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Schlüsselübergabe SIM KIUG

Mit der Übergabe der ersten Live-Simulationsplattform SIM KIUG (Simulationsunterstützung für den Kampf im überbauten Gelände) auf dem Waffenplatz Bure (JU) ist das erste von zwei Gefechtsausbildungszentren (GAZ) der Schweizer Armee voll betriebsfähig. Im Dezember nächsten Jahres soll mit der Inbetriebnahme der Anlage in Walenstadt (SG) auch das zweite GAZ vollständig der Truppe übergeben werden können.

Leitzentrale (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Funktionsdemonstration (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
getroffenes Gebäude (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
geladene Gäste (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Die Simulationsplattform im Detail

SIM KIUG ergänzt das bereits im Juli 2009 eingeführte System SIMUG für Gefechtsübungen im offenen Gelände. Im Rahmen von SIM KIUG werden die Soldaten auf Basis von Laserschuss-Simulatoren und der Simulation von Gefechtseffekten in eine möglichst realitätsnahe Gefechtssituation versetzt. Die Wirkung verschiedener Waffenkategorien wie Handfeuer- oder Panzerwaffen, Artillerie oder Handgranaten auf die Gebäude wird zu diesem Zweck mit dem sogenannten „Gebäudeschadensmodell“ simuliert. Es zeigt Treffer mittels Blitzen, Rauchwolken und Geräuschen an und stellt die Auswirkungen auf Bauelemente wie Türen oder Fenster dar. Um die Simulation möglichst perfekt erscheinen zu lassen, wurden jeweils über 400 Fenster, 300 Türen, 400 Nebel-, Licht- und Toneinheiten, sowie mehr als 1500 Zweiweglaser-Sensoren im Übungsdorf Nalé verbaut.

Weitere 8000 Sensoren sorgen dafür, dass der Standort aller Teilnehmer während der gesamten Übungsdauer vom System mit einer Genauigkeit von 0,5 Metern erfasst und dargestellt werden kann. Das Verhalten der trainierten Truppe wird von etwa 400 Kameras, die auch nachtsichttauglich sind, festgehalten. Sämtliche Informationen werden aufgezeichnet und können in der Leitzentrale zeitverzugslos überwacht, ausgewertet und für die Präsentation vor den trainierten Soldaten aufbereitet werden.  

Beschaffung

SIM KIUG wurde von RUAG Defence entwickelt und stellt das derzeit modernste System seiner Art dar. Die Beschaffung erfolgte in zwei Schritten: Mit dem Budget für Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung (PEB) 2003 wurden 25 Millionen Franken für ein Kernsystem von 4 Häusern bewilligt. Nachdem mit diesem System im Herbst 2008 die Truppentauglichkeit nachgewiesen werden konnte, wurden im Rahmen des Rüstungsprogrammes (RP) 2009 123 Millionen Franken für die Ausstattung der Ortskampfanlagen in Bure und Walenstadt mit der Simulationsplattform SIM KIUG bereitgestellt. Die Leistungen für den Betrieb der Plattform werden von der RUAG ausgeführt, was in den betroffenen Regionen qualifizierte Arbeitsplätze schafft. 

Übergabe

Am 7. Dezember 2011 wurde das System von RUAG Defence an die Beschaffungsbehörde armasuisse, welche das Projekt in seiner ganzen Länge begleitet hatte, übergeben.

Der stellvertretende Rüstungschef Martin Sonderegger hob in seiner Ansprache, die Komplexität des Systems hervor, welche die Beschaffung zu einer Herausforderung für die Projektteams von VBS und RUAG werden liess, die aber dank der hohen Kompetenz der beteiligten Mitarbeitenden in kurzer Zeit gelöst werden konnte. Besonders erwähnte er die Umbau- und Modernisierungsarbeiten der bestehenden Gebäudeinfrastruktur. Sie sind von armasuisse Immobilien, dem Immobilienkompetenzzentrum des VBS, unter widrigen, winterlichen Bedingungen fristgerecht durchgeführt wurden. Anschliessend übergab er das System in Form eines Schlüssels an Divisionär Fritz Lier als Vertreter des Heeres.

Divisionär Lier gab seinerseits der Hoffnung Ausdruck, das neue System ermögliche eine objektivere Beurteilung der Gefechtsleistung als dies bisher der Fall war. Damit sollen die kurzen Übungszeiten, die in der Schweizer Milizarmee zur Verfügung stehen, bestmöglich genutzt werden. Wie gut das System dafür geeignet ist, wurde in einer kurzen Demonstration durch WK-Soldaten eindrücklich aufgezeigt.

 

Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation armasuisse
Zuletzt aktualisiert am: 14.12.2011

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