Bei Beschaffungen von Rüstungsmaterial im Ausland klärt die armasuisse jeweils die Möglichkeiten der direkten oder indirekten Beteiligung der Schweizer Industrie ab. Dies unter der Voraussetzung, dass die Industriebeteiligung sicherheits- und rüstungspolitisch gerechtfertigt und die Schweizer Industrie wettbewerbsfähig ist. Industriebeteiligungen erfolgen gemäss den Grundsätzen des Bundesrates für die Rüstungspolitik des VBS vom 29. November 2002 und geltender Offsetpolicy 2010 ( vgl. Grundsätze des Bundesratest). Die Umsetzung erfolgt durch armasuisse in Zusammenarbeit mit einem Offset-Büro und der involvierten Industrie.
Direkte Offsets
Bei der direkten Beteiligung wird die Schweizer Industrie direkt an der Produktion des zu beschaffenden Rüstungsmaterials beteiligt. Es geht dabei um Unterlieferantenverhältnisse (Zulieferindustrie), um die Herstellung von Baugruppen und Komponenten, um industrielle Fertigung, Montageanteile oder Lizenzfertigung.
Indirekte Offsets
Die indirekte Offsets kommen dort zum Zuge, wo eine direkte Beteiligung nicht möglich oder nicht sinnvoll ist bzw als Ergänzung zu den direkten Offsets. Nebst sicherheits- und rüstungspolitische relevanten Technologien geht es auch um zivile industrielle indirekte Offsets. Ein ausländischer Hersteller eines zur Beschaffung beantragten Rüstungsguts wird dabei verpflichtet, der Schweizer Industrie Aufträge aus seinem Einflussbereich zu erteilen oder ihr Zugang zu solchen Aufträgen zu verschaffen. Aus Industriebeteiligungsprogrammen resultieren jährlich Aufträge von mehreren hundert Millionen Franken an die Schweizer Industrie, das Gesamtvolumen der laufenden Offsetverträge beträgt rund 3 Milliarden Franken.
Kennzahlen
armasuisse in Zahlen 2011
| Beschreibung | Kennzahl |
|---|---|
| Stellen | 1'000 |
| Voranschlag 2011 | 2,3 Milliarden Franken |
| Bewirtschaftete Kredite | 4'900 |
| Verträge/Bestellungen pro Jahr | 7' 600 |
| Lieferanten-Rechnungen pro Jahr | 43'500 |
| Aufträge von zivilen Stellen pro Jahr | 1'600 |
| Immobilienobjekte | 24'000 |
Rüstungsprogramme und Wirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft partizipiert durch direkte und indirekte Beteiligungen an den Rüstungsprogrammen.
| Jahr | Verpflichtungskredit (Mio) | Beschäftigung im Inland (Mio) |
|---|---|---|
| 2009 | 496 | 442 |
| 2008 | 917 | 594 |
| 2007 | 581 | 550 |
| 2006 | 1501 | 1325 |
| 2005 | 1020 | 951 |
| 2004 | 409 | 162 |
| 2003 | 407 | 140 |
| 2002 | 711 | 469 |
| 2001 | 980 | 807 |
| 2000 | 1178 | 935 |
| 1999 | 1019 | 773 |
| 1998 | 1315 | 1184 |
| 1997 | 1373 | 1282 |
| 1996 | 1594 | 1291 |
| 1995 | 1342 | 1262 |
| 1994 | kein RP | kein RP |
| 1993 | 1947 | 1557 |
| 1992 | 3495 | 2300 |
| 1991 | 1770 | 1554 |
Balkendiagramm zur Statistik Rüstungsprogamme und Wirtschaft / 40 Kb | Typ: PDF
Weitere Informationen
- Statistik Rüstungsprogamme und Wirtschaft
Publiziert am: 03.03.2010 | Grösse: 40 Kb | Typ: PDF
