna. Mit der Sanierung in den 90er Jahren wurde viel investiert, damit das Waffenplatzareal in landschaftlicher wie ökologischer Sicht profitiert.

Nicht alle Pflanzenarten sind erwünscht
In den aufgewerteten Wiesen und Wäldern sowie an den Gewässern des Waffenplatzes Herisau-Gossau etablieren sich nebst heimischen Pflanzen immer wieder auch exotische Arten. Einige dieser Neophyten und auch einzelne einheimische Problempflanzen verhalten sich dominant oder invasiv und sorgen bei grossen Beständen für ein Ungleichgewicht im hiesigen Ökosystem. Das Kompetenzzentrum Umwelt von armasuisse Immobilien und die Betreiberin des Waffenplatzes möchten solche Risiken nicht eingehen und investieren seit Jahren in die Kontrolle von Problempflanzen.

Teilerfolge erzielt
Auf dem Waffenplatzareal sind dank langjährigen Massnahmen die Bestände von Drüsigem Springkraut und Japanischem Staudenknöterich ganz oder nahezu vollständig getilgt. Die Nordamerikanische Goldrute und das Jakobs Greiskraut – auch Jakobs Kreuzkraut genannt – verbreiten sich jedoch innerhalb und ausserhalb des Waffenplatzareals weiterhin stark. Das dominante Wachstum des Jakobs Greiskrauts führt nicht nur zur Verdrängung einheimischer Blumen, sondern stellt auch eine Gefahr für die Weidetiere dar, da es selbst in getrocknetem oder siliertem Zustand zur Vergiftung von Schafen führen kann.

Vielversprechende Zusammenarbeit
Es ist unumgänglich, dass dem Jakob Greiskraut zu Leibe gerückt wird. Das Waffenplatzpersonal bildet mit umliegenden Landwirten und Mitgliedern des Naturschutzvereins St. Gallen und Umgebung ein kompetentes Team, welches die problematischen Bestände seit vielen Jahren kennt und beaufsichtigt. Seit diesem Jahr kümmert sich im Auftrag von armasuisse Immobilien zusätzlich ein spezialisiertes Unternehmen um die grossflächigen Bestände. In dieser Konstellation ist künftig ein messbarer Rückgang der Problempflanzenbestände zu erwarten.

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